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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 39 mal aufgerufen
 Die Deutsche Demokratische Republik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

18.02.2013 17:47
RE: Die Sorben in der DDR antworten

Im Westen fast unbekannt, ist eine nationale Minderheit die Sorben. Im Gegensatz zu anderen Minderheiten ist diese Bevölkerungsgruppe vollkommen integriert. Beheimatet in den Gebieten der Ober- und Niederlausitz. Hier kann man alleine an den Zweisprachigen Ortsschildern feststellen, daß man im Sorbenland ist.
Die NSDAP versuchte die seit Jahrhunderten dort lebenden Sorben für sich zu vereinnahmen, was aber scheiterte. Was folgte war das übliche Prozedere, Verhaftung, KZ ect.

In der DDR gelang dies erheblich besser und bis heute gibt es keinerlei Probleme, man lebt hier gleichberechtigt zusammen.

Hat jemand Erklärungen dafür? Infos dazu?
Liegt das nur an der selben Religion?

Gerade in Bezug auf den jüdischen Glauben stellt sich die Frage warum die Sorben so gut integriert sind und es gegenüber den Juden in der Bevölkerung nach wie vor einen recht weit verbreiteten Antisemitismus gibt.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

19.02.2013 11:32
#2 RE: Die Sorben in der DDR antworten

Mit den SORBEN in der sächsischen Oberlausitz konnte ich mich während meiner dreijährigen Offiziersausbildung in LÖBAU genauer beschäftigen. Nicht nur der hübschen Sorbinnen wegen, sondern Dank meiner "Dauer-Ausgangskarte" als FDJ-Sekretär der Schüler-Kompanie war ich bereits frühzeitig privilegiert. Mit diesem "Sonderausweis" konnte ich viel Freizeit außerhalb der Kaserne verbringen und (auch) die Museen und regionalen Heimatstuben besuchen.
Die DDR bemühte sich sehr als Staat der "Völkerfreundschaft und des Friedens" in Erscheinung zu treten. Die SORBEN der Oberlausitz und die WENDEN der Niederlausitz wurden als "ein slawisches Volk" angesehen. Natürlich fühlten sich die SORBEN als Deutsche in der DDR und nicht als Slawen. Die angrenzenden Polen wurden von ihnen nicht als "Verwandte" angesehen, sondern - wie bei uns - als "Freunde". Die Polen hatten auch bei ihrer "West-Erweiterung" nach 1945 kein Interesse gezeigt, die SORBEN zu integrieren und auch deren Vertreter wollten nicht diese "Ehre" annehmen.
Als Militärhistoriker interessierten mich natürlich die örtlichen Kampfhandlungen bis 1945. Gerade zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde hier sehr erbittert gekämpft. Die neben der Roten Armee eingesetzten Bündnis-Polen erlitten zwischen GÖRLITZ und BAUTZEN schwerste Verluste. Als "Befreier" erwartete sie auch hier im "Slawengebiet" (fast) keiner.

Im Dritten Reich bemühten sich die amtlichen "Volkskundler" der NSDAP um den Nachweis der Zugehörigkeit der SORBEN und WENDEN zum germanischen Stamm der WANDALEN, die hier bis zum 07. Jahrhundert u.Z. hauptsächlich siedelten.(SORBEN und WENDEN seien der vor Ort gebliebene Teil der WANDALEN gewesen, die dann später "Zugewanderte" aufgenommen hätten). In alten Fotoalben konnte ich zahlreiche Bilder sehen, auf denen mit hier Ansässigen verwandte Spreewälderinnen, in ihrer auffälligen Wenden-Tracht, mit Männern in SA- und SS-Uniform zusammen tanzten und feierten (Ernte-Dank-Fest).
Vorchristliche Kulte sind bekanntlich im SPREEWALD bis heute im Brauchtum gegenwärtig. Vielleicht hatten die "germanisierenden" Nationsozialisten hier Anknüpfungspunkte finden wollen zu der von ihnen propagierten neuen "Gottgläubigkeit" (Der Begriff der "Gottgläubigkeit" sollte die "Monopolstellung" des Christentums in Deutschland zurückdrängen).

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