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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 238 mal aufgerufen
 aktuelle Krisenherde
pzjgkp200 Offline




Beiträge: 44

02.04.2010 18:43
RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Suche in allen das Positive.

Pz.Jg

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

03.04.2010 01:15
#2 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Man darf gespannt sein wieviele Leichensäcke mit deutschen Soldaten diese Bundesregierung noch heimholen will...

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Standortfeldwebel Offline



Beiträge: 235

03.04.2010 15:05
#3 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Das werden nicht die letzten armen Schweine gewesen sein!!
Es ist verantwortungslos die Soldaten ohne gescheite Ausrüstung da hin zu schicken.
Robbe hats ja angesprochen und die Generale trauen sich erst
das Maul aufzumachen wenn sie pensioniert sind!

[ Editiert von Standortfeldwebel am 03.04.10 15:05 ]

pzjgkp200 Offline




Beiträge: 44

03.04.2010 17:05
#4 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Normalerweise hätte da doch Funkkontakt bestehen müssen so das die BW Truppen wissen das gleich die Verstärkung anrückt und nicht der Feind. Also durchaus ein Zeichen für militärplanerisches versagen u. Mangelnder Organisation der Kommunikationsinfrastruktur.

Suche in allen das Positive.

Pz.Jg

KpFw Offline




Beiträge: 287

09.04.2010 10:15
#5 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Hier ein Text von Frank Capellan im Deutschland Funk. Sollte man sich zweimal Durchlesen und sich gedanken machen.

Deutschlands Soldaten in Afghanistan brauchen mehr Rückhalt aus der Heimat

"Wir werden weiterkämpfen und gewinnen!" Gestern bei der Trauerfeier,
war es auch der Oberkommandierende der deutschen Truppen in Afghanistan,
der den Kameraden der gefallenen Soldaten Mut machen wollte. Was soll
General Frank Leidenberger auch anderes tun. Er ist dafür
verantwortlich, den Auftrag zu erfüllen, den er von der Bundesregierung
erhalten hat – Afghanistan zu befrieden, den Wiederaufbau des Landes
abzusichern. "Von feigen Angriffen werden sich unsere Soldaten nicht
beeindrucken lassen", betont wortgewaltig auch Entwicklungsminister
Dirk Niebel. Im Rahmen der neuen Afghanistan-Strategie drängt er nahezu
täglich darauf, viel mehr für den Aufbau des Landes zu tun, und dies
viel besser mit deutschen Soldaten zu unterstützen. Die allerdings
fühlen sich immer mehr von der Politik verschaukelt. "Wir stehen zu 99
Prozent hinter dem Einsatz", sagten uns gestern Bundeswehrangehörige in
Kundus. "Aber schenkt unseren Landsleuten zu Hause bitte reinen Wein
ein. Das ist kein Pfadfinderausflug hier!" Dahinter steckt der Ruf nach
dem, was in der Fachsprache gern als robuster Einsatz bezeichnet wird.
Ein konsequenteres militärisches Vorgehen. Viele Soldaten sind davon
überzeugt, die Toten vom Karfreitag hätten nicht sein müssen, hätte es
andere Einsatzregeln gegeben. Es wurde von der militärischen Führung
bestätigt, dass der von mindestens einhundert, vermutlich sogar 200
Taliban-Kämpfern eingeschlossene Bundeswehr-Trupp verzweifelt nach
Unterstützung aus der Luft gerufen hatte. Sie wurde nicht gewährt, aus
Angst Zivilisten zu treffen. Die von Oberst Klein im vergangenen
September in Gang gesetzte Bombardierung zweier Tanklaster und die bis
heute darüber andauernde öffentliche Diskussion hat die deutschen
Streitkräfte am Hindukusch zutiefst verunsichert. Der Umstand, dass
letzten Freitag zu allem Überfluss auch noch sechs afghanische Soldaten
im "friendly fire" deutscher Kollegen umkamen, wird dies noch
verschärfen. Die Angst vor vorschnellen Befehlen ist gewachsen,
andererseits wird die Gefahr für unsere Soldaten immer größer.
Aufständische ziehen sich ganz bewusst in kleine Ortschaften zurück, in
Häuser, in denen auch Frauen und Kinder leben. So hoffen sie, den
Gegenschlägen der internationalen Einheiten entgehen zu können. Die
"Show of force", die Demonstration der Stärke, die die Überflüge mit
Kampfjets vermitteln sollen, wird nach Ansicht beteiligter Soldaten zur
Lachnummer. Am Karfreitag wurde offenbar nicht einmal ein Tiefstflug der
Flugzeuge gebilligt, um die Taliban mit Lärm und Luftverwirbelungen
zumindest kurzfristig außer Gefecht zu setzen. Militärexperten vor Ort
glauben zudem, dass es den Deutschen am Gerät mangelt, mit
Kampfhubschraubern vom Typ Tiger hätte der Angriff abgewehrt werden
können, bevor es Tote und Verletzte gab, das ist in den Camps der
Bundeswehr in Afghanistan häufig zu hören. Die sind zwar geordert,
kommen aber noch nicht zum Einsatz. Dass zumindest die Schwerverletzten
geborgen werden konnten, ist wohl allein der Hilfe amerikanischer
Blackhawk-Hubschrauber zu verdanken. Auf dem Flugplatz von Mazir-i
Sharif waren gestern diese von Einschusslöchern durchsiebten
Hubschrauber zu besichtigen – sie konnten aber trotz des Beschusses
ausfliegen – deutsche Hubschrauber hätten das niemals geschafft und
niemals dort landen können, versichert ein Bundeswehr-Angehöriger. Die
Klage der Soldaten ist eindeutig: Wenn wir noch mehr als bisher raus
aufs Land sollen, um in die Rückzugsgebiete der Taliban vorzudringen,
und weite Teile Afghanistans dauerhaft zu sichern, dann müssen uns
bessere Möglichkeiten an die Hand gegeben werden. Die Strategie der
Bundesregierung wird hinter vorgehaltener Hand ohnehin als illusorisch
angesehen. "Übergabe in Verantwortung", das hört sich nett an, meint ein
Soldat, aber dass bis 2014 die afghanischen Sicherheitskräfte stark
genug sein werden, um für Frieden im Land zu sorgen, hält er für blankes
Wunschdenken. Und das im kommenden Jahr schon in einigen ruhigen
Provinzen, etwa in Badakshan im Nordosten des Landes an der Grenze zu
Tadschikistan und Pakistan möglich sein wird, liegt offenbar allein
daran, dass erst gar nicht versucht wird den Waffen- und Drogenschmuggel
zu beenden. Ansonsten dürfte es auch dort zu blutigen Kämpfen kommen.
Kampferfahrene Soldaten fehlen uns ohnehin, meinen Verantwortliche der
Bundeswehr in Afghanistan. "Von den 1200 Mann in Kundus kann ich
bestenfalls 400 wirklich rausschicken", versichert ein Befehlshaber des
Verbandes. "Die anderen sind allein für Versorgung und Logisitik zu
gebrauchen." Und in Richtung Politik geht die Aufforderung: "Entweder
man will diesen Einsatz, dann muss man ihn unterstützen oder man will
ihn nicht, dann muss man ihn beenden." Was aus Berlin von der
militärischen wie politischen Führung kommt, ist denen, die draußen ins
Gefecht geraten, zu wenig. Die Kameraden der bei Kundus gefallenen
Soldaten treibt eine Sorge um, sollte sich an der Führung des Einsatzes
nicht Grundlegendes ändern: Dann werden wir weiterkämpfen und doch
verlieren!

Gruß KpFw

Den Spieß sollte man so lange drehen, bis die Sau durch ist.

Standortfeldwebel Offline



Beiträge: 235

23.04.2010 16:41
#6 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Der Kampfhubschrauber Tiger soll für Afghanistan ungeeignet
sein hab ich unlängst gelesen.
Na sauber, kann ich da nur sagen!

Raginher Offline



Beiträge: 145

17.11.2011 23:29
#7 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

die Kanadier haben dort Leo II zur Unterstützung, die Beschaffung von neuem Material dauert viel zu lang, und dann ist das wohl immer noch nur für Mitteleuropa ausgelegt.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

18.11.2011 18:31
#8 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

Was die Bundeswehr dort abliefert ist ein Trauerspiel ersten Ranges. Und das alles, weil die Generäle nicht nur null Zivilcourage haben - soviel zu den üblichen Anwürfen gegen Wehrmachtskommandeure bei Hitlers Haltebefehlen, sondern der sog. Primat der Politik dazu geführt hat, dass blutigste Laien die Rahmenbedingungen gesetzt haben. Es ist vor dem Einsatz kein Fachmann gefragt worden, ob und wie die Bundeswehr in Afghanistan Kampfeinsätze durchführen kann. Das in-die Tasche-Lügen vom Aufbauauftrag geht an den Realitäten meilenweit vorbei. Man kopiert die vollkommen falschen Ami-Einsätze, die außer Munitionsverschwendung nur eigene Verluste und sog. Kollateralschäden produzieren. Dabei liegen in den BW-Archiven die umfangreichsten Anleitungen und Einsatzgrundsätze für den Bandenkampf, die die Wehrmacht in Rußland und auf dem Balkan unter schmerzhaften Verlusten gesammelt hatte.
Bandenkampf ist mit starken Stoßtrupps grundsätzlich aktiv, d.h. als Angriff zu führen. Dabei geht eine umfassende Aufklärung voraus, die ständig fortgesetzt wird, solange der Einsatz andauert. Falls möglich werden weitreichende schwere Waffen zur Unterstützung eingesetzt. Hier könnte die Panzerhaubitze 2000 ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Wenn der Stoßtrupp auf Taliban stößt, müssen die erkannten Feindkräfte sofort mit einem Artillerieschlag erledigt werden. Die PzHb kann durch Variieren der Elevation und der Treibladungen innerhalb von 1 Minute 5 Schuss auf ein Punktziel abfeuern. Was im Zielgebiet nach dem Einschlag des Feuerstoßes übrig bleibt, kann man sich ausmalen - nämlich nichts. Diese Methode 2- bis 3-mal angewendet, und der deutsche Sektor ist Talibanfreie Zone. Wie angesichts der vorhandenen Aufkärungs- und Beobachtungstechnik die Taliban sich frei bewegen können, bleibt sowieso ein Rätsel, vor allem, da sie leicht ortbare Funktelefone benutzen. Die Ursache liegt in der Unfähigkeit der militärischen Führung vor Ort, die lieber Soldaten als lebende Zielscheiben durch die Gegend schickt. Diese "Kommandeure" müssten wegen Beihilfe zum Totschlag angeklagt werden, genauso wie die Pfeifen in Berlin.

Raginher Offline



Beiträge: 145

18.11.2011 20:52
#9 RE: Gefecht um Kundus. 3 BW-Soldaten gefallen antworten

ich kenne einige aktive OTL, ie in Afghanistan waren. Privatmeinung über den deutschen Einsatz: total an der Realität vorbei.
Und ich gla ube im Oktoberheftder Loyal gab es ein interessantes Interview zu Rückgrat von Offizieren. Das war recht interessant.
Die Idee mit PzH 2000 ist recht interessant, aber das wird aus politischen Gründen nicht so durchgeführt.

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