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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 226 mal aufgerufen
 2. Weltkrieg
Seiten 1 | 2
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.06.2014 00:03
#16 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Heute vor 70 Jahren begann die Landung in der Normandie. Der Teil des Krieges, welcher den Untergang des 3. Reiches beschleunigte und einer der vielen Wendepunkte im 2. Weltkrieg war. Spätestens in der Normandie wurde klar, ohne Lufthoheit ist kein moderner Krieg zu gewinnen.
Mein Großvater sagt heute noch, "Wenn die Jabos nicht gewesen wären, wir hätten sie zurückgeschmissen." gekämpft in der
Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung 130. Die Abteilung lag in schwersten Abwehrkämpfen in der Normandie.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

06.06.2014 08:49
#17 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Leider wird auch nach 70 Jahren weiter gelogen, vertuscht und verzerrt die Wirklichkeit über den D-DAY und die Landungsoperation NEPTUNE (als Auftakt für OVERLORD) wiedergegeben. Napoleon I. sagte einmal im Kreis seiner Kriegstagebuch-Schreiber: "Solange einer unserer Veteranen noch lebt, darf nicht an der Glorie ihrer Siege gerüttelt werden!" Den heute über neunzigjährigen Überlebenden aller beteiligten Seiten sei dieser Bonus ebenfalls zugestanden.
Ich selber verfüge über ein persönliches Kriegstagebuch eines Oberjägers im deutschen II. Fallschirmjäger-Korps (Heeresgruppe B), das über die Kämpfe von der Normandie bis vor Paris berichtet. Hochinteressant, da dieser Oberjäger als Abiturient auch die englische Sprache gut beherrschte und sich mit den alliierten Kriegsgefangenen über die Kämpfe vor Ort unterhalten konnte.

Die erdrückende Luftüberlegenheit der Alliierten hat er auch bestätigt: "Am Tage lagen wir in Deckung, in der Nacht wurde marschiert!"
Nicht vergessen werden sollte die OPERATION BAGRADION der Roten Armee ab 22.Juni 1944 gegen die deutsche Heeresgruppe Mitte an der Ostfront. Erst diese strategische Entlastung stabilisierte den Landungserfolg der Alliierten in der Normandie!

Undurchsichtig bleibt bis heute das Verhalten deutscher Generalstabsoffiziere in diesem Zeitraum des Zweiten Weltkrieges.
Das Attentat auf HITLER (und eigentlich auch auf MUSSOLINI, der HITLER an diesem 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze besuchte)
kann nur im Zusammenhang mit diesem militärischen Zangenangriff auf das Dritte Reich gesehen werden.
Der unaufhaltsam erscheinende Vormarsch der Roten Armee auf Deutschland und Westeuropa sollte durch ein "Bündnis abendländischer Selbsterhaltung" gestoppt werden: Theoretisch an der Weichsel - real aber erst an der Elbe.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

14.06.2014 10:39
#18 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Vor 70 Jahren, am 13.Juni 1944 um 03.30 Uhr, startete von Frankreich aus die erste V-1 (offizielle Bezeichnung Fi 103i "Kirschkern") gegen London. Der Dauerbeschuß Londons - von 55 Abschußrampen aus - endete am 19.November 1944 mit der Räumung der deutschen Befehlsstelle in Roubaix vor den Alliierten. In diesem Zeitraum waren 10.000 erfolgreiche Starts gemeldet worden.

Träger des Unternehmens "Rumpelkammer" war das Flak-Regiment des Obersten MAX WACHTEL (Flak-Reg. 155 W), der selber den Zweiten Weltkrieg überlebte und in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland seine Erlebnisse veröffentlichte.

Seit Oktober 1943 wurden diese "Vergeltungsangriffe" (auf die alliierten Flächenangriffe gegen das Reichsgebiet) aktiv vorbereitet. Es gelang dabei auch die alliierten Nachrichtendienste und deren deutsche V-Leute weitgehend zu täuschen. Das "unbemannte Flugzeug" wurde als "Flugabwehr-Zielkörper" für die deutsche Flak getarnt und auch so getestet.
In einem Verwirr- und Versteckspiel trat der eingewiesene Personenkreis bis zum "Tag X" abwechselnd in Zivil-, RAD-Kleidung oder in verschiedenen Wehrmachtsuniformen auf.
Auch nach Beginn des Dauerbeschusses gelang es keiner eingesetzten alliierten Kommandoeinheit die Besatzung auch nur einer Abschußrampe ("Kirschkern-Schleuder" genannt) auszuschalten oder gefangen zu nehmen!

Verhängnisvoll erwieß sich die persönliche Entscheidung ADOLF HITLERS, die zahlreich (!) vorhandene V-1- Waffe nicht gegen die großen Schlachtschiffe der alliierten Küstenbeschießungs-Verbände einzusetzen. Eine Tonne Sprengstoff im Gefechtskopf wäre auch für ein Schlachtschiff nicht einfach "wegzustecken" gewesen! Zumal HITLER selber in einer Lagebesprechung vor der Invasion gesagt hatte: "Einen Verlust von fünf bis sechs Schlachtschiffen könnten die Alliierten (vor ihrer Bevölkerung) nicht verwinden."
Wie recht er mit dieser Prognose hatte, beweist ein Geheimbefehl des US-Generals EISENHOWER an die Invasions-Truppen, nichts über die deutschen "Monsterbomben" in Briefen an Angehörige zu Hause mitzuteilen.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

28.06.2014 12:11
#19 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Am 28.Juni 1944 fiel die französische Stadt CHERBOURG endgültig in die Hand des VII.US-Korps (3 Divisionen) unter General COLLINS.
Der Oberste Befehlshaber der Invasionsstreitkräfte, US-General EISENHOWER, schrieb (nach dem Krieg) in seinem Buch KREUZZUG IN EUROPA über diesen Zeitabschnitt: "Wenn wir Cherbourg nicht rasch erobern und der Feind uns vorher zu stoppen vermag, dann könnte es sein, daß unsere Invasionsoperation zusammenbricht."

Seit dem 24.Juni hatten die US-Amerikaner versucht, unter Ausnutzung ihrer Luftherrschaft und dem Dauerbeschuß von See her, diese wichtige Hafenstadt auf der Halbinsel Cotentin zu erobern.
Die Einheiten der Wehrmacht standen unter dem Befehl von Generalleutnant VON SCHLIEBEN und Konteradmiral HENNECKE. Den Kern der deutschen Verteidigung bildeten die drei Bastionen im Osten der Stadt, mit der schweren Batterie "Hamburg" und den leichten Batterien "Seeadler" und "Osteck". Ansonsten standen nur noch Bataillone in Kompaniestärke zur Verfügung, die kaum über Panzerabwehrmittel verfügten.

Am 20.Juni war es den deutschen und französischen Behörden noch gelungen, ca. 18.000 Zivilisten aus der Stadt zu evakuieren. Gerade noch rechtzeitig vor dem Großangriff der alliierten Luftwaffe vom 22.Juni auf CHERBOURG. Hierbei wurde aber auch die eigene 4.US-Infanterie-Division schwer getroffen!
Danach eröffnete von See her ein alliiierter Schiffsverband (3 Schlachtschiffe, 3 Kreuzer und 11 Zerstörer) unter US-Konteradmiral DEYO einen 90-Minuten-Dauerbeschuß auf die Festungswerke der Stadt. Von dort wurde das Feuer her heftig erwidert.
DEYO schrieb später darüber: "Die deutschen Verteidigungs-Batterien, die von entschlossenen Männern besetzt waren, wirkten schrecklich."

Die Lage in CHERBOURG hatte sich trotz aller heroischer Gegenwehr stark verschlechtert. Über 2.000 Verwundete mußten bereits versorgt werden. Der erwartete Nachschub blieb aus. Generalleutnant VON SCHLIEBEN zeigte Verantwortung für seine Männer(letzter Funkspruch an die 7.Armee: "Letzter Kampf entbrannt. General kämpft bei der Truppe!") und leitete am 26.Juni 1944 die Kapitulation für seinen unmittelbaren Verantwortungsbereich (ca. 800 Mann) ein.

Das West-Fort unter Kapitän zur See WITT und das Ost-Fort unter Major KÜPPERS führten in eigener Verantwortung den Kampf weiter.
Die 4.US-Infanterie-Division unter Generalmajor BARTON erhielt Befehl, diese beiden Bollwerke zu beseitigen.
BARTON bot, aus Respekt vor dem tapferen Gegner, die Kapitulation an.
Am 28.Juni, 13.30 Uhr, stimmte Major KÜPPERS, im Namen beider Forts, zu. Die Hafenanlagen von CHERBOURG, die von den Alliierten so gerne genutzt worden wären, waren durch Sprengungen unbrauchbar geworden. Der Minimalauftrag war damit für die Verteidiger erfüllt worden.

Warum CHERBOURG keine Hilfe bekam, bleibt nach wie vor spekulativ! In Nordfrankreich, Belgien und Holland standen zu dieser Zeit zwei deutschen Armeen mit 24 Divisionen, 5 Luftwaffen-Feld-Divisionen und einer Panzergruppe mit 6 Panzerdivisionen in Alarmbereitschaft:
"Fremde Heere West" hatte weitere alliierte Anlandungen an der Nordost- und Südküste Frankreichs angekündigt ...

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

20.07.2014 08:46
#20 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Vor 70 Jahren mißlang im Führer-Hauptquartier WOLFSSCHANZE in Ostpreußen ein Attentat auf HITLER und Teile seiner Führungsstabes.
Der Stabschef des Ersatzheeres, Oberst i.G. GRAF STAUFFENBERG, ließ in Unkenntnis dieser Lage, den Not-Plan WALKÜRE (bei bewaffnetem Aufstand im Reichsgebiet) für den Bereich der Wehrmacht auslösen. In PARIS und WIEN gelang es, die Gliederungen der NSDAP mit Hilfe des Heeres unter Kontrolle zu stellen.
In diesen Bereichen waren auch die Stoßrichtungen der alliierten Offensiven zu erwarten. Im Westen war es den Briten und US-Amerikanern immer noch nicht gelungen, die deutsche Normandie-Front zu durchbrechen. Im Osten konnte die Rote Armee den deutschen Mittelabschnitt durchbrechen unter dem Preis hoher Verluste an Menschen und Material.
Ein gelungenes Attentat auf HITLER hätte bei dieser schwierige Frontlage für alle Beteiligten, Fehlentscheidungen durch entstehendes Kompetenzgerangel im OKW bewirken können.

CHURCHILL soll später kommentiert haben: "Der deutsche Offizier mag alles können - nur nicht putschen!" (Bezug auf den fehlgeschlagenen KAPP-LÜTWITZ-PUTSCH von 1920 gegen die noch junge Weimarer Republik).

Dieser zynische Kommentar kennzeichnet die damalige Zerstrittenheit im deutschen Offizierskorps. Eine Zumutung von Seiten seiner "Kameraden" war bereits, dem schwerbeschädigten STAUFFENBERG (Goldenes Verwundeten-Abzeichen) die Durchführung des Anschlages und (!) die Leitung des Staatsstreiches zu übertragen.
Ein "Selbstmord-Attentäter" STAUFFENBERG hätte den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte durchaus beeinflussen können!
Idealismus und Mut dazu hatte dieser deutsche Oberst. Immerhin war er Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Anwärter auf die Verleihung des Ritterkreuzes.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

01.09.2014 16:35
#21 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Heute vor 75 Jahren begann der 2. Weltkrieg. Eine Mahnung für die aktuellen Ereignise, egal ob Waffenlieferungen gegen die IS-Truppen oder Ukraine.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

02.09.2014 09:56
#22 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Leider gibt es auch hier keinen Fortschritt in der "veröffentlichten" Geschichtsforschung! Die latenten politischen Spannungen, zwischen dem neuerstandenen Polen nach dem Ersten Weltkrieg und dem territorial verkleinerten Deutschland, werden einfach ignoriert. Wer spricht vom erfolgten "Verrat an Polen" durch dessen damalige Bündnispartner Frankreich und Großbritanien im September 1939? Nicht einer der (lebenden) deutschen Professoren - und das 75 Jahre danach!

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

07.08.2015 10:28
#23 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Der 70. Jahrestag der Atombomben-Abwürfe auf HIROSHIMA und NAGASAKI wird in den deutschen Medien sehr vorsichtig behandelt.
Der "Big Brother" USA sagt zu diesem Jahrestag - gar nichts! Für ihn waren und sind diese Abwürfe eine "zwingend militärische Notwendigkeit" gewesen und damit kein (!) Kriegsverbrechen. Zumal damals dem "Bolschewismus von Onkel Joe (Stalin)" die Grenzen seiner Machbarkeit gezeigt werde sollte. Dafür sind eine Million Zivilisten als "Preis" nicht zu hoch !

Wie über DRESDEN geschehen, werden auch hier die Opferzahlen bewußt minimiert! Geheimgehalten wird auch die Anzahl der dabei ums Leben gekommenen US-amerikanischen Kriegsgefangenen. Für die Anzahl der ebenfalls getöteten koreanischen Zwangsarbeiter interessiert sich ohnehin "kein Schwein" auf dieser Welt.

Die Atombomben-Abwürfe waren genau wie die Brandwaffen-Angriffe auf die Holzbauten in den Städten Japans, Bestandteil des weltweiten anglo-amerikanischen "Moral-Bombings" gegen die Zivilbevölkerung der Feindstaaten - und erfüllen somit die Definition des Völkermordes!

So kamen in HIROSHIMA und NAGASAKI weniger als 300 (!) japanische Soldaten zu Tode. Der "Rest" bestand (demnach) ausschließlich aus einheimischen Zivilisten und ausländischen Gefangenen.

Die Männer der Einsatzleitung und die Bomberbesatzungen werden bis heute in den USA als "Helden" verehrt. Kein "Tribunal" der Welt würde es wagen, an diesem Mythos zu rütteln. Würde es dann doch selber zur Hölle fahren !

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

07.08.2015 19:25
#24 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Hiroschima, Nagasaki und Dresden wurden in der DDR als Kriegsverbrechen gewertet und es waren und sind auch solche.
Militärisch durch nichts zu rechtfertigen, waren es Feldversuche an der Zivilbevölkerung um Wirkungen zu testen. In Japan Atombomben, in Dresden Napalm. Binnen weinger Stunden bzw. Sekunden wurde ein Völkermord begangen für welchen man in Auschwitz Monate "benötigte". Man kann die Augen vor der Geschichte verschliessen, an den Tatsachen ändert das nichts. Der Sieger wird nie vor ein Gericht gestellt.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

08.08.2015 10:37
#25 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

DRESDEN ist nicht zufällig das Zentrum für "Wut-Bürger" in Deutschland geworden. Die seit der Wende betriebene Relativierung des alliierten Bomben-Terrors gerade in DRESDEN, hat die Einwohnerschaft über Jahre hinweg polarisiert.
Es hat sich auch das "Gerücht" erhalten über den geplanten Atombomben-Abwurf auf DRESDEN. Durch die Tallage der Stadt bedingt, wäre auch hier die Wirkung "optimal" gewesen. Der schnelle Vormarsch der Roten Armee verhinderte offenbar die Umsetzung dieses Vorhabens. Als "Ersatz" wurde dann das (konventionelle) DRESDENER VALENTINSTAG-MASSAKER von 1945 inszeniert.

Die heutigen Stadtoberen von DRESDEN unternehmen alles, um ein würdiges Andenken an die Opfer klein zu halten. Viele DRESDENER hätten sich die wiederaufgebaute Frauen-Kirche als (so ausgewiesenes) zentrales Denkmal für diese zivile Massenvernichtung aus der Luft gewünscht. Das wurde nicht zugelassen! Die sehr schlichte Gedenkstätte auf dem Heide-Friedhof in DRESDEN soll weiterhin als "Erinnerungskultur" genügen.
Die "blutigen Elbwiesen von 1945" werden dafür als Show-Areal genutzt, wie zur jährlichen "Kaiser-Mania" ...

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

19.08.2015 09:40
#26 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

USA hatten 1945 Pläne für 12 weitere Atombombenabwürfe auf Japan

Die atomare Zerstörung der Städte Hiroshima und Nagasaki reichte der US-Army offensichtlich nicht aus: Geheimdokumente aus US-Militärarchiven, die anlässlich des 70. Jahrestages der Atomangriffe offengelegt worden, zeigen nun, dass die USA 12 weitere japanische Städte mit Nuklearwaffen angreifen wollten.

Eine dritte Bombe, die auf dem Inselbogen Marianen zusammengebaut wurde, stand schon bereit für ihren Einsatz. Die Bombe sollte nach Hiroshima und Nagasaki in einer dritten Stadt einschlagen. Einem Bericht des „Daily Beast“ zufolge sollte die Megabombe – sie war größer als ihre zwei Vorgänger – am 19. August eingesetzt werden.

Doch der US-Generalstab hatte noch weitergehende Pläne: Auch für die Millionen Metropolen Yokohama, Kokura, Niigata und die Hauptstadt Tokio sollten 12 weitere Atombomben hergestellt werden. Ein solcher Akt wäre einer totalen Zerstörung Japans gleichgekommen.
Tokio war bereits zuvor durch konventionelle US-Bomber weitgehend zerstört worden. Die Auswirkung einer Atomexplosion sollte, dafür plädierte jedenfalls ein Spezialkomitee des US-Militärs, jedoch auch dort getestet werden. Die übrigen Städte, die in Betracht kamen – auf der US-Liste stand ursprünglich auch die südliche Stadt Kyoto –, waren hingegen kaum durch Luftangriffe beschädigt, was eine wissenschaftliche Erforschung für das Pentagon umso interessanter machte.

Die Produktion neuer Atombomben wurde allerdings durch die Kapitulation Japans am 15. August eingestellt. Die Eindrücke aus den Atomschlägen in Hiroshima und Nagasaki sorgten für eine rasche Erkenntnis auf Seiten der Japaner, dass die USA keine Skrupel haben würden, den Krieg weiter atomar eskalieren zu lassen.
Darüber hinaus geht aus den Dokumenten hervor, dass der damalige US-amerikanische Kriegsminister Henry Stimson die alte Tempelstadt Kyoto persönlich von der Liste nahm. Historiker vermuten, dass persönliche Gründe den Minister zu der Entscheidung veranlassten. Stimson hatte dort seine Flitterwochen verbracht.

Der zynische Umgang mit Massenvernichtungswaffen und die indifferente Haltung gegenüber dem Verlust von Menschenleben, die sich in den Atombombenabwürfen zeigte, sollten in Kreisen von US-Wissenschaftlern so großes Befremden auslösen, dass sich im Laufe der Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs einige davon dazu bereit erklärten, der Sowjetunion geheime Informationen zu übermitteln. Diese versetzten die Sowjets ihrerseits in die Lage, eigene Nuklearwaffen zu bauen und auf diese Weise ein „Gleichgewicht des Schreckens“ zu schaffen, das die Hemmschwelle für weitere Verwendungen von Atomwaffen entscheidend erhöhen sollte.

Quelle: RT

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

19.08.2015 14:56
#27 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Eine interessante These! Ich selber bleibe Anhänger der Vermutung, daß die beiden A-Bomben auf Japan aus deutscher (!) Produktion stammten. Beide Kernwaffen waren einsatzbereite Prototypen für eine Uran- und eine Plutonium-Bombe.

HITLER hatte nicht umsonst in Berlin ausgeharrt, um die Wirkung dieser "Wunderwaffen" in der Neuen Reichskanzlei (dem Führersitz) gemeldet zu bekommen - und nicht in irgendeinem "operativen Feldversteck."
SS-General KAMMLER soll (intern) den Einsatz der beiden Prototypen zum "Führer-Geburtstag" (20.April 1945) gemeldet haben.

Die US-Amerikaner waren nicht zufällig (entgegen der Absprachen von Jalta) vorher in das Thüringer Jonas-Tal vorgestoßen, um das Kernwaffen-Testgelände der Deutschen zu besetzen. Hier sollen sie dann die beiden Prototypen (für Japan) erbeutet haben! Die Verwendung innerhalb Deutschlands war durch die Nähe der beiden alliierten Fronten nicht mehr möglich geworden.

Es steht ohne Zweifel fest, daß Deutschland 1945 einen technologischen Vorsprung (!) von ca. 10 Jahren (!) vor seinen Kriegsgegnern erreicht hatte. Nach "Aufteilung" der gigantischen "Kriegsbeute" von 1945/46 (Fachpersonal und Baupläne/Prototypen), waren die ehemaligen deutschen Kriegsgegner erst in der Lage, ihren wissenschaftlichen Rückstand langsam aufzuholen.

Diese Tatsache aus Erkenntnissen der 1990er Jahre, wird gegenwärtig wieder verstärkt von den "Siegern" von 1945 geleugnet! Die wirtschaftlich mächtige Stellung Deutschlands (das "Deutsche Europa" zum dritten Male!) zwingt (erneut) zum Zusammenschluß der sich dadurch (traditionell) "bedrängt" Fühlenden.
Sie müssen (!) nun eigene Legenden in Umlauf bringen ...

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