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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 362 mal aufgerufen
 Die Nachkriegszeit
Seiten 1 | 2 | 3
Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

22.02.2013 09:26
#31 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Gerade bei uns im "Osten" ist die Anzahl brachliegender, landwirtschaftlicher Nutzflächen erschreckend hoch geworden. Grund und Boden sind zu "Spekulationsobjekten" mutiert! Angebaut wird, was kurzfristig "Gewinn" verspricht. Das sind dann die berüchtigten (EU-geförderten) MONOKULTUREN, wie Raps, Sonnenblumen (zur Öl-Gewinnung) und Mais zur "Bio-Gas-Verwertung". Wenn noch mehr "Gewinn" in Aussicht steht,dann wird verpachtet oder verkauft. Interessenten sind immer vorhanden: Betreiber von SOLAR- und WIND-ENERGIE-PARKS, BAUHERREN für Grundstücke und BODENANLEGER(das sind "Vermögende", die Grund und Boden als "krisensichere Wertanlage" kaufen).
Ein schutzwürdiges "Kulturgut Boden" gibt es praktisch nicht mehr. Die NATURSCHUTZ-GEBIETE und FREIZEIT-PARKS (z.B.im Bereich stillgelegter Braunkohle-Abbauflächen)sind dem Nahrungsmittel-Anbau ebenfalls entzogen worden.
Eines ist zumindestens in den "erneuerten" Bundesländern nach über 20 Jahren erreicht worden: (auch) wir können uns nicht mehr aus eigener Produktion ernähren ...

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

22.02.2013 14:46
#32 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Matzerath,

was soll ich behauptet haben in Zusammnehang mit den letzten Monaten DDR?

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

22.02.2013 14:53
#33 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Bodenerosion ist weder an Jahreszahlen noch Wirtschaftssysteme gekoppelt! Hauptursache ist das Fehlen jeglicher hochwachsender Vegetation wie Bäume und Hecken. Dazu Monokulturen. Im mittleren Westen der USA sind derartige Staubstürme in trockenen Jahren an der Tagesordnung.
Im übrigen scheint es Hellseher zu geben, wenn 2002 schon Warnungen erfolgt sind, die Staubstürme als Gefahr für exakt dieses Gebiet an der A 19 erkannt haben.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

22.02.2013 15:02
#34 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Kai Guleikoff,

volle Zustimmung. Ein besonders übles Kapitel ist die Umsiedlung holländischer Viehhalter besonders nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In den Niederlanden mussten sie ihre Vienbestände verkleinern, weil soviel Gülle anfiel, dass ganze Landstriche durch Ammoniak regelrecht vergiftet worden sind.
Jetzt finden diese Strolche bereitwillige Helfer in den dummen Bürgermeistern, Landräten und Ministerialbeamten, die die katastrophale Massentierhaltung genehmigen. Es gilt das Todschlagargument "Arbeitsplätze". Umweltzerstörung, ätzender Gestank, Massenverkehr durch Lkw für Futter- und Viehtransporte sowie die Gülletransporte - alles angeblich zum Wohl der armen Schweine die dort leben. Und der Holländer lacht sich halbtot über die dummen oder korrupten Deutschen und die EU zahlt dazu. Armes Deutschland - Agrarkolonie für Holländer.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

24.02.2013 20:04
#35 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Bodenerosion ist weder an Jahreszahlen noch Wirtschaftssysteme gekoppelt! Hauptursache ist das Fehlen jeglicher hochwachsender Vegetation wie Bäume und Hecken. Dazu Monokulturen. Im mittleren Westen der USA sind derartige Staubstürme in trockenen Jahren an der Tagesordnung.
Im übrigen scheint es Hellseher zu geben, wenn 2002 schon Warnungen erfolgt sind, die Staubstürme als Gefahr für exakt dieses Gebiet an der A 19 erkannt haben.



Schön, daß Du mich hier bestätigst. Monokulturen waren zu DDR Zeiten kein Thema, daß wird Kai bestätigen können und an hochwachsender Vegetation hat es auch nie gefehlt wie ich weiter oben ja schon geschrieben habe. Heute sind die LPG´s GmbHs, an den Flächen hat sich nichts geändert. An Jahreszahlen gekoppelt würde ich schon sagen, da der Hauptfaktor für die Sandstürme erst nach der Wende dazu kam: Die Felder wurden/werden sich selbst überlassen und es erfolgte keine rekultivierung. Sei noch zu klären, warum dieses Problem lokal nur da auftaucht, wo Felder eben sich selbst überlassen werden. Aber auch das habe ich oben schon getan.
Im laufenden Betrieb treten/traten diese Probleme nicht auf.

Gruß Alex

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Matzerath Offline



Beiträge: 160

25.02.2013 00:20
#36 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Zitat
Gepostet von stomatophylax
Matzerath,

was soll ich behauptet haben in Zusammnehang mit den letzten Monaten DDR?



Siehe Beiträge:

#22 | Montag, 11. Februar 2013 (21:07)
#23 | Montag, 11. Februar 2013 (23:52)
#26 | Freitag, 15. Februar 2013 (16:21)

Einfach nochmal durchlesen, sicher fällt es Dir dann wieder ein worum´s ging

Es schrieb Matzerath :)

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

25.02.2013 11:16
#37 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Auch wenn wir Gefahr laufen, ein "landwirtschaftliches" Forum zu werden, möchte ich ein paar Bemerkungen zur Problematik der "SCHUTZ- und BANN-WÄLDER" einwerfen. Die Bedeutung dieser Schutzflächen war in der DDR erkannt worden. Im damaligen "Vorbild-Staat" Sowjetunion traten Folgen der Bodenerosionen auf deren gigantischen Großflächen ebenfalls auf. Schon im Theorie-Unterricht meiner Lehrzeit haben wir um die Bedeutung der Schutzbepflanzungen heftig gestritten. Schutzflächen verringern natürlich den Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen - das benutzte Hauptargument (!) dagegen. Die DDR mit ihrer Hauptenergie-Gewinnung aus Braunkohle-Tagebauen und den unverhältnismäßig großen Sperrflächen durch Truppenübungsplätze für zwei große Armeen sowie einer fünf Kilometer tiefen militärisch gesicherten West-Grenze, kämpfte um jeden Quadratmeter Anbaufläche für ihre Landwirtschaft.
Nach der Wende trat dann die bekannte (in abgeschwächter Form weiter anhaltende) "Go-West-Bewegung" ein, die zur ungeregelten "Renaturierung" und damit zur Versteppung landwirtschaftlicher Nutzflächen führte. Gebiete, wie die Uckermark (zehnmal so groß wie das SAARLAND) gelten nach UNESCO-Standard bereits als "unbesiedelt" (weniger als 52 Einwohner auf einem Quadrat-Kilometer).

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

25.02.2013 23:08
#38 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Zitat
Gepostet von Kai Guleikoff
Auch wenn wir Gefahr laufen, ein "landwirtschaftliches" Forum zu werden



So eng sehe ich das nicht, es geht ja dabei um deutsche Geschichte mit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Wenn es dabei sehr ins Detail geht habe ich damit kein Problem. Das macht es interessant. (Auch wenn es nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat.)

Vieleicht sollte man einfach mal die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede beider Systeme nebeneinander stellen.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

26.02.2013 09:05
#39 RE: Unterschiede Sozialismus und Nationalsozialismus antworten

Leider besteht hier doch ein dringender Nachholebedarf!

So wie bei WIKIPEDIA die "LANDWIRTSCHAFT DER DDR" beschrieben wird, muß dem "biederen Bundesbürger" einfach (auch heute noch) das kalte Grauen erfassen. Ohne Rücksicht auf objektiv vorhandene Struktur-Unterschiede (!) zwischen Staats- und Privatwirtschaft zu nehmen, wird die Gesamt-Beschäftigtenzahl ins Verhältnis zur Produktivität gesetzt. Das ist der kolportierte "Kampfstil der BILD-Zeitung" und kann nur (wenn überhaupt) zur Belustigung der "Wissenden" beitragen!

In den volkseigenen Betrieben der DDR war die gesamte Sicherstellung der Produktion im (!) Betrieb vorhanden.
Die Betriebs-Buchhaltung, der Betriebs-Fuhrpark, die Betriebs-Werkstätten, die Betriebs-Kultureinrichtung, die Erste-Hilfe-Versorgung durch eine Betriebs-Schwester, die Betriebs-Küche für eine stationäre und mobile (bei Feldarbeit) Belegschaftsversorgung, der Betriebs-Kindergarten, die Betriebs-Wohnungen, die Betriebs-Ferieneinrichtungen und anderes mehr waren integrale (!) Bestandteile des Betriebes. Der Betrieb mit seiner langjährigen Stammbelegschaft (Betriebszugehörigkeit bis 45 Arbeitsjahre war nicht ungewöhnlich) wurde dadurch zum Lebens-Mittelpunkt der Menschen in der DDR.

In der Privatwirtschaft (mit seiner heutigen "Job-Mentalität") werden derartige Service-Einrichtungen an Dienstleister "ausgelagert" oder sind zumeistens gar nicht vorhanden, weil sich "derartiges nicht rechnet". Der Mensch ist zum Mittel der Gewinnerzielung "reduziert" geworden.

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