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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 69 mal aufgerufen
 Die Deutsche Demokratische Republik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

18.03.2010 21:49
RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Heute vor 20 Jahren war es soweit. Erstmals fanden in der DDR echte und freie Wahlen statt:


Die Volkskammerwahl 1990 war die erste und gleichzeitig auch letzte Wahl zur Volkskammer der DDR, die demokratischen Wahlgrundsätzen entsprach. Sie fand am 18. März 1990 statt. Ursprünglich war die Wahl für den 6. Mai 1990 vorgesehen, aber aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse und der Notwendigkeit zur Herstellung einer handlungsfähigen und legitimierten Regierung wurde die Volkskammerwahl anderthalb Monate vorverlegt.

Sieger war das Wahlbündnis Allianz für Deutschland, bestehend aus der ehemaligen Blockpartei CDU mit dem Spitzenkandidaten Lothar de Maizière, der neu gegründeten und der westdeutschen CSU nahestehenden Deutschen Sozialen Union (DSU) und dem Demokratischen Aufbruch (DA). Spitzenkandidat der DSU war Hans-Wilhelm Ebeling, der Spitzenkandidat des DA war Wolfgang Schnur, dem drei Tage vor der Wahl seine Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter des MfS nachgewiesen worden war.

Die neu gegründete und bis zum Wahltag als Favoritin gewertete Sozialdemokratische Partei in der DDR - (ursprünglich SDP, zum Zeitpunkt der Wahl als SPD abgekürzt) unter Spitzenkandidat Ibrahim Böhme, der später ebenfalls als Inoffizieller Mitarbeiter des MfS enttarnt wurde - kam unerwartet nur auf knapp 22 % der Stimmen.

Zu vergeben waren 400 Mandate. Es galt ein reines Verhältniswahlrecht. Eine Sperrklausel gab es nicht. Listenvereinigungen waren zulässig. Diese Möglichkeit wurde, beispielsweise in Form des Bundes Freier Demokraten, des Aktionsbündnisses Vereinigte Linke und der Alternativen Jugendliste (AJL), auch genutzt. Die gesamte DDR war ein Wahlgebiet. Die Sitzzuteilung erfolgte nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren. Somit konnten Parteien und Wahlvereinigungen bereits ab ca. der einem halben Mandat entsprechenden Stimmenzahl (0,125 %) Abgeordnete in die Volkskammer entsenden. Die Wahlbeteiligung lag bei 93 % und war damit die höchste Beteiligung, die es jemals bei einer überregionalen deutschen Wahl gegeben hat.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990

Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Funker Funk Offline



Beiträge: 11

31.08.2011 18:38
#2 RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Zum Thema Wahlen in der DDR und Heute:

Zu DDR- Zeiten wählte man die "Kanditaten der Nationalen Front". Im Prinzip waren es Strohfiguren. Wo es lang ging bestimmte nicht das Volk, sondern das Politbüro mit Anweisungen aus Moskau.
Und wie ist es heute ?
Man kann zwar jede Partei frei wählen, aber an des Volkes Willen gehen alle Parteien vorbei.
An dem System ändert der normale Bürger ebenso nichts. Dafür
gibt es letztendlich das Bundesverfassungsgericht.

demander Offline



Beiträge: 62

03.09.2011 14:05
#3 RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Aber auch Richter aller möglichen Kategorien urteilen mehr und mehr nach politischen Vorgaben.
Gerade Bundesverfassungsgericht will sich ja durch angedachte Gebühren ( bis 5000 Euro) die Verfassungsbeschwerden des Volkes vom Leibe halten.

DirkDieter Offline




Beiträge: 111

10.10.2011 22:19
#4 RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Zitat
Gepostet von Funker Funk
Zum Thema Wahlen in der DDR und Heute:

Und wie ist es heute ?
Man kann zwar jede Partei frei wählen, aber an des Volkes Willen gehen alle Parteien vorbei.



Ja? Jede Partei? Nur wenn sie nicht verboten oder unterwandert wurde. Aber auch wenn man gewisse Parteien wählt und diese dann auch noch Erfolg bei den Wahlen haben, dann sind brutale Hetzkampagnen die Folge, oder die "guten Politiker" versuchen dann wieder mit allen Mitteln, diese Parteien zu verbieten.
Bestes Beispiel, die sächsische Landtagswahl 2004.

Providentiae Memor

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

21.04.2012 10:00
#5 RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Aktuelles Beispiel: die PIRATEN. Die Unfähigkeit aller anderen Parteien in Deutschland, Probleme in der Gesellschaft zu erkennen und Lösungen einzuleiten, hat die PIRATEN erst erschaffen. Nun wachsen diese in ihrem Zuspruch den kleineren Parteien ( besonders FDP,Bündnis 90/Grüne,die Linke) über den Kopf. Gegenargumente wie immer nicht vorhanden, letztes Mittel die "Nazi-Keule"! So klingt es wieder in deutschen Landen wie Glockenhall: Keine deutliche Abgrenzung gegen die Rechten. Rechtsradikale unterwandern die PIRATEN. Protest! Protest! Ohne Zweifel eine kostenlose Werbekampagne für diese Partei. Bald wird es die üblichen Versuche geben, die PIRATEN zu unterwandern und über die "Liberalisierung" zu neutralisieren. Dann könnten sie als neue graue Partei der Mitte fröhlich und ungefährdet von Steuergeldern leben, auch wenn sie dann (fast) kein Bürger mehr wählen dürfte.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

21.04.2012 17:46
#6 RE: 18. März 1990 erstmals echte Wahlen in der DDR antworten

Man muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass der Zuwachs der Mitglieder bei den Piraten zum größten Teil aus Opportunisten jeglicher politischer Couleur besteht. Diese Kreaturen hoffen, bei den anstehenden Wahlen schnell und problemlos über einen Listenplatz in die wohldotierten Landtage zu kommen. Die Piraten selbst sind eine Ansammlung von naiven Wirrköpfen, die allen Ernstes glauben, ihre Hirnpfürze hätten etwas mit Politik zu tun und müssten daher umgesetzt werden. Ich habe auf deren Internetseite nicht ein vernünftiges Programm entdeckt, nur mit Opponieren kann man auf Dauer nicht bestehen. Leider haben viele junge Leute die Tendenz, eine Horde wie die Piraten zu wählen, weil sie das einfach in oder cool finden. Insofern zeigt die Massenverblödung durch die Privatsender eine ihrer hässlichen Auswirkungen.
Schlimm wird die Angelegenheit, wenn die Piraten soviele Stimmen bekämen, dass sie die anderen substanzlosen Parteien -Grüne und Gelbe Pest- dermaßén beschneiden, dass eine große Koalition das Ergebnis wäre. Diese realistische und für unser Land absolut negative Auswirkung sollten eventuelle Piratenwähler gut durchdenken, falls sie dazu in der Lage sind.

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