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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 87 mal aufgerufen
 Sonstiges
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

18.01.2013 10:56
RE: Vor 70 Jahren scheiterte Görings großes Abenteuer antworten

Vor 70 Jahren scheiterte "Görings größtes Abenteuer" durch falsche Beurteilung der Lage und beschleunigte somit den Untergang der 6. Armee.

Von den benötigten Mengen schaffte man es zu Spitzenzeiten gerade mal die Hälfte einzufliegen...



Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

18.01.2013 16:54
#2 RE: Vor 70 Jahren scheiterte Görings großes Abenteuer antworten

Der aufgeblasene Dickwanst war ein Opfer seiner eigenen großmäuligen Propaganda über die Leistungsfähigkeit "seiner" Luftwaffe. Hier zeigte sich die völlig falsche Luftrüstung in praktisch allen Bereichen, die schon in der Luftschlacht um England unnütze Verluste gekostet hatte. Die Auswahl der Flugzeugtypen, die in Großserie gebaut wurden, war ein einziger Fehlschlag. Nicht einer dieser Typen konnte die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, die bei den Versuchsflügen mit unbewaffneten Vorserienmustern anscheinend möglich waren. Verhängnisvoll war auch das Festhalten an der alten Ju 52, die zwar robust war, aber viel zu langsam bei zu geringer Reichweite und vor allem zu geringer Nutzlast. Dabei waren hervorragende Maschinen wie die Ar 232 und die Ju 252 durch die unselige Typenpolitik von Erhard Milch auf das Abstellgleis geschoben worden. Der für die Luftrüstung verantwortliche Hans Jeschonnek ging im August 1943 angesichts der katastrophalen Auswirkung seiner Fehlplanungen in den Freitod.
Folglich gingen dann auch hunderte von Maschinen vor allem durch die russische Flak verloren. Den Gipfel des Irrsinns aber stellt die Tatsache dar, dass ein Großteil der unersetzlichen erfahrenen Fluglehrer zum Transporteinsatz abkommandiert wurde und dabei den Tod fand. So wurde die Pilotenausbildung durch Dummheit auf das Schwerste beeinträchtigt, was sich dann im Kampf gegen die alliierten Luftstreitkräfte zeigte.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

23.01.2013 09:46
#3 RE: Vor 70 Jahren scheiterte Görings großes Abenteuer antworten

Der Erfolg der Luftbrücken von DEMJANSK und CHOLM zwischen Februar und Mai 1942 veranlaßten GÖRING zum Versprechen an HITLER: "6.Armee kann aus der Luft versorgt werden!". Bedeutende Kräfte der Deutschen Luftwaffe waren zu diesem Zeitpunkt in Nordafrika im Einsatz. Die Rote Armee hatte aus den Mißerfolgen von DEMJANSK und CHOLM gelernt und ihre Luftabwehr erheblich verstärkt.Entlang der deutschen Einflugschneisen errichtete die Rote Armee sogenannte "Flakstraßen", die das Flugzeug von Geschütz zu Geschütz in An- und Abflugrichtung "weiterreichte". Auch die Wetterlage im Spätherbst zwischen Don und Wolga ist sehr unterschiedlich zu der im Frühjahr am Ilmensee. Doch der Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe ignorierte alle Einwände von Luftwaffe und Heer und setzte auf das "einmalige fliegerische Können und den Siegeswillen seines Personals". Im Stab des General der Panzertruppen PAULUS gab es auch nur den Generalmajor der Luftwaffe PICKERT, Kommandeur der 9.Flak-Division, der auf die Unmöglichkeit der Luftversorgung einer ganzen Armee verwies. PAULUS sah in der "Igelstellung Stalingrad" die Lösung, um mit seinen ca. 15.000 nicht transportfähigen Verwundeten bis zum Entsatz des Kessels in den Kellerräumen der Ruinenstadt auszuhalten.
STALIN ließ ohne Rücksicht auf eigene Verluste Tag und Nacht angreifen, um die deutschen Flugplätze einzunehmen, die am Rande von Stalingrad lagen. Am 16.Januar 1943 ging der Flugplatz PITOMNIK verloren und am 22.Januar der Flugplatz GUMRAK. Vom 25.Januar an konnten nur noch Verpflegungs- und Munitionsbehälter am Fallschirm abgesetzt werden. Der letzte deutsche Versorgungsflug erfolgte am 02.Februar 1943 in zwei Wellen mit He-111-Bombern vom Flugplatz NOWO-TSCHERKASSK aus. Da kein deutsches Bodensignal mehr erkannt wurde, drehten die Flugzeuge ohne Abwurf ab.

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