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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 355 mal aufgerufen
 Die Wiedervereinigung
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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

03.10.2008 12:42
RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Wie seht Ihr im Resümee zum 3.Oktober das bisherige Ergebnis der Wiedervereinigung?
Gewinne, Verluste bzw. Vergessenes. Was meint Ihr?

Ich für meinen Teil bin auch bei allen Problemen die da sind, waren oder noch kommen, froh über die Wiedervereinigung.
Etwas langsamer, verträglicher dafür aber intensiver hätte es geschehen können und ein paar mehr positive Sachen außer dem Ampelmämchen und dem grünen Pfeil hätte man aus der DDR übernehmen können. Unter dem Strich wuchs oder wächst aber zusammen was zusammen gehört.

Ich bin immer wieder glücklich in Berlin durch das Brandenburger Tor laufen zu können.

Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

03.10.2009 22:31
#2 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

So, aus aktuellem Anlaß schiebe ich das Thema mal noch oben

Gruß Alex

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Panzermann Offline




Beiträge: 128

04.10.2009 21:40
#3 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Tja, ich bin mir nicht ganz sicher...

Einerseits ist es natürlich zu begrüßen, daß Deutschland wiedervereinigt wurde! Andererseits sind m.E. viele Chancen nicht genutzt worden, auch Positives aus der ehem. DDR in den Gesamtdeutschen Staat einzubringen, wie z.B. die Verfassung komplett zu überarbeiten...
Das die ganze Chose teuer würde, war mir schon 1989 klar und hat sich ja auch bewahrheitet... Soli und Verlust unserer D-Mark und Einführung des (T)Euro will ich hier nur als 2 Beispiele nennen... Und von den blühenden Landschaften innerhalb von 4 Jahren, die der Dicke versprochen hat, ist auch nix zu sehen! Wir haben es auch in jetzt fast 20 Jahren nicht geschafft; ich denke mal noch 20 Jahre dazu und es wird hinkommen... Das wäre dann doch auch ein Erfolg!

Nicht Kleckern, Klotzen!

Romeo ( gelöscht )
Beiträge:

25.10.2009 00:18
#4 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

über die Einheit habe ich mich auch gefreut und wie ich das erste Mal durch das Brandenburger Tor gelaufen bin, das war schon etwas. Als Schüler war ich mal auf beiden Seiten gewesen, aber durchgehen gab es nicht, da war ja ein so schön bewachtes Mäuerchen.
Man hätte sicher so einiges aus der DDR übernehmen können, aber das war von der damaligen westdeutschen Regierung nicht erwünscht.
Dass die DDR-Wirtschaft so marode war haben sich die westlichen Politiker nicht vorgestellt, obwohl Wehner 1977 in seinem "Gesamtdeutschen Ministerium" hat ausrechnen lassen, was zu dem Zeitpunkt eine Wiedervereinigung kosten würde. Es kam eine Summe von etwa 700 000 000 000(in Worten sieben hundert Milliarden)DM. Und das war die unterste Summe.

Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2009 00:48
#5 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Zitat
Gepostet von Panzermann
Tja, ich bin mir nicht ganz sicher...
Das die ganze Chose teuer würde, war mir schon 1989 klar und hat sich ja auch bewahrheitet... Soli und Verlust unserer D-Mark und Einführung des (T)Euro will ich hier nur als 2 Beispiele nennen... Und von den blühenden Landschaften innerhalb von 4 Jahren, die der Dicke versprochen hat, ist auch nix zu sehen! Wir haben es auch in jetzt fast 20 Jahren nicht geschafft; ich denke mal noch 20 Jahre dazu und es wird hinkommen... Das wäre dann doch auch ein Erfolg!


Hallo,
dass es teuer werden wird, wurde aus politischen Gründen verschwiegen. Es war wichtiger Wahlen zu gewinnen, als zu sagen, was das kosten wird und was alles gemacht werden muss. Und die Schulden werden entweder zu einer Inflation führen oder unsere Kinder finanziell/steuerbelastungsmässig erdrücken. Hätte ich privat so gehandelt wie die damalige Bundesregierung, wäre ich schon längst in der Privatinsolvenz.
Ich schätze auch, dass in so 20 Jahren die Folgen der DDR wohl überwunden sind.
Bei den unter 20 oder so gibt es den Begriff Wessi-Ossi bei der grossen Masse nicht mehr. Bei den älteren ist der Prozentsatz noch relativ hoch.
Euro hat keine allgemeine Preiserhöhung gebracht.Ich habe das in meinem Einkaufskorb nicht signifikant erkönnen können.
Gruss
Rainer
P.S.: Ein Freund von mir, bekennender Euro-Kritiker sah das etwas anders, nachdem er ausser in Deutschland und in zwei anderen Ländern der Euro-Zone ohne Geldwechsel einkaufen konnte.
Und wenn ich in Frankreich einkaufen gehe, und nicht mehr Geld tauschen muss, ist das schon ein grosser Vorteil.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

28.10.2009 01:08
#6 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Das ist auch der einzige Vorteil den ich persönlich sehe, die Tauscherei fällt weg. Wobei das auch den Reiz eines Urlaubes ausgemacht hat mal anderes Geld in den Händen zu haben

Ansonsten verbinde ich mit dem Euro nur Negatives. Ich kann mich nicht erinnern zu DM Zeiten mal eine Dose Ravioli zu 8,-
DM im Regal gesehen zu haben oder ein kleines Netz Babybell für 10 DM...
Auch hat eine 3 Zimmer Wohnung in Würzburgs normaler Lage keine 1600,- DM Kaltmiete gekostet...
Im Supermarkt war der Wagen zu DM-Zeiten bei 150,- DM voll... und innerhalb von 7 Jahren ist die Inflation nicht so groß, dass man einfach 1:1 umrechnen kann.

Der Lohn ist halbiert worden, die Lebenskosten wurden 1:1 übernommen. Mein ganz persönliches Gefühl beim Euro.

Gruß Alex

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Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2009 01:37
#7 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Hallo,
das sehe ich nicht so. Die letzten vierzig Jahre ist bei uns immer in etwa das gleiche im Einkaufswagen. Das ist aber auch saisonnal abhängig. Will ich im Mai Bohnen, dann sind die etwas teurer oder auch bei frischem Spinat im Mai. Dose Ravioli 8 Euro? So was habe ich noch nie gesehen. Da solltest du mal Haupteinkaufsgeschäft wechseln.
Wenn ich meinen Lieblingsitaliener betrachte, der hat alles 2 zu 1 übernommen, wir gehen da genauso oft essen wie vorher. Bei unserem Liblingschinesen ist unser Hauptgerichte sogar 50 Cent billiger geworden.
Es stimmt, dass Sachen teurer geworden sind. Wenn ich an meine ersten Tankstopps denke, nach heute umgerechnet noch nicht einmal 20Cent der Liter Normalbenzin.Dass Euro Teuro ist, ist im Normalfall nur ein subjektives Gefühl.
Gruss
Rainer

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

28.10.2009 01:51
#8 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Wo wohnst Du? Da ziehe ich hin
Das es so regionale Unterschiede gibt kann ich mir bald nicht vorstellen.
Getankt wird immer in Luxemburg, wenn es sich ergibt. (da macht es noch ansatzweise Spaß

Gruß Alex

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Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2009 00:14
#9 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Hallo,
was Einkaufen angeht, so muss man sich das einkaufen was die günstigte Preis/Leistungsrelation hat. In ARD oder ZDF war die tage ein bericht zur Qualität von Billigmarken von grossen handelsketten. Ich glaube es waren die Verbraucherschützer, die sich die Mühe gemacht haben bei diversen Billigprodukten herauszufinden wer wirklich der Hersteller war. Das waren renommierte Firmen, nur der Preis war verschieden.
Und bei einer Molkereibesichtigung in den Ardennen wurde beim Butterabpacken das Verpackungsmaterial geändert und plötzlich war diese anders abgepackte Butter so etliche Prozent teurer. Das erste was zu sehen war, war eine Billigmarke. Falls ich Butter kaufe, kaufe ich immer die billigste, denn es darf sich nur Butter nennen was bestimmte Merkmale erfüllt.
In Luxemburg tanken ist auch nicht mehr so günstig, vor 20 Jahren war das im Vergleich zu Deutschland sehr günstig, aber das war immer noch teurer, als ich für den Sprit in Deutschland bezahlen musste.
Wenn ich Besuch aus Deutschland bekomme, dann fallen einigen Besuchern fast die Augen aus dem Kopf, wenn sie die Dieselpreise hier sehen, leider werden die nächstes Jahr so 6 bis 8 Cent hochgehen.
Gruss
Rainer

Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

03.11.2009 01:03
#10 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Hallo,
und was den 03.10.1990 angeht, so bekam ein HF der BW einen gewaltig eingegongt. Der hatte nämlich, bevor das Tag der deutschen Einheit etc. wurde für diesen Tag ein Trainingsschiessen angemeldet und auch genehmigt bekommen. Später, nach dem 3.10. gab es dann Beschwerden, warum die BW an diesem Samstag Trainigsschiessen machte.
Sehr gelacht, als ich das hörte.
Gruss
Rainer

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

24.02.2010 22:01
#11 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Auch sehr interessant zu dem Thema:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/...ohlen.html?sstr

Gruß Alex

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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

03.10.2010 18:19
#12 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Aus aktuellem Anlaß/zum 20. Jahrestag schiebe ich das Thema mal nach oben

Gruß Alex

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Panzermann Offline




Beiträge: 128

04.10.2010 18:27
#13 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Tja, es hat sich auch nach einem Jahr nix geändert; siehe mein Post vom letzten Jahr. Was mich aber langsam immer mehr anpi..., ist die Tatsache, daß Städte, die völlig überschuldet sind, auch noch Kredite aufnehmen müssen um in den "Solidarpakt" einzuzahlen! Wo sind wir denn hier? Das kann echt nicht angehen!

[ Editiert von Panzermann am 04.10.10 18:28 ]

Nicht Kleckern, Klotzen!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

04.10.2010 18:55
#14 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Das stimmt allerdings, aber bei den Kommunen hängt ohnehin alles schief (was auch schon vor Jahren abzusehen war)Es wird vom Bund abgwälzt um Zahlen schönzufärben und die Städte und Gemeinden können zusehen wie sie zurechtkommen...

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

28.05.2012 15:55
#15 RE: Der 3.Oktober - Eine Bilanz antworten

Die Abwanderung der Bevölkerung aus dem ehemaligen Staatsgebiet der DDR hat sich seit 1990 ansteigend fortgesetzt. Für die dortigen Kommunen eine tödliche Steuerentwicklung bis zur rettungslosen Überschuldung und praktischen Unregierbarkeit (in herkömmlichen Strukturen). Die Deindustriealisierung Mitteldeutschlands und der Brutto-Einkommensunterschied von 20 bis 25 Prozent zwischen "Ost und West", läßt die "Abstimmung mit den Füßen" weiterleben.
Vor der West-Öffnung der DDR-Grenze 1989 hatten 16,7 Millionen Deutsche ihren Wohnsitz in den 14 Bezirken und in Ost-Berlin. Im November 2011 wohnten nur noch 12,7 Millionen Deutsche in den fünf neuen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch nach 1989/90 ist der wirtschaftliche Erfolg der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich (!) dieser "Bluttransfusion" zu verdanken.

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