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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 226 mal aufgerufen
 2. Weltkrieg
Seiten 1 | 2
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

01.09.2009 20:31
RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

...begann der 2. Weltkieg.
Seit dem Ende dieses Krieges wird Deutschland als Hauptinitiator und Hauptursache dargestellt.
Das bei solchen Sachen immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen und einer allein nie Schuld hat, dass wird gerne verschwiegen, vor allem dann wenn Opfer und Sieger vorher ebenfalls Täter waren...

1921: Putins Finger auf Polens wunder Stelle

Putin erinnert die Polen aber auch daran, dass zur Versöhnung zwei Seiten gehören und dass - wie die Opfer von Katyn - auch die toten russischen Kriegsgefangenen in Polen von 1920 nicht in Vergessenheit geraten dürfen - ein Kapitel, das für Polen mindestens so unangenehm ist, wie die Morde von Katyn für Russland.

1921 waren 85.000 bis 200.000 Rotarmisten nach der gescheiterten Offensive Budjonnys bei Warschau in Gefangenschaft geraten. 20.000 (polnische Angaben) bis 80.000 von ihnen verhungerten, erfroren und verreckten erbärmlich in den polnischen Gefangenenlagern.

Polen stand zu der Zeit unter der Präsidentschaft des Marschalls Pilsudski, der nach dem Ende des Ersten Weltkrieges mit einem polnischen Blitzkrieg versucht hatte, Litauen, Weißrussland und die Ukraine zu erobern, um Groß-Polen in seinen historischen Grenzen wiederherzustellen.

Ein vergessener polnisch-sowjetischer Krieg

Im Laufe des polnischen Vorstoßes und der sowjetischen Gegenoffensive (zum Export der sozialistischen Revolution nach Europa) starben über 400.000 Rotarmisten und über 200.000 polnische Soldaten. Hinzu kommen Hundertausende von Opfern in der Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten.

Auch das sind schwere Altlasten der europäischen Geschichte, die noch weitgehend im Dunkeln liegen. Die notwendige öffentliche Aufarbeitung dürfte für alle schmerzhaft sein - auch für Polen und Russland.

Wichtiger als die Geschichts-interpretation aber scheint die stille Gewalt der Ökonomie:


Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Premier Donald Tusk wollte Putin sich auch noch mit den Regierungschefs der Ukraine, Tschechiens, der Slowakei, Kroatiens, Bulgariens und der Niederlande treffen. Alle Staaten sind an Gaspipeline-Projekten beteiligt.


Gruß Alex

Quelle: aktuell.ru

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

13.01.2013 13:46
#2 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Heute vor 70 Jahren waren die deutsche 6.Armee und ihre Verbündeten im KESSEL VON STALINGRAD eingeschlossen (seit dem 19. November 1942) und mußten sich dem letzten Großangriff der Roten Armee (seit dem 10. Januar 1943) auf die Eingeschlossenen erwehren. Obwohl die Einzelheiten dieses "Verdun des Zweiten Weltkrieges" weitgehend bekannt sind, bemühen sich bei solchen "runden" Gedenktagen sogenannte "Fachjournalisten" und "Nachwuchs-Historiker" eifrig, das "Versagen und die Selbstschuld" der Deutschen immer neu zu beweisen. Eines dieser "Beweise" wird neuerdings verstärkt in der "Unfähigkeit" des Generals der Panzertruppe PAULUS gesehen, als Kommandeur zu handeln. Er sei doch nur ein "Schreibtisch-General" gewesen, ein Mensch, der durch "gute Manieren und Gehorsam" seinen militärischen Aufstieg begünstigen konnte. Es ist zwar richtig, PAULUS war nur zweimal Kommandeur, ab 01.November 1934 Kommandeur und Oberstleutnant der KRAFTFAHR-ABTEILUNG in Wünsdorf bei Berlin und ab 01.Januar 1942 Oberbefehlshaber und General der Panzertruppe der 6.ARMEE bei der Heeresgruppe B (daraus später Heeresgruppe Don). In beiden Kommandeurs-Dienststellungen hat PAULUS jedoch hervorragende Leistungen erbracht. PAULUS gehört zu den Gründern der legenderen deutschen Panzerwaffe und hatte als Oberbefehlshaber der 6.Armee das RITTERKREUZ(am 26.August 1942) für den Sieg von CHARKOW erhalten und das EICHENLAUB ZUM RITTERKREUZ (am 15.Januar 1943) für den Sieg bei KALATSCH am Don und die(neunzigprozentige)Eroberung von STALINGRAD. Trotz seines weiteren tragischen Schicksals als Mensch und militärischer Führer, bleibt FRIEDRICH PAULUS in der Bewertung seiner Lebensleistung einer der begabtesten Generalstabsoffiziere in der Deutschen Militärgeschichte.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

13.01.2013 19:36
#3 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Das Problem, mit dem Paulus wie praktisch alle kommandierenden Generäle nicht fertig wurde, war der unbedingte Ungehorsam gegenüber einem Oberbefehlshaber, der durch seine Eingriffe immer wieder schwerste Krisen heraufbeschwor. Anstatt den Mut aufzubringen, Hitler zu beseitigen, gehorchte man wider besseres Wissen, wobei man den Fahneneid vorschob. So wichtig und bedeutungsschwer dieser Eid ist, so kann er doch niemals einen Kadavergehorsam rechtfertigen, der zu ungeheuren Menschenverlusten führt und letztlich dadurch die Niederlage Deutschlands besiegelt hat. Selbst das operative Genie Manstein, der mehrfach die Ostfront vor dem Zusammenbruch rettete, konnte sich mit dem Gedanken des Ungehorsams gegen Hitler nicht anfreunden. Hierin liegt die eigentliche Tragik der Geschichte - hätten die Generäle ihre Verantwortung für das deutsche Volk und den Staat wahrgenommen und entsprechend gehandelt, wäre es nicht zu den Millionen Opfern und unermeßlichen Zesrtörungen ab Ende 1943 gekommen. Dem militärischen Können, das auf dem höchsten Niveau stand, entsprach leider nicht das Verantwortungsbewußtsein.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

14.01.2013 18:52
#4 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Die Frage "War Hitler ein Feldherr ?" wird immer noch kontrovers diskutiert. Auch NAPOLEON I. war ein "gelernter Leutnant" ohne weitere vermittelte Kriegstheorie. Auch der Begriff vom "Kadavergehorsam", d.h. die mögliche Gleichsetzung des Umganges eines lebendigen mit einem toten Menschen, ist doch mehr ein "Kampfbegriff" als gelebte Realität. Jeder Mensch hat einen naturgegebenen Überlebenswillen. Dieser kann durch Überzeugung (Glauben), einem anerzogenen Ehrbegriff ("Meine Ehre heißt Treue") oder durch Resignation für eine gewisse Zeit überdeckt werden. Bei FRIEDRICH PAULUS kam das Wissen um seine strategische Rolle im Bereich der ehemaligen Heeresgruppe Süd hinzu. Wenn STALINGRAD fällt, sitzt die Heeresgruppe A (Kaukasus) in der Falle. Wen STALINGRAD fällt, wird der Nachschub der Westalliierten für die Rote Armee über Persien (Südroute) unbehindert weiterlaufen. PAULUS wurde nicht zufällig von Hitler mit dem "Scharnier" STALINGRAD betraut. Hitler kannte PAULUS Denkweise in strategischen Zusammenhängen und wollte ihn auch deshalb später gegen das andere strategische, aber auch kontroverse Talent ALFRED JODEL austauschen. Hitler dachte 1943 wohl auch an die Zurechtweisung NAPOLEONS I. gegenüber MURAT aus dem Jahr 1813: "Ein gezogener Soldat darf in seiner Verzweiflung kapitulieren, ein Marschall des Empire niemals !"

[ Editiert von Kai Guleikoff am 14.01.13 18:54 ]

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

15.01.2013 13:55
#5 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Heute ist kaum noch bekannt, dass Stalingrad mehr oder weniger zufällig zum Schlachtort geworden ist. Die ursprüngliche Weisung für den Sommerfeldzug 1942 sah vor, dass Woronesch als wichtiges Rüstungs- und Verkehrszentrum genommen werden sollte und dann die sowjetischen Armeen im Dongebiet eingekesselt und vernichtet werden. Die 24. PD kämpfte sich zwar in die Außenbezirke der Stadt, blieb dann aber stecken und wurde abgezogen. Hitler hatte befohlen, kleine Kessel zu bilden, um das Problem mit Hunderttausenden von Gefangenen wie 1941 zu vermeiden. Da die Russen sich aber sehr schnell zurückzogen, waren die kleinen Kessel jedesmal bis auf ein paar Nachhuten leer. Die sowjetischen Frontkommandeure hatten gelernt und Stalin überzeugt, dass die Strategie des Haltens um jeden Preis das Ende der Roten Armee bedeuten würde.
Dass dann Stalingrad erobert werden sollte, war Wahnsinn angesichts der ausgedehnten Fläche. Die Zerstörung der Rüstungsfabriken durch Artillerie und Luftwaffe hätte ausgereicht. Das Steilufer der Wolga, in dem die Russen sich verschanzt hatten, war für die Deutschen weder einzusehen noch zu beschießen. Die Rücknahme der 6. Armee in den Donbogen wäre sinnvoll gewesen, um dann mit Woronesch den Eckpfeiler der russichen Südfront zu nehmen.
Wie idiotisch die Ausführung des gesamten Feldzuges war, ersieht man an der Tatsache, dass das italienische Alpinikorps in der Donsteppe eingesetzt wurde, wo es im Verlauf der russischen Winteroffensive fast völlig aufgerieben wurde, während an der Gebirgsfront im Süden die Gebirgstruppen zu schwach waren, um die vor ihnen liegende Küstenebene mit den wichtigen Häfen in Besitz zu nehmen. Überall fehlte nach Aussage der Kommandeure dort das letzte Bataillon, um den greifbar nahen Erfolg zu erreichen.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

18.01.2013 13:15
#6 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Das "Problem der Waffenbrüderschaft" war im Europäischen Kreuzzug gegen den Bolschewismus (Unternehmen BARBAROSSA) ebensowenig gelöst, wie zu meinen aktiven NVA-Zeiten oder heute in der NATO. Wer sich wem, wann und wo zu unterstellen hat, blieb und bleibt ein "Hahnenkampf der Rangordnungen". BENITO MUSSOLINI entsandte seine kampfkräftigsten Einheiten an die Ostfront, um die "Größe des neuen Rom" zu zeigen. Natürlich sollten die ALPINI und BERSAGLIERI ihre Fahnen auch in die Namensstadt Stalins tragen. Die Kämpfe um Stalingrad, Leningrad und Moskau waren von weltanschaulicher Bedeutung! Der zehnte Jahrestag der "Nationalsozialistischen Machtergreifung", also der Sieg über den Kommunismus in Deutschland, sollte am 30.Januar 1943 mit der Eroberung von Stalins Stadt besonderen Glanz bekommen. MUSSOLINI wollte einfach nicht, das "seine" faschistischen ALPINI in den namenlosen Schluchten des Kaukasus für die Deutschen die "Kastanien aus dem Feuer holen"! Er selber hatte doch im Ersten Weltkrieg die grün-schwarzen Hahnenfedern am Helm getragen. Ruhm war nur in Stalingrad zu holen.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

18.01.2013 13:35
#7 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

EIGENKORREKTUR zum Wehrdienst von MUSSOLINI! Er wollte zu den BERSAGLIERI (nur diese tragen die grün-schwarzen Hahnenfedern), wurde aber am 31.August 1915 zu den ALPINI einberufen und schied infolge einer Verwundung im August 1917 aus dem Wehrverhältnis aus.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

18.01.2013 16:25
#8 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Gebirgstruppen in den endlosen Steppen Rußlands einzusetzen zeugt von absoluter Ignoranz und Verantwortungslosigkeit, da diese den massierten Panzerangriffen der Sowjets praktisch hilflos ausgeliefert waren. Im Kaukasus hätten sich die Alpini bewähren und Ruhm ernten können, denn die Küstenebene mit ihren Hafenstädten war von strategischer Bedeutung, da der Nachschub für die Heeresgruppe A schnell und sicher über See statt mühsam und unzureichend auf dem endlosen Landweg gelaufen wäre.
Mussolini hatte auch eine sog. schnelle Gruppe nach Rußland geschickt, bestehend aus motorisierten und teilweise mechanisierten Einheiten. Warum diese nicht zur Unterstützung der 6. Armee eingesetzt wurde, ist ein Rätsel.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

29.01.2013 10:38
#9 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

In der heutigen Geschichtsschreibung der "Gut-Menschen" wird das Geheimtreffen zwischen ROOSEWELT und CHURCHILL, zwischen dem 14. und 21. Januar 1943 im marokkanischen Casablanca, kaum beachtet. Gerade diese KONFERENZ VON CASABLANCA leitete die POLITISCHE WENDE des Zweiten Weltkrieges ein!
Den wiederholten Hilfeersuchen STALINS folgend, landeten am 08. November 1942 mehr als 100.000 US-Amerikaner und Briten an der Nordwestküste Afrikas (OPERATION TORCH). Bereits am 10. November kapitulierten die französischen Kolonialtruppen des Generals JUIN mit ca. 60.000 Mann. Lediglich die französische Küstenartillerie und einige Schiffe der französischen Kriegsmarine hatten Widerstand geleistet. Der amerikanische Panzergeneral PATTON nahm am 10. November 1942 die Stadt Casablanca ein. Direkt an der Küste gelegen, unter dem sicheren Feuerschutz von 2 Schlachtschiffen und 5 Flugzeugträgern, ein idealer Konferenzort für die alliierten Schlachtenlenker. STALIN wollte (und konnte) der Einladung nicht folgen. Die militärische Lage im Süden der Sowjetuinon machte seine persönliche Anwesenheit unentbehrlich. Die OPERATION TORCH hatte bereits eine merkliche Entlastung der Roten Armee zwischen Stalingrad und Kaukasus bewirkt. HITLER verlegte die dort stationierten Verbände der Waffen-SS nach Frankreich und "dünnte" die Fliegerkräfte zur Versorgung der 6. Armee aus.
Die Konzentration der Alliierten im westlichen Mittelmeer ließ auch eine Landung in Südfrankreich befürchten. Das (vorbeugend ausgelöste) deutsche UNTERNEHMEN ANTON führte am 11. November 1942 zur widerstandslosen Besetzung des FRANZÖSISCHEN STAATES, heute als "Vichy-Regime" bezeichnet.
ROOSEWELT fand den Städtenamen Casablanca (weißes Haus) symbolträchtig für die nun anbrechende "amerikanische Zeit" in der Weltpolitik. Die führenden Militärs der US-Amerikaner, der Briten und des FREIEN FRANKREICH berieten über den Generalplan zur Zerschlagung der Streitkräfte der ACHSENMÄCHTE bis zu deren BEDINGSLOSEN KAPITULATION. Politisch wurden damit Teile der ATLANTIK-CHARTA vom 14. August 1941 außer Kraft gesetzt. Gegenüber Deutschland, Italien und Japan bestand kein Vericht mehr auf "Territoriale Expansion" durch die Alliierten (Punkte 1 und 2 der Atlantik-Charta). Eröffnet wurde auch die "Gemeinsame Luffront" gegen die Achsenmächte, mit dem Hinweis auf die "uneingeschränkte Bombardierung aller erreichbarer Ziele im durchgehenden Tag- und Nachteinsatz". Für das "Zielgebiet Deutschland" erfolgte die Arbeitsteilung in "Day-Bombing" für die US-Air-Force und "Night-Bombing" für die Royal-Air-Force.
In der "Umsetzung" ausgezeichnet formuliert und (für deutsche Verhältnisse) mutig beschrieben im Buch von JÖRG FRIEDRICH "DER BRAND - Deutschland im Bombenkrieg 1940 - 1945", List Verlag, 2004, ISBN 3-548-60432-3.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

30.01.2013 14:04
#10 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Falsch ist die Behauptung, Hitler habe die SS-Divisionen von der Ostfront abgezogen, weil die Amis in Nordafrika gelandet sind. Die Division "Wiking" stand vom 22.6.1941 bis zum 8.5.1945 nur an der Ostfront, gleiches gilt für die Polizeidivision. Im November 1942 lagen die Divisionen "Leibstandarte", "Das Reich" und "Totenkopf" zur Auffrischung und Neuausrüstung in Frankreich.
Die Landung in Nordafrika erfolgte nicht auf Drängen Stalins. Es ging vor allem darum, den US-Einheiten Kriegserfahrung an einem "ruhigen" Abschnitt zu verschaffen und die Achsenmächte aus Nordafrika zu verdrängen. Man erwartete zu Recht, wie sich zeigen sollte, dass Italien unter etwas Druck und nach einigen Bombenangriffen auf Rom und andere Großstädte, schnell das Bündnis mit Deutschland verraten würde.
Beschämend war, dass Churchill in Casablanca wieder den Wendehals gab und Roosevelts Irrsinnsforderung nach Bedingundsloser Kapitulation zustimmte, obwohl er bis dahin klarsichtig diese als Fehler bezeichnet hatte, der den Krieg verlängern würde. Sein Vorschlag, die zweite Front durch eine Landung in Griechenland zu errichten, womit der Balkan nicht komplett in russische Hände gefallen wäre, wurde von Stalin natürlich abgelehnt. Der dumme Roosevelt stimmte dem zu und verursachte damit die Teilung Europas für mehr als 4 Jahrzehnte. Sein tumber Nachfolger Truman wiederholte diesen Irrsinn in Korea und legte damit die Ursache für einen blutigen Krieg und ein bis heute die USA beschäftigendes Problem. Das ist der Fluch Amerikas - die stärkste Wirtschaftsmacht wurde und wird in weltgeschichtlich entscheidenden Phasen von intellektuell sehr einfach strukturierten Politikern geführt.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

31.01.2013 12:20
#11 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

"Falsch" und "Richtig" sind Glaubensbekenntnisse. Wir ziehen als Spätgeborene unser Wissen aus zugänglichen Materialien des historischen Nachlasses. Nicht wenige Dokumente über den Zweiten Weltkrieg unterliegen weiter der alliierten Geheimhaltung und werden deutschen Historikern zur Einsichtnahme verweigert. Deshalb muß der geschichtlich Interessierte auf kritische(!)Veröffentlichungen der ehemaligen Weltkriegsalliierten zurückgreifen. Für mich gehören u.a. zu diesen Quellen die russischen "Geschichtsrevisionisten" um VIKTOR SUWOROW, der britische Wissenschafts- und Politikwissenschaftler DAVID IRVING und der französische Militärwissenschaftler PHILIPPE MASSON.
STALIN war seit Ende des Jahres 1941 in seiner politischen Existenz bedroht(trotz des Erfolges vor Moskau). Bis zum 6.Dezember 1941 verlor der russische Führer 1,5 Millionen Mann an Toten und 3,2 Millionen Mann an Gefangenen. Eine wachsende Anzahl von Russen und andere Völkerschaften der Sowjetunion diente in den besetzten Gebieten den Deutschen.
Selbst im Kessel von Stalingrad befanden sich 19.200 Russen auf deutscher Seite im Kampfunterstützungs-Einsatz. Es war kein Zufall, daß Stalin mit Erlaß vom 6.Januar 1943 (in der Endphase der Stalingrad-Kaukasus-Schlacht) den russischen Offizieren ihre goldenen Schulterstücke zurückgab und sogar die bisher allmächtigen "Kommissare" entmachtete und den Kommandeuren als "Politstellvertreter" militärisch nachordnete.

Zum Einsatz der Waffen-SS-Divisionen in Frankreich zur Sicherung der UNTERNEHMEN ATTILA bzw. ANTON können die Stationierungszeiten noch ergänzt werden:

- Die 1.Division "Leibstandarte SS Adolf Hitler" vom
26.7.1942 bis zum 9.1.1943 in Nordfrankreich.
Davor und danach an der Ostfront.
- Die 2.Division "Das Reich" vom 21.11.1942 bis zum
15.1.1943 in Südfrankreich an der Mittelmeer-Küste.
Davor und danach an der Ostfront.
- Die 3.Division "Totenkopf" vom 24.10.1942 bis zum
18.12.1942 in Südfrankreich an der Mittelmeerküste.
Danach bis zum 30.1.1943 in Westfrankreich an der
Atlantikküste.
Davor und danach an der Ostfront.

(Quelle: Kriegstagebuch des Generaloberst der Waffen-SS
und Oberstgruppenführers der SS PAUL HAUSSER )

[ Editiert von Kai Guleikoff am 31.01.13 12:21 ]

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

31.01.2013 14:44
#12 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

@ Kai Guleikoff,

"falsch" oder "richtig" sind keine Glaubensbekenntnisse. Es ist nur beschämend und demaskierend, dass es seit 1945 sich eben bei der Masse der sog. Historiker in Deutschland bestenfalls um Historiographen handelt, die zudem großenteils als Fälscher arbeiten, indem sie aus ideologischen Gründen unbequeme Fakten und Quellen ablehnen und abstruse, zum Teil nur noch peinliche Lügen verbreiten.
Dies jetzt kürzlich wieder in der Flut der Beiträge über die Schlacht von Stalingrad. Blieben schon die ursprüngliche Planung der Sommeroffensive 1942 und die mehr zufällig entstandene Fokussierung auf Stalingrad unerwähnt, so feierten die Verteufelung der Wehrmacht und die Lobhudelei der "tapferen russischen Verteidiger" fröhliche Urständ. Dass Chrustschow als Frontkriegsrat im Auftrag Stalins die sowjetischen Kommandeure erbarmungslos in die Verantwortung nahm und den OB der 62. Armee, General Tschuikow, sogar schwören ließ, lieber zu sterben als Stalingrad in deutsche Hände fallen zu lassen, wurde natürlich verschwiegen. Als Folge dieses Haltens um jeden Preis fielen ca. 1 Mio Rotarmisten, woraus in den Berichten 500 000 Mann gemacht wurden. Dafür wurden die deutschen Verluste mit mehr als 200 000 Toten beziffert. Dies ist umso infamer, als seit Jahrzehnten die wirklichen Zahlen öffentlich sind: Mitte Dezember betrug die Verpflegungsstärke der 6. Armee 230 300 Mann, davon 13 000 Rumänen. 42 000 Mann wurden ausgeflogen, ca. 17 000 gerieten während der Kämpfe in russische Gefangenschaft. Bei der Kapitulation gingen knapp 91 000 Mann in Gafangenschaft. 80 500 Soldaten sind gefallen, wovon ein Teil den Freitod wählte. Es gibt zahlreiche Berichte, wonach Geschützbedienungen sich in die Luft sprengten oder die Reste von Kompanien samt Offizieren in das russische Feuer liefen.
Dass Stalin 12 Rotarmisten für einen Wehrmachtssoldaten opferte, geriet ihm nicht zum Nachteil und wird auch heute nicht in Frage gestellt. Soviel zum kritischen Journalismus.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

31.01.2013 15:35
#13 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Zitat
Gepostet von stomatophylax
indem sie aus ideologischen Gründen unbequeme Fakten und Quellen ablehnen und abstruse, zum Teil nur noch peinliche Lügen verbreiten.



Genau so ist es.
Ein tolles Beispiel für die Widersprüchlickeit war die ZDF Reihe "Die Wehrmacht - Eine Bilanz" Dort wurden original Unterlagen zur Entlastung herangezogen welche vom selben Fernsehsender einige Monate später in einer anderen Reportage zur Belastung verwendet wurden. Hier dann dazu um Böselager nach seinem Tot in den Dreck zu ziehen. Vom militätsichen Alltag und Abläufen in Hauptquartieren nichts ahnend wurde ein Zeug zusammengereimt, daß sich die Balken bogen.... Alles von unseren jungen "Neuzeithistorikern" angeführt vom Guido...

Gruß Alex

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

01.02.2013 15:35
#14 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Das Infamste an dieser Hetze gegen die Wehrmacht und an immerhin 17 Mio ehemaligen Soldaten, die besten Glaubens für ihre Heimat und ihr Volk alles gaben und beispiellose Leistungen erbrachten, ist die Tatsache, dass man solange wartete, bis es praktisch keine Zeitzeugen mehr gab. Die wenigen, die man zu Worte kommen ließ, waren meistens unbedeutend und zudem fast immer weinerlich und jammernd.
Im Gegensatz dazu in einer österreichischen Sendung über kriegsgefangene Wehrmachtssoldaten: Die meisten Zeitzeugen waren Angehörige der Waffen-SS, die den langen Weg durch den Gulag gegangen waren und erst 1955 entlassen wurden. Diese Männer waren durchweg ungebrochen und berichteten über die vergeblichen Versuche der Sowjets, ihnen Kriegsverbrechen zuzuschreiben und sie mürbe zu machen.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

02.02.2013 13:02
#15 RE: Heute vor 70 Jahren... antworten

Heute vor 70 Jahren endete das Drama von STALINGRAD mit der Kapitulation der Restkräfte des deutschen XI.Armeekorps unter dem Generalobersten und Ritterkreuzträger STRECKER. Diesen "Schneid" mußte er mit Kriegsgefangenenschaft bis 1955 bezahlen. STRECKER hatte sich in den Ruinen des Stalingrader Traktorenwerkes verschanzt und bildete den sog. "Nordkessel". Bereits am 31. Januar 1943 kapitulierten General HEITZ mit den Resten des VIII. und LI.Armeekorps als "Südkessel", in den Ruinen der Pionierschule der Roten Armee, und die "Kesselstellung" des Oberbefehlshaber der 6.Armee, mit den Deckungskräften der 71.Infantriedivion des Generalmajor ROSKE, um und im Zentralkaufhaus Univermag am Roten Platz. Gemeinsam mit PAULUS gingen 16 Generale in sowjetische Gefangenschaft.
Nicht nur militärisch sondern auch politsch war STALINGRAD die bisher größte Niederlage der Nationalsozialisten. Am 30.Januar 1943 waren noch der "10.Jahrestag der Machtergreifung" und am 12.Januar 1943 GÖRINGS 50.Geburtstag mit großem Pomp begangen worden. Jetzt mußte HITLER die "Alleinverantwortung" übernehmen und drei Tage "Staatstrauer" anordnen - mit der Folge des deutlichen Autoritätsverlustes als "Größter Feldherr aller Zeiten".

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