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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 97 mal aufgerufen
 Die Deutschen Geheimdienste MfS / BND
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

05.09.2008 14:20
RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen oder die Verunglimpfung der Opfer.

Im Netz fand ich nachfolgende Aufzeichnungen welche recht interessant sein dürften. Bei der Veranstalltung anwesend unter anderem auch der Betreiber der MfS-Insiderseiten Ex-Oberstleutnant des MfS Wolfgang Schmidt. Wenn ich nur sein Geburtsdatum hätte, dann wäre ich schon um einiges schlauer was seine Person betrift

Hier der Auszug:

Ex-Stasi-Leute bezeichneten die Gedenkstätte Hohenschönhausen als "Gruselkabinett". Kultursenator Flierl ging dabei nicht konsequent gegen die Verunglimpfungen vor.
Berlin Hohenschönhausen. Hier befand sich das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Hier landeten politische Häftlinge, ein Ort des Grauens, wie Matthias Melster selbst erfahren mußte. Er wollte die DDR verlassen, kam deswegen hier in Haft.

O-Ton: Matthias Melster, ehemaliger Häftling
"Das war, ich würd´s mal knallhart beschreiben, psychologische Folter."

Vor zwei Wochen begegnet er den Tätern wieder - bei einer Debatte über die künftige Ausgestaltung der heutigen Gedenkstätte Hohenschönhausen.

O-Ton: Matthias Melster, ehemaliger Häftling
"Ich war, als ich reinkam, völlig erschrocken. Sämtliche Sitzplatze waren besetzt von älteren Herrschaften, die genau so aussahen wie früher, diese alten Stasi-Leute. Bei mir entstand richtig Angst, die Luft wurde immer knapper, weil es eine richtige, ja militante Aggression war in diesem Saal hier."

Unglaublich: Über 200 Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit treten geballt auf. Darunter so hochrangige Ex-Offiziere wie Mielke-Stellvertreter Werner Großmann und andere.

O-Ton:
"Mein Name ist Dieter Skiba. Ich war der letzte Leiter der Hauptabteilung IX/11."

"Ich bin der Herr Wötzel, habe 20 Jahre in diesem bewußten Gebäude gearbeitet."

"Mein Name ist Wolfgang Stuchly, ich war 35 Jahre Mitarbeiter der Spionageabwehr im MfS."

Ein straff organisierter Auftritt mit einem eindeutigen Ziel: Diskreditierung der Gedenkstätte, die als Gruselkabinett bezeichnet wird, und des Direktors Hubertus Knabe.

O-Ton: Dieter Skiba, Ex-Oberstleutnant MfS
"Wenn wir uns das Gruselkabinett von Herrn Dr. Knabe anschauen, dann kann man ermessen, worauf das hinausläuft. So ist es von der Gedenkstätte initiiert worden. Deswegen mehrt sich bei uns der Protest."

O-Ton: Hubertus Knabe, Historiker, Direktor Gedenkstätte Hohenschönhausen
"Wir beobachten das schon seit geraumer Zeit, dass sich die ehemaligen Stasi-Kader hier organisieren. Allerdings, dass es so öffentlich passiert, in dieser Form, das ist neu und das läßt Übles ahnen für die Zukunft."

Wie früher wird mit Propagandatricks gearbeitet: Abwesenden werden Zitate in den Mund gelegt, z.B. Joachim Gauck.

O-Ton: Wolfgang Schmidt, Ex-Oberstleutnant MfS
"Herr Gauck, der hat in diesem Saal 1994 geäußert, Hohenschönhausen war eine gute Adresse, die Häftlinge aus der ganzen DDR hätten sich beworben, wegen der guten Haftbedingungen hierherzukommen. Das hat Herr Gauck gesagt, nicht ich, Herr Gauck. Hier in diesem Saal."

O-Ton: Joachim Gauck, ehem. Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen
"Es ist ja bodenlos, dass mein Name von diesen Vertretern der untergegangenen Diktatur jetzt benutzt wird, um hier eine Aufklärungsarbeit zu diskreditieren."

Dann der skandalöse Höhepunkt des Abends. Der sich hier zu Wort meldet, ist Siegfried Rataizik, der letzte Leiter des Gefängnisses Hohenschönhausen. Mit dreisten Forderungen greift er die Gedenkstätte und deren Direktor an.

O-Ton: Siegfried Rataizik, Ex-Oberst MfS
"Dass vielleicht er mal einige Ausführungen macht über seine sogenannten Museumsführer, die immer wieder, immer wieder – und das ist leider so - immer wieder sich als Opfer darstellen und wir als ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit als Täter deklariert werden."

Geschichtsverfälschung wie zu DDR-Zeiten. Und auf dem Podium der Berliner Kultursenator Thomas Flierl, er greift nicht ein und stellt sich nicht vor die Gedenkstätte. Stattdessen greift auch er deren Arbeit an, empfiehlt die Offiziere sogar als Zeitzeugen – mit einer Einschränkung.

O-Ton: Thomas Flierl, Linkspartei.PDS, Senator für Kultur Berlin
"Ich bürge nicht dafür, dass Ihre Sicht sich durchsetzt, aber ich meine auch, dass es notwendig sein muss, einen Dialog zu führen."

Dialog mit den Tätern, Kritik an der Aufklärungsarbeit der Gedenkstätte. Im Berliner Abgeordnetenhaus muss sich Flierl daraufhin für sein Verhalten verantworten, doch dies tut er nur sehr halbherzig.

Frage: "Haben Sie sich entschuldigt?"

"Ich hab mich nicht entschuldigt, ich hab mein Bedauern geäußert, vor allem gegenüber den Opfern, die sich durch die Situation, die ich ja nicht verursacht habe, aber nicht ausreichend beeinflusst habe, bedrängt gefühlt haben."

Doch den Opfern reicht das nicht aus. Unterstützung bekommen sie jetzt aus der Politik. Friedbert Pflüger möchte Regierender Bürgermeister von Berlin werden. Er besucht die Gedenkstätte und fordert Konsequenzen.

O-Ton: Friedbert Pflüger, CDU-Spitzenkandidat
"Das Verhalten von Herrn Flierl ist nicht tragbar. Er sollte zurücktreten und seinen Hut nehmen. Heute muss klar sein, Stasi-Täter, das sind nicht Zeitzeugen, sondern Täter. Und hier hat es Opfer gegeben. Und diese Opfer sind verhöhnt worden in der letzten Woche. Und ein Senator, der nicht klar weiß, was er sagen muss, der nicht klar zwischen Diktatur und Demokratie zu unterscheiden weiß, der darf in einer Stadt wie Berlin nicht regieren."

Der ungeheuerliche Auftritt der Ex-Stasi-Kader – da braucht es couragiertere Politiker, wenn es zu solchen Auftritten kommt.




Wenn man sich überlegt das der Ex-Oberstleutnant des MfS Wolfgang Schmidt auch noch der Berater im Film "Das Leben der Anderen" war, dann frage ich mich langsam wirklich wo diese Leute noch die Frechheit hernehmen sich derart zu organisieren. Sicher war Hohenschönhausen im Vergleich zu anderen DDR-Gefängnisen ein Luxushotel, das macht es aber nicht harmloser. Sicher ist auch nicht jeder Ex-Mitarbeiter des MfS ein Verbrecher, aber man sollte als solcher das nötige Taktgefühl besitzen und nicht noch großartig auffallen. Statt froh zu sein das es in der Wendezeit zu keinen Progromen kam, wird aber heute wieder getrommelt. Es ist immer wieder das gleiche in der Geschichte...

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

06.10.2008 00:44
#2 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

tja Alex !

Es wird ne Menge getrommelt - um im Bild des eingestelltem Artikel,s zu bleiben .
Und es wird auch ne Menge gefälscht , verfälscht oder versucht zu erklären .
Frage mal heute 18 Jährige , was sie wirklich über die DDR , das MfS und dessen Untersuchtungshaftanstalt , jener die jetzt als Gedenkstätte umfunktioniert wurde , usw usf wissen .

Haaresträubend !

Man dürfte nicht pauschal mit Sätzen wie " die DDR war ein Gefängnis " usw. operieren .Man dürfte nicht hinter Mielkes Arbeitszimmer Prominenten - Zellen oder in der Vernehmungsetage eine Steh und eine Dunkelzelle ( flutbar ) einbauen ..... die es da nie gegegen hat .
Und sich dann wundern , wenn selbst dort inhaftiert gewesene Besucher dass ganze als sinnlose Farce ablehnen .

Das ganze gehört objektiv aufgeklärt und achlich beschrieben , ohne politisch motivierte Einseitigkeit oder Fälschungen aufgearbeitet - abstrus genug war das MfS ..... wie die gesamte Staats - Struktur auch so .

[ Und das sage ich , gerade weil ich auch durch die Schüttelsiebe des Systems fiel ....und zeitweilig jene Anstalt von innen zu erleben , das zweifelhafte Vergnügen hatte ]

Gruß ! Robert

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.10.2008 01:11
#3 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Zitat
Gepostet von _robert_
Und sich dann wundern , wenn selbst dort inhaftiert gewesene Besucher dass ganze als sinnlose Farce ablehnen [/b]



Dieses Erlebnis hatte ich in Höhenschönhausen sogar mit einem eheml. Häftling der dort Führungen macht(e). Zufälliger Weise flog er aus Hohenschönhausen auch mit der Aktion "Störenfried" wie wir aus der DDR raus.

Gruß Alex

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.10.2008 01:13
#4 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Zitat
Gepostet von _robert_

[ Und das sage ich , gerade weil ich auch durch die Schüttelsiebe des Systems fiel ....und zeitweilig jene Anstalt von innen zu erleben , das zweifelhafte Vergnügen hatte ]



Kannst (oder willst) Du das mal genauer Schildern?
Wie kam es dazu?

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

06.10.2008 02:53
#5 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Nun , es ist eben nich opportun ......
Einem Oberstleutnant des MfS zu einem Aufenthalt auf der ITS zu verhelfen ..... in der Öffentlichkeit und wenn er Uniform trägt .
( Zumal wenn man damit im morgendlichem Berufsverkehr Standing Ovations und feindlich negative Äußerungen der Augenzeugen erzeugt . )
Wenn man dann noch eine herzu eilende Trapo - Streife entwaffnet ......
- und wenn sich das ganze auf dem S - Bahnhof Adlershof ..... also sozusagen im Vorgarten des Wachregiment,s vollzieht , dann bleibt nur hart zu zu greifen .

Und wenn man dann noch unkooperativ,er Weise
a) keinerlei Ausweisdokumente mitführt und jegliche Auskunft zu Person und Sachverhalt verweigert
b) sich 2 Mittäter genauso verhalten
dann läuft man natürlich zur Höchstform auf und überlässt das nich untergeordneten Chargen . Zieht das übliche Prozedere mit allen netten Spielchen durch usw.

Dann müssen die besten Vernehmer rann , denn das ist Meldehöhe Minister und die AGM S ( Arbeitsgruppe des Minister,s - für Sicherheit ) drängt auf Ergebnisse .... im Glauben endlich mal richtige feindliche negative Elemente dingfest gemacht zu haben ..... wenn nich gar ein vom Klassenfeind geschicktes Killerkommando .

[ Editiert von _robert_ am 06.10.08 2:59 ]

Gruß ! Robert

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.10.2008 10:30
#6 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Großer Gott, das klingt wirklich abenteuerlich. Welchen Dienstgrad in welcher Einheit hattest Du?

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

06.10.2008 16:13
#7 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Zum Zeitpunkt des Vorfall , Hauptmann der BDB und STKSC 783.selbst.Akl-Bat.(spec.)

Gruß ! Robert

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.10.2008 18:14
#8 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Und wie kam es genau zu dem Vorfall? Ich will Dich ja nicht unnötig löchern, aber es ist nunmal mehr als interessant.
Was war der Grund der Verhaftung?
Was bedeutet BDB und STKSC?

Tausend Fragen

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

10.11.2008 15:09
#9 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Der besagte OSL begann gerade ( angesoffen und notgeil ) ein Vergewaltigung und widersetzte sich unserem Einschreiten .
Die Trapo-Streife verkannte die Situation und mußte kurzzeitig ruhig gestellt werden um die Sache nicht eskalieren zu lassen .
....................
BDB ( oder WDW ) = Воздушно десантные войска = sowj.Luftlandetruppen
StKSC = Stellv. Kommandeur und Stabschef eines selbst. Aufklärungs - Battallion,s besonderer Bestimmung

Gruß ! Robert

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

10.11.2008 17:14
#10 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Sowas in Uniform und das in der Öffentlichkeit? Bei der NVA sicher ein Fall für Schwedt. Bei der Stasi U-Haft für die Retter Ohne Worte...

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

11.11.2008 02:27
#11 RE: Stasi-Aufmarsch in Hohenschönhausen antworten

Tja Alex !

Es ist anzunehmen daß der Mann seines Postens enthoben wurde und aus dem MfS rausgeworfen wurde .
Man kennt durchaus Fälle , wo der prüde Kleinbürger Mielke gnadenlos durchzog und Mitarbeiter abstrafen ließ .
( Übrigens - aber ich will das jetzt nicht als unzulässigen Vergleich verstanden sehen - gab es solche Fälle auch in der SS unter Himmler .
In beiden Diktaturen und beiden Dienstzweigen gibt es aber insofern die Parallele , daß sie sich selbst unter Geheimhaltung mit Dienstvergehen / Straftaten usw. befassten . )

Ich selbst oder die 2 Mitstreiter , wir wurden später nicht mehr dazu gehört und erfuhren auch nicht , ob der Mann abgestraft worden ist . Ich denke aber doch , schon um eine Exempel innerhalb der Behörde zu haben , gleichzeitig aber auch um nach außen das Ansehen der Mitarbeiter nicht zu gefährden .
..............................
Und weil Du es erwähnst-
Ein NVA Offizier wäre im Schnellverfahren aus der Partei geworfen , dann vor,s Militärgericht gestellt und zu einer Haftstrafe über 2 Jahre verurteilt worden .
Danach dann als ganz normaler Krimineller ( mit allen Nachteilen des täglichen Lebens ) behandelt worden .

Gruß ! Robert

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