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Dieses Thema hat 49 Antworten
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 aktuelle Tagespolitik
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C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

24.07.2012 18:40
RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Die Linke (Eigenschreibweise: DIE LINKE.) ist eine politische Partei in Deutschland, die am 16. Juni 2007 durch Verschmelzung von WASG und Linkspartei.PDS entstand. Sie leitet ihren Namen aus dem Anspruch einer linken politischen Orientierung her und zielt auf die Überwindung des Kapitalismus hin zum demokratischen Sozialismus.

In den neuen Bundesländern erlangte sie bislang ihre höchsten Wahlergebnisse, hat dort regional den Charakter einer Volkspartei und besetzt auch Führungspositionen auf kommunaler Ebene. In Brandenburg ist sie als Juniorpartner in einer rot-roten Koalition an der Landesregierung beteiligt. Im Deutschen Bundestag stellt sie derzeit die viertstärkste der fünf Fraktionen mit 76 von 620 Sitzen. Die Linke ist auf europäischer Ebene Mitglied der Europäischen Linken und wirkt im Forum der Neuen Europäischen Linken (NELF) mit.

In der Politikwissenschaft wird die Frage, inwieweit die Partei Die Linke – unter Einschluss ihres Vorläufers Linkspartei.PDS – als extremistisch zu bewerten sei, diskutiert und unterschiedlich beantwortet. Die Einstufung und Praxis der Beobachtung durch die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern ist uneinheitlich und beschränkt sich oft auf die Kommunistische Plattform der Partei.


Quelle: http://www.wikipedia.de/

Eure Meinungen zu dieser Partei?

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Matzerath Offline



Beiträge: 160

24.07.2012 21:53
#2 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Komisch wo das Volk doch grad im Osten 40 Jahre unter dieser Knute gelitten hat, so wurde diese Partei nun auch noch zur Volkpartei durch Selbiges erhoben. Verkehrte Welt?

Es schrieb Matzerath :)

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

02.08.2012 11:54
#3 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

"Unter einer Knute" haben nur die Gläubigen der BILD-Zeitung(und anderer systemischer Medien) gelitten und zwar "unter der Knute der Volksverdummung." Daraus ist ein DDR-Zerrbild entstanden, das noch heute für eine chronische Sichttrübung auf den Osten sorgt. DIE LINKE war von Anfang an die Volkspartei der neuen Bundesländer, vergleichbar mit der CSU in Bayern. Das mit "Subsidien und prahlerischen Verheißungen" genährte Strohfeuer der CDU und ihrer Ost-Verbündeten erlosch bereits 1994/95. Von diesem Stimmungsbild in der ehemaligen DDR war der Westen jederzeit informiert. Deshalb gab es auch keine VOLKSABSTIMMUNG zum Beitritt der DDR zur BRD. International ist das üblich, wenn es sich um die Veränderung von Staatsgrenzen handelt. Die DDR war wie die BRD ein souveränes Mitglied der UNO. Die DDR wurde jedoch stillschweigend als "abtrünnige Provinz" behandelt, wie Taiwan von China. Der Verlauf der "friedlichen Revolution" zeigte auch den weitgehenden Konsens zwischen der Partei-/Staatsführung und der Bevölkerung der DDR. Die Demonstranten forderten lediglich ein, was ihre Repräsentanten in internationalen Verträgen unterschrieben hatten: Wahlfreiheit, Reisefreiheit, Recht auf uneingeschränkte persönliche Entwicklung. Gefordert wurde eine Weiterentwicklung der DDR und nicht ihre Abschaffung. Demonstriert wurde nach der Arbeit und an Wochenenden - einmalig in der Revolutionsgeschichte ! Es gab keine Zerstörungen, Plünderungen oder Selbstjustiz. Den Polizisten (!) wurde entgegengerufen: "Wir sind ein Volk !" Die Mehrheit der Grundorganisationen der SED und einzelne Funktionäre der Bezirksleitungen ignorierten einfach die oft kopflosen Weisungen der Kreisleitungen und des Zentralkomitees. Damit wurden sie Teil der Revolution und blieben akzeptierte Mitbürger über die "Wende" hinaus. Auf dieser Grundlage kam die Neugründung der SED als LINKE zustande. Die SED der DDR war von der Masse ihrer Parteimitglieder her nie eine "kommunistische" Partei gewesen. Karriere und erleichtertes Streben nach Privatbesitz waren die häufigsten Antriebe der Genossen. DIE LINKE ist daher folgerichtig (und auch mehrheitlich) keine revolutionäre Partei im Sinne des Leninismus, ihr Ziel "demokratischer Sozialismus" ist kleinbürgerlich-sozialdemokratisch geprägt. In der Regierungsbeteiligung verhält sie sich sehr moderat und ist auch hier von den Sozialdemokraten kaum zu unterscheiden. Dadurch wird gegenwärtig von den "West-Genossen" die Diskussion geführt um die Notwendigkeit ihrer weiteren Existenz. Parteinachwuchs ist dadurch auch in dieser "Volkspartei des Ostens" kaum vorhanden. Allerdings gibt es eine stärker werdende radikale außerparlamentarische Linke, die Kontakte mit der "Kommunistischen Plattform" pflegt.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

02.08.2012 13:11
#4 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

@ Kai Guleikoff,

das hier gezeichnete Bild der DDR und der SED-Funktionäre grenzt ans Märchenhafte! Demnach gab ja überhaupt keinen Grund für Republikflucht oder Demonstrationen. Dabei dürfte doch auch dem Dümmsten klar sein, dass ohne Gorbatschow und die Entwicklung in Polen und Ungarn der große Menschenfreund Erich M. ohne Skrupel seine Bluthunde auf die DDR-Bürger gehetzt hätte. Der größte und bis heute ungeklärte Skandal ist das Abtauchen samt spurlosem Verschwinden vieler MfS-Chargen und Hunderten von Millionen Parteigelder. Dies war natürlich nur mit stiller Duldung des korrupten Kohl möglich, genauso wie das Verschwinden der brisantesten MfS-Dateien. Die Linke lebt doch einer schwer nachvollziehbaren DDR-Nostalgie, wobei viele Menschen, denen es heute materiell bedeutend besser geht, das Gefühl der Geborgenheit und die Sicherheit der alten Zeit vermissen. Dies ist bei älteren Menschen im Westen ebenso der Fall, nur so erklärt sich der verstandesmäßig nicht nachvollziehbare Stimmenblock, den SPD und CDU bei jeder Wahl erhalten.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

02.08.2012 13:50
#5 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Ganz so Märchenhaft ist es nicht. Hier muss man ehrlicher Weise sogar eheml. MfS Obersten und Generälen recht geben.
Wer hat denn die Waffen gehabt und hat diese nicht eingesetzt? Einen Platz des Himmlischen Friedens wollte in der DDR niemand. Echten Reformern in der SED wie z.B. Gysi wird bis heute versucht mit dem Schreckgespennst MfS an den Karren zu fahren. Altkader haben sich gleich nach der Wende dem Klassenfeind angebiedert. Siehe Schalk und Schabowski.
Von "unserer" Kanzlerin reden wir erst mal gar nicht...
Der Deckel der MfS Akten wird geöffnet, wenn es darum geht politische Gegner mundtot zu machen. Schön brav zugelassen wird er dann, wenn es um das eigene Wohl geht (siehe Kohl ect.)
Man sollte auch unterscheiden zwischen den Forderungen der Demonstranten vor und nach der Wende. Und hier muss man Kai ganz klar Recht geben. Die Bürgerrechtsbewegung war schnell at akta gelegt als Kohl mit Bananen und Schokolade gewunken hat. Die Quittung für seine zigfach gebrochenen Wahlversprechen hat er dann im Osten bekommen als die Eier flogen... Wenn der Westen(die CDU) von Anfang an mit offenen Karten gespielt hätte (wie die SPD) wäre die Geschichte ganz anders verlaufen.

Im Endeffekt kann das aber nur der Beurteilen, der in der DDR gelebt und die Wende selbst miterlebt hat.

Den Wahlerfolg der Linken im Osten ist für mich ganz einfach mit einem Satz zu erklären:

40 Jahre lang hat man uns erklärt, der Kapitalismus wäre menschenverachtend und böse - 40 Jahre lang haben wir geglaubt das wäre nur Propaganda...

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Die Linke lebt doch einer schwer nachvollziehbaren DDR-Nostalgie[/b]



Wenn es darum geht was erhaltenswert gewesen wäre, stimme ich Dir voll und ganz zu. Man muss sich nur mal auf kommunaler Ebene im Osten ansehen bei denen die Linke mit am Ruder ist. Dann ist die Frage des Erfolges schon beantwortet.
Da wird soziale Gerechtigkeit finanzierbar gelebt und nicht nur (wie im Bundestag) davon geschwätzt.

Gruß Alex

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

03.08.2012 12:14
#6 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

@ Catexus,

Es geht doch um die Bevölkerung der damaligen DDR, nicht um den machtgeilen korrupten Kohl und seine Handlanger, siehe die unsägliche Frau Breuel oder die kruden Typen unter den sog. Bürgerrechtlern. Ich habe vor der ersten Bundestagswahl meinen Verwandten in Thüringen dringend geraten, auf keinen Fall auf Kohls Versprechungen hereinzufallen. Wie die Geschichte dann gelaufen ist, wissen wir beide.
Glaubst Du ernsthaft, ohne Gorbatschow hätten die bewaffneten Organe sich genauso verhalten? Darüberhinaus hatte Honecker ja die Vereinbarungen von Helsinki unterschrieben, wodurch die DDR auch Verpflichtungen eingegangen ist. Die abgehobenen Bonzen in China gehen kalt lächelnd über Leichen, sind aber auch korrupt bis auf die Knochen und bereichern sich schamlos, da heben sich die alten Herrn des Politbüros doch sehr positiv ab. Allein dieser jetzt inhaftierte Bo Xi Lai, der in Chongquing den guten Basiskommunisten spielte, hat mindestens 300 MIo Dollar ins Ausland schaffen lassen!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

03.08.2012 12:41
#7 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Zitat
Gepostet von stomatophylax

Glaubst Du ernsthaft, ohne Gorbatschow hätten die bewaffneten Organe sich genauso verhalten?



Das fällt in´s Reich der Spekulationen.
Gorbatschow hat lediglich gesagt, daß die sow. Panzer diesmal in der Kaserne bleiben würden. Allein das Wachregiment Feliks Dzierzynski hatte ca. 12.000 Mann in und um Berlin. In wie weit die NVA, die Kampfgruppen und die VP linientreu geblieben wäre, fällt ebenfalls in´s Reich der Spekulationen.
In Rumänien z.B. unter Ceausescu ist die Sache trotz Gorbatschow ganz anders abgelaufen. Es war einer der wenigen male, das Erich mal recht gehabt hat. siehe sein Interview im Exil. Wobei die Lage in Rumänien weitaus übler war als in der DDR. Man kann diese fast schon annähernd mit Nordkorea vergleichen.

Gruß Alex

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

03.08.2012 15:38
#8 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Die Rumänen hatten nichts zu verlieren, denen konnte es nur besser gehen, wenn sie das Terrorregime Ceaucescus wegfegten. Ein solches Regime lebt immer nur von der Angst der Unterdrückten. Wenn Zehntausende auf die Straße gehen, können die Henkersknechte wohl einige Hundert töten; aber wenn die Masse dann die Schützen erreicht, ist deren Schicksdal besiegelt.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

03.08.2012 18:43
#9 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Ich selber war Teilnehmer der Demonstrationen in Leipzig, Dresden, Berlin und Strausberg. Ich habe auch frühzeitig Kontakte zur DDR-Bürgerrechtsbewegung gehabt über meine Reservistendienstzeit bei den Bausoldaten in Doberlug-Kirchhain im Jahre 1988. Ich berichte also von meinen praktischen Erlebnissen und persönlichen Erfahrungen. Wer die Tatsachen anders sieht oder besser - anders sehen will, kann das natürlich kundtun. Dafür haben wir ja dieses Diskussionsforum, dadurch wird es erst interessant. Aber die Nachhaltigkeit der DDR sehen wir auch noch im Jahre 2012 ! Das muß doch Ursachen haben, die erläutert werden müssen. So jedenfalls hatte sich die übergroße Mehrheit der Demonstranten von 1989/90 die "Nach-Wende-Zeit" nicht vorgestellt. Sogar die DDR-Bürgerrechtler - die wirklichen und nicht die selbsternannten - gehören absolut zu den Verlierern der Revolution ! Dagegen ist so mancher SED-Funktionär, der 1989/90 "hinter der Gardine stand", ein gut betuchter Unternehmer geworden oder hat seinen anständig dotierten Landtags- oder Bundestagsplatz eingenommen. - Nun ein paar Worte zum einmaligen Interpreten von "Ich liebe euch doch alle !" Einen "blutdurstigen" Mielke hat es zumindestens im Generalsrock nie gegeben. Mielke hatte bereits 1953 (Volksaufstand) schmerzlich erfahren, daß ohne den "Großen Bruder" nichts geht. Der "Große Bruder" unter Gorbatschow wollte bereits 1986 nicht mehr und Mielke wußte das. Sein DDR-Chef Honecker wählte die "Flucht nach vorn" und ließ sich zum Staatsbesuch 1987 nach Bonn einladen - gegen den ausdrücklichen Willen von Gorbatschow. Gorbatschow wollte allein die Deutschlandpolitik von Moskau aus bestimmen - eben wie gehabt seit 1945. Eine Wiederbelebung der alten Ulbrichtschen " Konföderation zwischen den beiden deutschen Staaten" (aktuell bis 1966 - gegen die Vorgaben aus dem Kreml !) gelang Honecker nicht. Gorbatschow hatte inzwischen mehr geboten: Den möglichen Verkauf der DDR an die BRD! Deshalb kam Gorbatschow auch mit Angstgefühlen zu den Feiern zum 40. Gründungstag der DDR 1989 nach Ost-Berlin. Er war vor einer möglichen Verhaftung und Überstellung in den Zuständigkeitsbereich der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland gewarnt worden. Für Gorbatschow ging es noch einmal gut aus, da inzwischen im Politbüro der SED der Machtkampf zwischen Egon Krenz und Erich Honecker ausgebrochen war. Die bewaffneten Kräfte der DDR und die Sowjetarmee warteten auf den Sieger dieses Zweikampfes und nahmen daher eine neutrale Stellung ein. Auch Gorbatschows Schicksal befand sich in der Sowjetunion bereits in der "Schwebe", die Führung der Sowjetarmee erwartete eine der üblichen "Palastrevolutionen" im Kreml. "Glasnost" und "Perestroika" waren grandios gescheitert. Diese "Wartepositionen" wirkten sich begünstigend auf den Verlauf der "friedlichen Revolution" in der DDR aus. Mielke war klug genug, diese Lage richtig zu erkennen.

[ Editiert von Kai Guleikoff am 03.08.12 18:43 ]

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

04.08.2012 11:37
#10 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Wie lange ein System und eine Ideologie, die in der Bevölkerung wirklich Zuspruch gefunden hat, nachwirken kann, sieht man am 3. Reich. Viele Alte, die allmählich aussterben, haben die positiven Seiten am eigenen Leib erfahren. Gerade in den Bereichen innere Sicherheit, Daseinsfürsorge, soziales Miteinander, Schule und Bildung hat der Staat damals Maßstäbe gesetzt.
Wenn 12 Jahre schon so lange nachwirken, ist natürlich klar, dass 40 Jahre DDR und 70 Jahre Sowjetunion Spuren hinterlassen haben, die noch auf Jahrzehnte wirken werden.
Nur eine Frage noch: Wenn Mielke de facto nicht der Exekutor, sondern mehr die Galionsfigur des MfS war, wer waren denn dann die echten Macher, die den brutalen Umgang mit den "Staatsfeinden" in der Praxis leiteten? Himmler war auch nur ein Sprücheklopfer, dem schlecht wurde, als man ihm die Leichenhaufen im K-Lager zeigte.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

11.08.2012 11:54
#11 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Die "echten Macher" sind immer die "Aufstiegskandidaten" - in allen Daseinsformen der Menschheit. Allerdings müssen diese Aufstiegsbedingungen auch vorhanden sein. Die Generalität der DDR hatte bereits ihr persönliches Lebensziel erreicht und wollte das Erreichte auch möglichst lange und möglichst angenehm genießen. Darauf achteten auch besonders ihre Ehefrauen und die Töchter und Söhne dieser privilegierten Familien. Diese Kreise wußten auch aus persöhnlichen Beziehungen zur Sowjetarmee, daß die Sowjetunion als System "ausgebrannt" war. Das Wettrüsten war verloren worden und damit auch der Kalte Krieg. Eine militärische Federführung wie 1953, 1961 und 1968 war von hier nicht mehr zu erwarten. Also mußte eine "Kapitulation" vorbereitet werden, um selber zu überleben. Das galt auch für das MfS. MIELKE selber hoffte noch darauf, in die Sowjetunion evakuiert zu werden. Immerhin war er "Held der Sowjetunion" und hatte gewichtige Freunde in der "Tscheka." Sein gefürchtetes Leibregiment - Wachregiment "Felix Dzierzynski" - zerfiel durch innere Streitigkeiten ("Fundamentalisten" gegen "Reformer") und neutralisierte sich selber. Ministerpräsident MODROW ordnete die Bewachung (!) aller Einrichtungen des Wachregimentes durch bewaffnete Posten der Volkspolizei an. Das Leibregiment war "interniert" worden auf Forderung des Zentralen Runden Tisches vom 07. Dezember 1989. Die beiden Truppenfahnen dieses Elite-Regimentes gingen über den Militaria-Handel "verloren" - vielleicht hat sie auch ein inzwischen "betuchter Ex-Genosse" zurückgekauft. Keiner der eigenen "treuen Genossen" halfen MIELKE. Seine Ehefrau verkaufte die über 100 in- und ausländischen Auszeichnungen ihres Ehemannes zum "Schnäppchenpreis" an einen privaten Sammler. Die Konten der Familie waren durch die DDR-Staatsanwaltschaft gesperrt worden. Ein ehrloser Untergang - wie im Preußen von 1806 und beim Zweiten Deutschen Reich von 1918.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

16.01.2013 12:23
#12 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Für DIE LINKE ist heute ein Feiertag: GREGOR GYSI wird 65 Jahre alt, der "Showmaster" der Linken könnte in zwei Monaten in Altersrente gehen. Doch davon wird auf der 300-Personen-Party des smarten Doktors der Juristerei bestimmt nicht gesprochen. GYSI gilt als Retter des "SED-Mittelstandes" in den Wendejahren 1989 bis 1991. Die Genossen, ab Kreisleitung (oder gleichgestellte Ebene) aufwärts, haben sich in der "spätbürgerlichen Gesellschaft der BRD" gut integriert. Die wenigen "Unbelehrbaren" kämpfen weiter in der KPD und anderen "Polit-Sekten" auf Linksaußen. Sogar am "Tag von Karl und Rosa" wird inzwischen getrennt marschiert (und aufeinander rhetorisch eingeschlagen). DIE LINKE dürfte zu den wohlhabensten Parteien in Deutschland gehören. Der "SED-Schatz" konnte nie vollständig "gehoben" werden und "arbeitet" ungestört auf russischen und skandinavischen Konten im "Zinseszins-Geschäft". Wenn das keine guten Aussichten für den "kleinen Doktor" sind! Ein Abgeordneten-Mandat im Europa-Parlament liegt für ihn auch noch in der "Reserve" der kommenden Jahre. Die Anwalts-Kanzlei läuft hervorragend - nur eine (neue) Frau muß her, für das "schöne Bild" bei den zahlreichen gesellschaftlichen Auftritten.
Prosit Gregor!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

16.01.2013 16:30
#13 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Hallo,

ein sehr guter Beitrag. Das ist das Problem, welches die Linke in der öffentlichen Wahrnehmung hat. Teils durch Unwissenheit der politischen Gegner wird die Tatsache gerne unter den Tisch gekehrt, daß kurz nach der Wende ein großer Kehraus abgelaufen ist und die ganzen ewig Gestrigen heute in der DKP oder MLPD zu finden sind. Die Linke selbst ist längst in der heutigen Zeit angekommen und besetzt im Grunde die Themen welche die "Arbeiterpartei" SPD seit Jahren aufgegeben hat. Lafontain ist einer der bestverdienenden Politiker in Deutschland, was ihm (ebenfalls wie Gysi) natürlich auch zum Vorwurf gemacht wird.
Man muss hier aber auch feststellen, daß er einer der Dienstältesten ist und er daher schon jedem Menge Pöstchen inne gehabt hat. Er gehört eben noch zur alten Ära. Im Grunde habe ich damit kein Problem, so lange sich vermögende Leute auch sozial für Schwächere einsetzten. (siehe Grupp, Geißler ect.) Derer werden aber leider immer weniger.

Gruß Alex

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

16.01.2013 19:39
#14 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Das ist der große Irrglaube, propagandistisch immer wieder herausgestellt - Die Linke setze sich für die sozial Schwachen ein. De facto geht es denen wie der überwiegenden Mehrzahl der Politclowns um das eigene Wohlergehen. Die Fettlebe auf Kosten der Steuerzahler hat sich durch die Unfähigkeit, eine sinnvolle und nutzbringende Politik zu betreiben, als Schmarotzertum desavouiert. Keines der drängenden Probleme wird von den Parteien wirklich angepackt und nach dauerhaften Lösungen gestrebt. Die Parolen der Linken sind reine Luftnummern, entweder unbezahlbar oder bestenfalls dazu geeignet, die Wirtschaft zu schwächen und damit unseren Wohlstand zu gefährden.
Wenn es um das eigene Portemonnaie geht kennen auch die Linken kein Erbarmen, siehe Gysi und Lafontaine. Die unselige Regelung, alle "Versorgungsansprüche" zu kumulieren, führt zu grotesken Auswirkungen auf Kosten der Bürger. Schon der umtriebige Möllemann hatte zu D-Mark-Zeiten bereits 50 000 DM monatlich kassiert.

Matzerath Offline



Beiträge: 160

17.01.2013 15:35
#15 RE: Die Parteienlandschaft - Die LINKE antworten

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Das ist der große Irrglaube, propagandistisch immer wieder herausgestellt - Die Linke setze sich für die sozial Schwachen ein. De facto geht es denen wie der überwiegenden Mehrzahl der Politclowns um das eigene Wohlergehen. Die Fettlebe auf Kosten der Steuerzahler hat sich durch die Unfähigkeit, eine sinnvolle und nutzbringende Politik zu betreiben, als Schmarotzertum desavouiert. Keines der drängenden Probleme wird von den Parteien wirklich angepackt und nach dauerhaften Lösungen gestrebt. Die Parolen der Linken sind reine Luftnummern, entweder unbezahlbar oder bestenfalls dazu geeignet, die Wirtschaft zu schwächen und damit unseren Wohlstand zu gefährden.
Wenn es um das eigene Portemonnaie geht kennen auch die Linken kein Erbarmen, siehe Gysi und Lafontaine. Die unselige Regelung, alle "Versorgungsansprüche" zu kumulieren, führt zu grotesken Auswirkungen auf Kosten der Bürger. Schon der umtriebige Möllemann hatte zu D-Mark-Zeiten bereits 50 000 DM monatlich kassiert.




Komisch, in anderen europ. Ländern ist das alles bezahlbar, trotz Globalisierung, ohne Arbeitsplatzverluste, ohne Rückgang des Wohlstandes, ohne Rückgang der Wirtschaft...

Aber mal Butter bei die Fische, wie würdest Du es machen? Wen wählen?

Es schrieb Matzerath :)

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