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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 42 mal aufgerufen
 Warschauer Paktstaaten
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

28.05.2012 16:19
RE: Als Rust mit der Cessna am Roten Platz landete... antworten

Flug nach Moskau vor 25 Jahren

Als Rust mit der Cessna am Roten Platz landete

Mit seinem Flug hat er weltweites Aufsehen erregt: Heute vor genau 25 Jahren durchbrach der deutsche Hobbypilot Mathias Rust die Luftabwehr der Sowjetunion. Die Landung der Cessna am Roten Platz war eine Sensation in Zeiten des Kalten Krieges und sein Beitrag für die Völkerverständigung. Nochmal würde er es nicht tun, sagt Rust heute.

Rückblende in einer Sendung des russischen Fernsehens: "Es ist der 28. Mai 1987. Das Fugzeug mit Mathias Rust überfliegt ohne Erlaubnis die sowjetische Grenze und landet fast auf dem Roten Platz."

Eine Nachricht, die damals allerdings den Sowjetbürgern verschwiegen wird. Zu tief sitzt der Schock, zu groß ist die Blamage. Einem einfachen Sportflieger gelingt es, mit einer "Cessna 172" von Hamburg aus über Island kommend in die sowjetische Hauptstadt zu fliegen.

Hatte die Flugabwehr geschlafen? Waren die zuständigen Soldaten betrunken? Immerhin wurde der "Tag der Grenzsoldaten" gefeiert. Oder gab es Kommunikationslücken? Der ehemalige Luftwaffengeneral Gwosdenko meint dazu: "Er deckte unsere 'weißen Flecken' auf. Er machte uns klar, welche Möglichkeiten wir auch unserem Feind geben. Darauf hat er indirekt hingewiesen."

Quelle: Tagesschau.de

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

02.06.2012 13:00
#2 RE: Als Rust mit der Cessna am Roten Platz landete... antworten

Der "Friedensflug" von Matthias Rust zeigte wieder einmal die Verwundbarkeit eines großen Flächenlandes an seinen Grenzen. Die damalige UdSSR hatte 19.000 Kilometer Landesgrenze zu sichern. Diese Aufgabe konnte sie zu keinem Zeitpunkt erfüllen. In der Luftverteidigung setzte die Sowjetunion primär auf den Objektschutz als Ergebnis der Katastrophe aus der Anfangsphase ihres "Großen Vaterländischen Krieges". Der deutsche Angriff am Sonntag, den 22.Juni 1941, begann um 3.15 Uhr. Doch 20 bis 30 ausgewählte Besatzungen der deutschen Kampfgeschwader 2,3 und 53 hatten in ihren He 111 bereits die sowjetische Grenze überflogen, um pünklich um 3.15 Uhr ihre Bomben über die Frontflieger-Flugplätze der Roten Armee auszuklinken. Die sowjetische Luftabwehr hatte nichts bemerkt, obwohl sie seit 1.30 Uhr in "erhöhte Gefechtsbereitschaft" versetzt worden war. Ebenso am 1.Mai 1960, wo ein amerikanischer Aufklärer vom Typ U-2 in 22 km Höhe die sowjetisch-pakistanische Grenze unbemerkt überflog. Der Pilot Francis Gary Powers hatte den Auftrag bekommen, u.a. die geheime kerntechnische Anlage "Majak" bei Swerdlowsk (heute wieder Jekaterinburg) auszuspähen. Doch hier funktionierte der Objektschutz. Die dort stationierten Fla-Raketen-Komplexe S-75 Dwina feuerten 14 Raketen ab. Eine Rakete dieser Serie brachte die U-2 zum Absturz. Die USA hatten von diesem Fla-Raketen-Typ keine Kenntnis, der erst 1959 an die Luftabwehr ausgeliefert wurde und eine Höhe von 27 km erreichen kann. Am 28.Mai 1987 dagegen hatte Matthias Rust den Vorteil, auf eine demoralisierte sowjetische Luftabwehr zu treffen. Die drastischen Kürzungen im Verteidigungsetat bedeuteten auch den drohenden Verlust einer gesicherten Existenz als Berufssoldat in der Sowjetarmee. Die ohnehin vorhandene Nachlässigkeit hatte sich deshalb verstärkt. Rust konnte die 3 Luftverteidigungsringe um Moskau unbeschadet überfliegen und in der Nähe des Allerheiligsten, dem Roten Platz, sicher landen. Gorbatschow nutzte die Gelegenheit, sich der Militär-Opposition durch eine "Säuberung" zu entledigen und seine Existenz zu verlängern - bis Boris Jelzin ihn dann absetzte.Matthias Rust ist mit gerade 50 Flugstunden Praxis als "Kremlflieger" in die Geschichte der Luftfahrt eingegangen. Seine Cesna 172 P Skyhawk II, mit der Kennung "D-ECJB", schwebt an Seilen befestigt im Deutschen Technikmuseum Berlin (www.sdtb.de).

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