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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 386 mal aufgerufen
 Die Nachkriegszeit
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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

08.02.2013 09:29
#16 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

In der SED-Propaganda gab es den Begriff der ERNTESCHLACHT. Da ich von 1964 bis 1968 selber in der DDR-Landwirtschaft eine Lehre zum "Facharbeiter" durchlief (Abitur mit Berufsausbildung) bin ich "Zeitzeuge" dieser gesellschaftlichen Großereignisse gewesen. Aus heutiger Sicht kann diese "industriealisierte Landwirtschaft" nur mit der Produktionsweise auf den US-amerikanischen Großfarmen verglichen werden. Diese (deutsche) Perfektion erreichte im Osten niemand, nicht einmal "das Vorbild" Sowjetunion. Das eingestellte Bild von der Mähdrescher-Kolonne erinnert mich persönlich an eine "Verlegung der Erntekräfte in die Nordbezirke", aus dem Bezirk Leipzig in den Bezirk Schwerin. Die großen Erntemaschinen wurden von Verkehrspolizisten auf Motorrädern begleitet, diese wiederum durch einen Polizei-Hubschrauber geleitet. Geerntet wurde Tag und Nacht (soweit die Feuchtigkeit den Schnitt zuließ) im durchgehenden Schichtbetrieb - Feldverpflegung, Feldinstandsetzung und medizinische Sicherstellung inklusive.
Natürlich hatte diese ERNTESCHLACHT auch ihre große Schattenseite: der Naturschutz wurde kaum beachtet! Der Masseneinsatz schwerer Technik auf kleinem Raum führte zu erheblichen Flurschäden und damit zu unvermeidbaren Folgekosten (die nicht vorher im "Jahresplan" beziffert werden konnten, höchstens geschätzt wurden).

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

08.02.2013 13:27
#17 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Wenn diese LPG-Wirtschaft so super und vorteilhaft und vor allem überlgen war, stellt sich nur eine Frage: Warum musste die starke sozialistische Gemeinschaft bei den bösen Kapitalisten Nahrungs- und Futtermittel kaufen kaufen?
Von den Verwüstungen der Landschaft durch Bodenerosion und Bodenverdichtung durch die schweren Maschinen wird tunlichst geschwiegen. Ein weiteres düsteres Kapitel sind die riesigen Stallanlagen für die Massentierhaltung, als deren unmittelbare Folge die gigantischen Güllebecken die Luft verpesteten und vergifteten.
Dass heute Unternehmer aus Westdeutschland und den Niederlanden dieses System weiterführen, ist für die neuen Bundesländer und deren Landbevölkerung kein Gewinn.

Matzerath Offline



Beiträge: 160

09.02.2013 00:24
#18 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

@stomatophylax

wenn man sich Deinen Diskussionsverlauf hier ansieht wirds langsam wirklich lächerlich. Fakten zählen bei Dir nicht, Argumente schon gleich gar nicht und selbst Zeitzeugen werden ignoriert. Stein der Weisen ist wohl das Feindbild von einst, objektive Betrachtung gibt es nicht. Wie gut, daß es nicht nur Betonköpfe im Osten gibt
"Verwüstungen der Landschaft durch Bodenerosion" Hallo? Gehts noch theatralischer?
Plötzlich muss noch der Umweltschutz als Mittel zum Zweck herhalten... Wo Du die Grünen doch so abgöttisch liebst
Entschuldigung, es ist einfach grotesk wie Du versucht Tatsachen mit dem öffnen des zigsten Nebenschauplatzes zu verleugen oder zu vertuschen. Rein rhetorische gesehen ein netter Versuch, aber zu leicht zu durchschauen
Akzeptiere es einfach mal, des es Bereiche in der DDR gab, an denen Sie anderen Voraus waren, auch wenn es nur Weniges war. Aber das lässt Dein Weltbild sicher nicht zu Blos kein gutes Haar am eheml. Gegner lassen.
Das 17 Millionen in diesem Land gelebt und gearbeitet haben
geht Dir wohl nicht in den Kopf?

Der Mod möge mir vergeben, aber das musste mal gesagt werden!

Es schrieb Matzerath :)

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

09.02.2013 10:08
#19 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Das MILITÄR-FORUM zählt zu den wenigen West-Ost-Foren im Internet mit Substanz im "Schlagabtausch der Argumente". Dabei sollten wir auch bleiben! Gerade wir "Älteren" haben politische Verfestigungen entwickelt, die sich aus der jahrzehntelangen Front-Stellung der beiden selbstständigen, deutschen Staaten ergeben haben. Scheinbare Einigkeit gibt es nur bei "Spieler-Naturen", die einfach das Trikot wechseln und weiter mitlaufen - als wäre nichts geschehen.

Die industrieelle Produktionsweise der Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR galt auch bei Fachleuten im Westen als hoch modern. Bei der Zentralen Landwirtschaftsausstellung AGRA in Leipzig-Markkleeberg habe ich stets Vertreter aus der damaligen EWG, der USA und Japan gesehen. Leider war es uns "Kleinen" verwehrt, mit diesen Leuten ins Gespräch zu kommen. Die Kontakte liefen über die Regierungsebene der DDR. Für so manchen DDR-Funktionär haben sich diese engen persönlichen Kontakte, bei und nach der "Wende", im Sinne des Wortes "ausgezahlt".
Die Massentierhaltung in der Land- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR entsprach den damaligen internationalen Mindeststandards. Der Staat wollte auch hier im Valuta-Export-Geschäft beteiligt sein und mußte daher geforderte Voraussetzungen erfüllen. Der Bauernstand in der DDR war fachlich gut qualifiziert. Es gab sogar eine LPG-Hochschule mit Diplom- und Promotionsrecht für die Leiter der immer größer werdenden Kooperativen (LPG-Vereinigungen).
Im Rahmen der "internationalistischen Bruderhilfe" wurden auch bedeutende Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Länder der Dritten Welt exportiert, die unter westlicher Embargo-Politik standen. Diese Defizite mußten dann wieder durch West-Importe ausgeglichen worden. Dieses "Verlust-Spiel" betraf alle Staaten des östlichen RGW und war ein "Produkt" des Kalten Krieges. Die Land- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR gehörte trotz alledem zu den weltweit wenigen autarken(!) Wirtschaftszweigen.Das ist dem Fleiß und Erfindungsgeist des deutschen Bauern zu verdanken, auch wenn er "nur" in der DDR lebte und arbeitete.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

09.02.2013 11:09
#20 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

So ist es Kai

Bei manchen Statements muss man aber einfach schnunzeln:

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Warum musste die starke sozialistische Gemeinschaft
bei den bösen Kapitalisten Nahrungs- und Futtermittel kaufen kaufen?



Ja und? Es gab zahlreiche Handelsabkommen und? Die DDR versorgte auch Westberlin mit Obst und
Gemüse und nun? War deshalb die BRD nicht in der Lage seine Bevölkerung zu versorgen? Das wäre
nämlich die zwangsläufige und einzige "logische" Schlußvolgerung Deines Denkmusters.
Was ändert das aber an den o.g. Tatsachen? Nichts!

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Von den Verwüstungen der Landschaft durch Bodenerosion und Bodenverdichtung durch die schweren
Maschinen wird tunlichst geschwiegen.



Vollkommen richtig, das ganze Gebiet nördlich von Berlin bis zur Ostsee und von der Elbe bis
zur Uckermark war bis zur Wende völligst verwüstet worden... und in dieser völligen Einöde haben wir
auch noch Urlaub gemacht... Der Berliner würde sagen: Mensch jings uns damals dreckig...

Man sollte schon noch zwischen "Verwüstungen der Landschaft durch Bodenerosion" und Flurschäden
unterscheiden können. Aber von den jährlich wechselnden Kulturen auf den Äckern wird Dir sicher Kai
noch was sagen können. Bevor hier noch irgendein Nonsens von Monokulturen ins Feld geührt wird.

Ach übrigens, bei dem Thema Massentierhaltung in Bezug auf einen Systemvergleich wäre ich mal
lieber ganz leise... da geht es ganz schnell aufs Glatteis...

Gruß Alex

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

11.02.2013 12:56
#21 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Wenn hier allen Ernstes die Probleme geleugnet werden, die die Landwirtschaft mit ihren riesigen baumlosen Schlägen und der konzentrierten Massentierhaltung verursacht hat, dann ist jedes weitere Wort zwecklos. Wer von Euch hat denn in der Landwirtschaft gearbeitet? Ich habe in den 70er und 80er Jahren bei Besuchen im ländlichen Raum der DDR mitbekommen, welche Probleme tatsächlich den LPG-Beschäftigten zu schaffen gemacht haben. Die Vergößerung der Kuhställe von 100 auf 400 Stellplätzen war so eine tolle Idee. Da musste das Futter kilometerweit angefahren werden und bei immer wieder auftretenden Krankheiten wurde der ganze Stall gesperrt und tagelang die Milch weggeschüttet. Das wurde natürlich alles verschwiegen. Um den für die Käseherstellung nötigen Fettanteil zu erreichen, reichte die Silage im Winter nicht aus, also wurden aus der BRd importierte Kraftfutterpellets beigefüttert. So sah es hinter den Kulissen aus.
Im übrigen geht es mir garnicht darum, die Leistungen der ostdeutschen Landwirte schlecht zu machen. Unter den Bedingungen, die unfähige Politiker den Planern und den LPG-Mitarbeitern vorgaben, haben diese das Maximum erarbeitet. Aber auch das reichte oft nicht.
Dass die UdSSR Getreide importieren musste, lag nicht an irgendwelchen Exporten in dritte Länder, sondern am Kolchossystem, das keine Privatinitiative honorierte. Heute exportiewrt Russalnd wieder Nahrungsmittel, wie kommt das bloß?

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

11.02.2013 21:07
#22 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Wie ich bereits sagte, habe ich von 1964 bis 1968 in der DDR-Landwirtschaft gelernt und von 1980 bis 1990 in dieser Landwirtschaft (Bereich Zentralstelle für Pferdezucht) gearbeitet.
Konkret begann meine Lehrausbildung am 01.09.1964 im Volkseigenen Gut (VEG) Mügeln im damaligen Bezirk Leipzig. Der Staatsbetrieb hatte eine landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) von 605 Hektar und einen Nutztierbestand von 2.200 Schweinen, 900 Schafen und 500 Rindern. Dieser Bestand wurde betreut durch 266 vollbeschäftigte Betriebsangehörige, davon 60 Lehrlinge. Mein Ausbildungsziel war der "Facharbeiter für Rinderhaltung", damalige Berufsnummer 1131. Üblich waren 2 Jahre Lehrzeit, bei mir 4 Jahre durch die parallel verlaufende Abitur-Ausbildung in der Erweiterten Oberschule (EOS) Oschatz mit 3 Fremdsprachen: Russisch, Englisch und Lateinisch.

Die angesprochenen Probleme mit Krankheiten und Futtermängeln, die STOMATOPHYLAX festgestellt hatte, waren in "meinen" Betrieben, in den genannten Zeiträumen, nicht aufgetreten. Es mag durchaus derartige Vorkommnisse gegeben haben, aber dann bitte (im Interesse der Forum-Teilnehmer) konkret benennen: wo und wann! In den letzten (!) Monaten der DDR (1990 nach der D-Mark-Einführung) brach dann auch bei uns das "Chaos der Marktwirtschaft" aus und die Pferdebestände mußten wegen fehlendem Futter reduziert werden (Verkauf nach Frankreich oder an die Schlachthäuser). Die Führungskader der DDR, für eine Zentral-Plan-Wirtschaft gut ausgebildet, hatte niemand auf das "Spiel der freien Marktkräfte" vorbereitet...

Der "Getreideexport" war und ist eine politische Entscheidung. Ungeachtet vorhandener Hungersnöte beim Zaren und unter Stalin, exportierten Rußland bzw. Sowjetrußland eigenes (auch fremdes) Brotgetreide und Saatgut in ihre "Interessengebiete".

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

11.02.2013 23:52
#23 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

@stomatophylax

diese baumlose, verwüstete und erodierte Landschaft gab es in der DDR schlichtweg nicht. PUNKT! Das lies die Infrastruktur des besagten mitteleuropäischen Landes (DDR)gar nicht zu. Nenne mir einen Fall, wo Straßen, Flüße oder Ortschfaften weichen mussten um Felder zusammenzulegen. Es wurden in der Agrarreform einfach die "kleinen Handtücher" zusammengeschlossen (welche auch vorher nicht durch Bäume, Büsche oder Straßen getrennt waren) Oder siehst Du heute Bäume im Westen zwischen diesen Handtüchern? Wir reden hier von der DDR und nicht von einer Bocage-Landschaft wie in der Normandie

Probleme mit der Massentierhaltung in der DDR? Kein Problem!
Auch hier können wir gerne Vergleiche ziehen, aber wie gesagt, da geht es schnell auf´s Glatteis.
Wer sich über das Hündehäufchen in der DDR aufregt, sollte den eigenen (weit größeren) Elefantenhaufen im eigenen System aber gefälligst nicht übersehen: Beispiele gefällig?

Interessant finde ich immer wieder "Argumente" wie "Als ich da auf Besuch war" Sicher und das hat für ein objektives Bild vollkommen gereicht. Zeitzeugenaussagen wie von Kai müssen da natürlich völlig außen vor bleiben... Obwohl die "da" viel länger auf Besuch waren
Daher fand ich Kais Beitrag recht gut, in welchem er u.A. gefordert hat doch mal die Fakten auf den Tisch zu legen: wo und wann! In den letzten (!) Monaten der DDR!
Ich halte es nämlich ebenfalls für sehr wichtig (und nicht nur im Interesse der Foren-Teilnehmer) das im Zuge des dumpfen Antikommunismus nicht alles ständig in den Dreck gezogen wird. Allein schon der Geschichte wegen.

Der "Durschnittsbundi" hat dank solcher Beiträge wie von stomatophylax nämlich ganau das Bild welches heute vorherrscht. Aber was will man machen, die Propaganda lief eben auf beiden Seiten.
Der eheml. DDR Bürger hat nämlich das Glück und kann sich über beide Seiten sein Urteil erlauben, da er in beiden Systemen leben durfte/musste und nicht nur "auf Besuch" da war. Das erklärt sicher auch den Erfolg der Linken in den neuen Ländern... "40 Jahre lang hat man uns erzählt der Kapitallismus wäre menschenverachtend und böse und 40 Jahre lang haben wir geglaubt, es wäre nur Propaganda..."

Dieses Forum soll u.A. ein Beitrag sein, daß Geschichte eben nicht schwarz/weiß ist.

Gruß Alex
(dem nicht 1x die Schulmilch in der gesamten POS-Zeit fehlte)

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stomatophylax Offline



Beiträge: 350

15.02.2013 15:12
#24 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Catexus,

stark vom Leder gezogen, leider fast ausschließlich emotional. Mir geht es überhaupt nicht um den Kommunismus, gescheiterte Ideologien sollten für sich selbst sprechen. In der Rückschau war Alles immer besser und schöner. Auch das Dritte Reich hatte viele Vorteile, vor allem innere Sicherheit und ein Gemeinschaftsleben, das vielen Menschen entgegenkam. Davon spricht heute offiziell niemand, vielmehr werden nur die tatsächlichen und zunehmend angebliche Untaten und Verbrechen herausgestellt.
Ein letztes Wort zur Umformung der Landschaft: Worauf waren denn die Staubstürme in Mecklenburg-Vorpommern zurückzuführen, die den Autoverkehr streckenweise lahmgelegt haben?

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

15.02.2013 15:44
#25 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Emotional mag sein, aber alles auf Tatsachen beruhend.
Solange aber Kais und meine Fragen nicht beantwortet sind beantworte ich sicher keine neu eröffneten Gegenfragen
Egal ob es um Sandstürme oder um Ideologien geht.

Gruß Alex

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Matzerath Offline



Beiträge: 160

15.02.2013 16:21
#26 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Ja, jetzt sind andere erst mal am Zug:

wo und wann! In den letzten (!) Monaten der DDR!

Interessiert mich auch!

Es schrieb Matzerath :)

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

18.02.2013 11:03
#27 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Zur allgemeinen "Beruhigung der Gemüter" etwas vergleichende Statistik zur Entwicklung der LANDWIRTSCHAFT IN DER DDR
(Die Jahre 1949 und 1989).

1. HEKTARERTRÄGE in Dezitonnen (Doppelzentner) pro Jahr:
Getreide 1949: 21,0 - 1989: 44,3
Kartoffeln 1949: 148,0 - 1989: 250,0
Zuckerrüben 1949: 232,0 - 1989: 313,0

2. LEISTUNG je Nutztier pro Jahr:
Kuh-Milch (Liter) 1949: 1.559 - 1989: 4.020
Eier (Stück) 1949: 86 - 1989: 282
Schaf-Wolle (kg) 1949: 1,5 - 1989: 3,1

3. PRODUKTIONSLEISTUNG Tiererzeugnisse pro Jahr
Schlachtvieh 1949: 349.000 Tonnen
1989: 2.800.000 Tonnen

Kuh-Milch 1949: 2.300.000 Tonnen
1989: 8.053.000 Tonnen

Schaf-Wolle 1949: 1.310 Tonnen
1989: 8.342 Tonnen

Bienenhonig 1949: 2.450 Tonnen
1989: 6.186 Tonnen

Hühner-Eier 1949: 878 Millionen Stück
1989: 5.720 Millionen Stück



4. TIERBESTÄNDE

Rinder 1949: 3,3 Millionen Stück
1989: 5,7 Millionen Stück

Schweine 1949: 4,3 Millionen Stück
1989: 12,5 Millionen Stück

Schafe 1949: 0,9 Millionen Stück
1989: 2,6 Millionen Stück

Geflügel 1949: 20,2 Millionen Stück
1989: 49,4 Millionen Stück

5. MOTORISIERUNG in der Landwirtschaft

Traktoren 1960: 70.566
1989: 167.529

Lastkraftwagen 1960: 9.312
1989: 59.900

Mähdrescher 1960: 6.409
1989: 18.404

Kartoffel- 1960: 6.386
Sammelroder 1989: 8.112

Rüben- 1960: 3.665
Köpf-/-rodelader 1989: 5.589

Der gesamte "technische Grundfonds" der Landwirtschaft
hatte im Jahre 1989 einen Wert von 74 MILLIARDEN MARK
der DDR.

(Quelle: Staatliche Zentralverwaltung für Statistik,
DDR 1989)

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

21.02.2013 13:54
#28 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Am 20.4.2011 verursachte ein Staubsturm auf der A 19 zwischen Rostock und Güstrow einen der schlimmsten Massenunfälle in Deutschland. Von den leergräumten Großschlägen herangewehter Ackerboden nahm in Sekunden den Autofahrern die Sicht. Dutzende von Wagen fuhren ineinander und geriten zum teil in Brand. Mehr als 100 Verletzte und 8 Tote waren das Resultat. Pikant an der Geschichte ist, dass bereits 2002 von Fachleuten vor genau dieser Gefahr in exakt der Gegend gewarnt worden war. Soviel zur unversehrtn Landschaft und Natur durch Intensivbearbeitung.

Matzerath Offline



Beiträge: 160

21.02.2013 17:55
#29 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Lieber stomatophylax,

bevor Du hier noch mehr Halbwahrheiten verbreitest, mach Dich schlau und schreibe hier die ganze Geschichte dazu.
Richtig ist, daß es diesen Sandsturm gab, nur solltest Du WENN bitte auch die WIRKLICHEN Ursachen dazu schreiben.
Das lag damals nämlich daran, daß die Felder die diesen Sturm verursachten einfach sich selbst überlassen wurden.
Dort fand zu dem Zeitpunkt weder eine Bewirtschaftung statt, noch hat man diese ungenutzen Felder rekultiviert
wie es z.B. mit den Tagebaufolgelandschaften passiert.
Also, immer schön bei der Wahrheit bleiben und nicht alles einfach so hinbiegen daß es einem selbst in den Kram
passt.

Soweit zum Thema "neu eröffneter Nebenschauplatz Sandsturm"

Was ist aber mit der noch offenen Frage?

wo und wann! In den letzten (!) Monaten der DDR!

Kannst oder willst Du sie nicht beantworten? Ständig immer nur erneut provozieren ist keine sonderlich tolle Rhetorik für andere Diskutanten.

Es schrieb Matzerath :)

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

21.02.2013 19:01
#30 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Die Tagebaue sind nochmal eine ganz andere Hausnumer und eigentlich nicht mit Feldern zu vergleichen, da hier die Landschaft ja wirklich "umgekrempelt" wurde, was ja in der Landwirtschaft nicht der Fall ist. Aber auch im Bergbau kommt es zu keinen Sandstürmen, wenn richtig gehandelt wird.

Für diese Sandstürme müssen viele Faktoren zusammenkommen und der Hauptfaktor ist defenitiv die o.g. fehlende Bewirtschaftung bzw. der Fehler zumindest Weideflächen anzulegen. Extreme Trockenheit und Wind tun ihr Übriges.
Halten wir also fest, diese Faktoren sind alle erst 2011 zusammen gekommen und nicht vor dem Novenber 1989

Gruß Alex

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Fax: 09372/9475107

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