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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 198 mal aufgerufen
 Feier- und Gedenktage
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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

17.06.2016 12:49
#16 RE: Gedanken zum 17. Juni antworten

Heute ist Jahrestag, leider wieder ohne weiteren Hintergrund wird daran erinnert:

Im Juni 1953 kam es in der DDR zu einer Welle von Protesten. Am 16. Juni formierten sich in Berlin Bauarbeiter in der Stalinallee und vor dem Krankenhaus Friedrichshain zu einem Protestzug, dem sich immer mehr Menschen anschlossen. Dass die Arbeitsnorm um zehn Prozent erhöht wurde, hatte das Fass zum Überlaufen gebracht.

http://www.tagesschau.de/multimedia/bild...nd-ddr-100.html

Wo ist der Hinweis auf die Reparationsleistungen welche allein die DDR zu leisten hatte?
Wo ist der Hinweis eines fehlenden Marshallplanes für die DDR?
Wo ist der Hinweis des massenhaften Abwerbens von Fachkräften aus der DDR?
Wo ist der Hinweis, daß in Ostdeutschland kaum Schwerindustrie zu finden war?

Das nur als wenige Punkte die zum 17. Juni führten und das dies kein "sozilalistisches" Problem war.

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

18.06.2016 14:11
#17 RE: Gedanken zum 17. Juni antworten

Die berechtigten Zweifel an einem "Volksaufstand 1953" und sogar an einer "Friedlichen Revolution von 1989" werden immer lauter, je mehr DOKUMENTE zu den internen (!) Vorgängen beider "Einschnitte" der DDR-Geschichte ans Licht der Öffentlichkeit kommen.

Obwohl 1953 noch KRIEGSRECHT in allen (!) Besatzungszonen Deutschlands herrschte, zögerte die Sowjetunion militärisch einzugreifen. Die politischen Machtverhältnisse in Moskau - nach dem plötzlichen Tod STALINS - waren noch nicht geklärt worden. Auch nicht der Umstand, wie es weitergehen sollte mit dem Besatzungsgebiet DDR und dem Staat DDR überhaupt.

Erst als am 17.Juni 1953 aus den Streikaktionen (seit dem 13.Juni 1953) gegen den Sozialabbau eine politischer (!) Umsturzversuch sich zu entwickeln drohte, ist ab 13.00 Uhr von der sowjetischen Besatzungsmacht der AUSNAHMEZUSTAND erklärt worden.

Weniger als ein Bataillon (Abteilung) Kampfpanzer T-34/76 und T-34/85 wurden in der ganzen DDR gegen Demonstranten eingesetzt. Etwa 90 Prozent der verschossenen scharfen Munition aus automatischen Handfeuerwaffen (der Sowjetarmee und der DDR-Polizei) waren WARNSCHÜSSE gewesen zur Auflösung von Menschenansammlungen und Beendung von Bedrohungslagen gegenüber den Sicherheitskräften.

Die KONSEQUENZEN der Parteiführung der KPdSU in Moskau - nach dem AUSNAHMEZUSTAND - waren dann auch eindeutig formuliert:

Ab 01.Januar 1954 werden alle REPARATIONEN an die UdSSR und an POLEN (!) gestrichen (2,537 Milliarden US-Dollar nach dem Wechselkurswert von 1938), alle 33 SMAD-Großbetriebe werden in das Eigentum der DDR (rück-)überführt (2,7 Milliarden US-Dollar nach dem Wechsekurswert von 1938), Streichung aller noch vorhandenen Restschulden aus bisherigen UdSSR-Lieferungen an die DDR in Höhe von 430 Millionen DDR-Mark. Die zukünftigen Besatzungskosten (Unterhalt der Sowjetarmee) dürfen 2,2 Milliarden DDR-Mark im laufenden Jahr nicht übersteigen (für 1954: 1,6 MilliardenDDR-Mark).

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