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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 42 mal aufgerufen
 aktuelle Tagespolitik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

10.07.2011 21:36
RE: Kommt es zu einer neuen Blockbildung? antworten

Nach der Einfrierung der Militärhilfe der USA an Pakistan stellt sich sich die Frage, ab es früher oder später nicht wieder zu einer Blockbildung wie zu Zeiten des kalten Krieges kommt.

Ist das eurer Meinung nach möglich?

Die westliche Welt gegen die Islamistische?

Oder ist die Globalisierung schon so weit fortgeschritten, dass so etwas unmöglich erscheint?

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

11.07.2011 21:42
#2 RE: Kommt es zu einer neuen Blockbildung? antworten

Blockbildung setzt voraus, dass eine Hegemonialmacht kleinere Staaten um sich schart bzw. beherrscht und ein gemeinsames Handeln vorgibt. Danach sieht es für die nähere Zukunft nicht aus. Möglich wäre eine Zusammenarbeit von Staaten nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung. Hier taucht seit Jahrzehnten die von "Experten" wie Konzelmann, Scholl-Latour u.a. immer vorhergesagte Union arabischer oder besser moslemischer Staaten auf, wie sich zeigt ein Hirngespinst dieser "Fachleute". Die moslemischen Staaten sind viel zu unterschiedlich in fast allen Bereichen, besonders ethnisch und wirtschaftlich, sodass dies Fiktion bleibt. Zur Blockbildung gehört aber auch eine wirtschaftliche Stärke und eine gewisse Autarkie, die heute kein Staat mehr aufbringt. Entweder ist er wie die USA unfähig, die Verschwendung von Energie und Rohstoffen durch ein intelligentes System zu ersatzen, oder er kann wie China und Indien das Wachstum nicht aufgeben, da sonst soziale Unruhen drohen.
Hieraus ergibt sich aber, dass die Zusammenarbeit durch Handel zu einer gegenseitigen Abhängigkeit geführt hat, die ohne schwerste Schäden nicht mehr aufzugeben ist. Dies ist auch für die entwickelten Staaten der beste Schutz vor einem Krieg untereinander, man hätte viel mehr zu verlieren, als je gewonnen werden könnte.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

25.03.2012 18:01
#3 RE: Kommt es zu einer neuen Blockbildung? antworten

Meiner Meinung nach sind Bündnisse und Blockbildungen zu allen Zeiten und in allen Regionen der Welt möglich. Die USA sind als Weltmacht stark geschwächt durch die beinahe ununterbrochene Abfolge von Kriegshandlungen seit Gründung dieses Staates. Die neue Weltmacht im 21. Jahrhundert könnte die Volksrepublik China werden. Chinas Verbündete entstehen in Asien, Afrika und Südamerika. Dieser kommunistische Einparteienstaat ist in der Lage, in kurzer Zeit starke Kräfte auf ein Ziel zu konzentrieren. Das ist nun einmal der Vorteil von Diktaturen! Inwieweit das Milliardenvolk der Chinesen diesem Weg ihrer Führung folgt, ist nicht so vorhersehbar wie der technologische Fortschritt. China hat eine sehr alte Kultur, die immer als ein starkes Bindemittel zwischen den Menschen wirkt. Die USA sind dagegen ein Staat der Eingewanderten aus vielen Kulturen, die bisher noch keine gesonderte amerikanische Kultur hervorbringen konnten. Ein markantes Zeichen innerer Schwäche,immer wieder in Rassenunruhen und Religionskonflikten sichtbar.
Beide Weltmächte könnten nur durch innere Unruhen zerbrechen, Potentiale dafür sind in beiden Systemen vorhanden.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

26.03.2012 16:38
#4 RE: Kommt es zu einer neuen Blockbildung? antworten

China und noch mehr Indien werden weit überschätzt hinsichtlich ihrer Möglichkeiten einerseits politische Weltmächte zu werden und andererseits eine Führungsrolle in der Welt zu übernehmen. Obwohl China industriell schon viel erreicht hat, wird es nie den Status wiedererlangen, den es vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert als autarkes System hatte, das Außenhandel mehr oder weniger als Hobby betreiben konnte, weil seine Luxusgüter im Westen sehr gefragt waren und mit Silber bezahlt wurden. Heute braucht China Rohstoffe, Energie und Nahrungs- bzw. Futtermittel um seine Industrie am Laufen zu halten und die wachsenden Ansprüche der Menschen zu decken. Die Chinesen, die gut verdienen, wollen besser essen und d.h. Fleisch, wozu Futtermittel importiert werden müssen. Dazu steigt die Nachfrage nach Kakao, Zucker und Milch, weil die jungen Leute Geschmack an Schokolade und süßen Getränken finden, alles Sachen, die es bisher in China nicht gegeben hat. In Indien das Gleiche, Hühnerfleisch, Milch und Zucker werden enorm nachgefragt. Allein können weder China noch Indien den Bedarf decken, also müssen sie importieren. Die einzigen Länder, die heute und in Zukunft wesentlich Nahrungs- und Futtermittel exportieren können, sind die USA, Brasilien, Argentinien, die EU-Staaten und Kanada. Daneben hat nur Russland das Potenzial dazu. Also müssen die aufstrebenden Asiaten Handel treiben, mit Gewalt ist nichts mehr zu erreichen.

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