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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 97 mal aufgerufen
 2. Weltkrieg
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

05.12.2008 00:50
RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

Es werden von Historikern und in Reportagen immer sehr viele Ereignisse als Wendepunkt im 2. Weltkrieg bezeichnet.
Was meint ihr? Welches war der entscheidende Wendepunkt im 2. Weltkrieg, der den Kriegsverlauf zugunsten der Alliierten entschied? Und vor allem warum?

Gruß Alex

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_robert_ Offline




Beiträge: 92

05.12.2008 15:01
#2 RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

Ich würde nicht von einem Wendepunkt sondern einer Periode sprechen wollen .
Eingeleitet von der endgültigen Kapitulation Stalingrad,s im Februar 1943 , über die im Frühjahr heíß umkämpfte Region bei Charkov bis letztlich im Sommer zum scheitern der Operation Zitadelle ( einschl. der Schlacht bei Kursk ) .
-
Von da an konnte die Wehrmacht an der Ostfront die strategische Initiative nicht wider in die Hand bekommen.
Die ( insbesondere Panzer und Menschen ) Verluste nicht mehr aus Reserven auffüllen , sondern nur noch druch Schwächung anderer Schauplätze unkomplet ersetzen .

Mit der Landung der allierten im Mittelmeer und Zurückschlagung der Afrika Korps + Italiener in Nordafrika begann sich in Sommer / Herbst 1943 die Waage endgültig gegen Deutschland zu wenden .

Die Alliierten und jegliche atideutschen Kräfte bekamen Zulauf und eine immer stärker werdende Kraft .

Die Angst respektive Hoffnungslosigkeit der Gegner war gebannt .

Ab Stalingrad begann es immer weiter und immer schneller und an immer neuen Stellen Rückwärts zu gehen mit den Deutschen Truppen .

Gruß ! Robert

Laßt bloß den Krieg in Frieden !

Panzermann Offline




Beiträge: 128

05.12.2008 18:01
#3 RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

Also ich persönlich würde das an Stalingrad, El Alamein und dann im Frühjahr 1943 an der erstarkten U-Bootabwehr im Atlantik festmachen wollen...

Nach diesen Ereignissen ging es eigentlich nur noch abwärts!

Nicht Kleckern, Klotzen!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

05.12.2008 22:28
#4 RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

Also ich würde als psychologischen Wendepunkt auf jeden Fall Stalingrad anführen. Strategische Fehler bzw. Wendepunkte gab es aber weit früher. So war der erste Große Dünkirchen, wo es unterlassen wurde die Engländer entscheidend zu schlagen (warum auch immer)
Kurz darauf die verlorene Luftschlacht um England.
Britanien diente als Basis für alle Oparationen im Westen und ohne die Insel hätten die US-Truppen nie (oder nur schwer) in Afrika oder in Europa landen können. Dadurch hatte man zu keinem Zeitpunkt den Rücken frei um im Osten mit voller Kraft kämpfen zu können. (Zweifrontenkrieg) Viele betrachten den Angriff auf die Sowjetunion als großen Fehler, ich vertrete hier eher die Präventivtheorie. Früher oder später wäre es ohnehin zu einer Auseinandersetzung zwischen den Blöcken gekommen, was sich im Kalten Krieg fortsetzte.
Neben der kontinentalen Problematik, sehe ich wie Panzermann auch die verlorene Atlantikschlacht als schleichende Wende an. Wobei das abermals auf England als Basis abzielt und auch auf die Hilfslieferungen der USA an die Sowjetunion.
Im Zuge der Antlantikschlacht war man meines Erachtens auch viel zu zögerlich den USA gegenüber. Selbst als es mehr als offensichtlich war, dass die USA England und die Sowjetunion massivst unterstützen wurde es durch Hitler unterbunden US-Schiffe zu torpedieren.


Gruß Alex

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Raginher Offline



Beiträge: 145

23.10.2011 23:55
#5 RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

für mich ist Barbarossa mit der Schlacht um Smolensk den Bach heruntergegangen. Die Front stand wochenlang still, die Panzerdivisionen wurden nach Süden abgedreht um bei der grössten Kesselschlacht im Osten mitzuwirken. Dadurch wurden x Wochen gutes Wetter verplembert und der Verteidigung Moskaus wertvolle Zeit geschenkt. Bei Avalon Hill gab es vor vielen Jahren Tischspiele dazu.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

24.10.2011 15:45
#6 RE: Der Wendepunkt im 2. Weltkrieg antworten

Der Ostfeldzug ist sachlich betrachtet, schon vor seinem Beginn verloren worden, und zwar durch die leichtfertige Entscheidung, nach dem Sieg über Frankreich die Rüstungsproduktion zu Gunsten der Marine umzusteuern. Dies brachte der Marine wegen der langen Bauzeiten - erst ab 1944 wurden hier durch Modulbauweise Änderungen vorgenommen - keinen Vorteil, aber dem Heer fehlten schwere Waffen und vor allem Munition. Während die leichten Panzer II und 38t weiter gebaut wurden, war der Ausstoß an Panzern III und IV sowie Sturmgeschützen viel zu gering. Die Munitionsfertigung viel sogar auf einen Tiefstand, dass man heute den Kopf schüttelt. Die niedrige Produktion zwang dazu, die Panzerstärke zu halbieren. Aus 10 waren zwar 19 Panzerdivisionen geworden, diese hatten aber nur noch ein Panzerregiment mit 2 Abteilungen, statt vorher 2. Auf der anderen Seite wurden auch keine Lagerbestände aufgebaut, die später Verluste hätten ausgleichen können, sodass die Divisionen immer mehr an Kampfkraft einbüßten. Bezeichnend sind die Stärkemeldungen von Guderians PzGr 2 vor dem Angriff auf Tula. Katastrophal aber war das Versagen der Transportfachleute der Wehrmacht, die allen Ernstes davon ausgegangen sind, durch schnellen Vormarsch würden große Mengen rollenden Materials der russischen Eisenbahn erbeutet werden und dann für deutsche Transporte dienen.
Die Transportkrise hat ja letztlich den Vormarsch zum Stehen gebracht. Darüberhinaus war es allerdings verantwortungslos, angesichts der Personal- und Materiallage die Operation Taifun mit Ziel Moskau zu beginnen. Dies umso mehr, als auch hier die Heeresbürokratie völlig versagt hatte und keine Winterausrüstung bereit gestellt hatte. Seltsamerweise waren Luftwaffe und Waffen-SS besser auf den Winter vorbereitet.
Ein entscheidender Fehler aber - hier wiederholte sich Dünkirchen - war Hitlers Befehl, die Einnahme Leningrads zu unterlassen und die Metropole zu belagern. Bereits im Juli war Manstein mit seinem mot.AK im Rahmen der PzGr 4 soweit vorgestoßen, dass er kaum noch starke Kräfte vor sich hatte und der Griff nach Leningrad nur noch eine Frage von vielleicht 2 Wochen gewesen wäre. Er wurde angehalten, weil das Panzerkorps der PzGr nicht nachkam. Die Sowjets nutzen die Zeit und warfen alles was sie auftreiben konnten, in die Flanke der Heersgruppe Nord. Gleichzeitig bauten sie die starke Lugastellung aus, die Manstein schon flankiert hatte und die Wochen später viel Kraft erforderte. Mit etwas mehr Vertrauen in Kommandeure wie Manstein hätte Leningrad Anfang August 1941 in deutscher Hand sein können. Dies wäre nicht nur ein durchschlagendes Fanal für die Moral des Feindes gewesen, sondern hätte die 18. Armee freigemacht und vor allem die Nachschublage deutlich entspannt.

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