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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 72 mal aufgerufen
 Bewaffnung und Ausrüstung
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

25.02.2013 22:56
RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Im 2. Weltkrieg von vielen Kriegsparteien oft eingesetzt, nach dem Krieg aber völlig aufgegeben war das Konzept der Panzerzüge. Gerade im Hinterland zur Partisanenbekämpfung oder zur Sicherung besetzter Gebiete doch ideal. Warum wurde diese Waffengattung nicht fortgeführt? Bei James Bond ließ man diese nochmals aufleben, aber eben nur im Film.
Bei der NVA bzw. Bundeswehr gab es Lazarettzüge, aber keine bewaffneten Einheiten.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

27.02.2013 09:53
#2 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Bei der NVA gab es auch einen "Führungszug" des Ministers für Nationale Verteidigung mit Standort in Strausberg-Nord, zwischem dem damaligen Kfz-Regiment und dem Flugplatz der Verbindungsflieger. Der Gleisanschluß an das öffentliche Schienennetz ist heute noch in Fragmenten vorhanden (Zufahrt zum ebenso fragmentarischen Gewerbepark der Nachwende-Zeit).
Im Eisenbahn-Pionier-Ausbildungs-Regiment 2 "Bruno Schramm" in Doberlug-Kirchhain lernte ich noch im Frühjahr 1988 "Werkstatt-Züge für den militärischen Gleisbau" kennen. Damals war diese Elite-Einheit der NVA (und des Warschauer Vertrages!) bereits vorwiegend in der (leidenden) Volkswirtschaft der DDR im Dauer-Einsatz.

Die Sowjetarmee der Breshnew-Ära unterhielt verdeckt operierende Raketen-Züge der Strategischen Raketentruppen, die im ständigen Fahrbetrieb waren (zur Erschwerung der Ortung). Die können zur Kategorie der "Panzerzüge" gerechnet werden, zumal auch eine (ebenfalls getarnte) beachtliche Nah-Verteidung vorhanden war zur Abwehr feindlicher Kommando-Unternehmen.

Die "Bindung an die Schiene" wird als Hauptargument gegen den Panzerzug genommen. Durch Fliegerkräfte kann die "operative Beweglichkeit" schnell eingeschränkt oder genommen werden. Der Zweite Weltkrieg hat zwar gezeigt, daß die Unterbrechungen von Schienenwegen sehr kurzfristig behoben werden konnten, doch der Material- und Personalaufwand war dabei auch sehr hoch.
Bei den Endkämpfen um Berlin vom April 1945, fuhr die S-Bahn auf dem Innen-Ring trotz andauerndem Artillerie-Beschuß durch die Rote Armee im Nachschub- und Verwundeten-Transport, bis zum Halt durch russische Infanterie!
Der Roten Armee gelang es ebenfalls, trotz vielfältiger deutscher Schienen-Sprengungen, auf der Bahnstrecke von "Fredersdorf bei Berlin" bis zum "Schlesischen Bahnhof"(heute Ost-Bahnhof) ihre schwere Belagerungs-Artillerie vorzuschieben - zum Beschuß des deutschen Verteidigungsabschnittes "Zitadelle" im Stadtkern.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

27.02.2013 17:58
#3 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Zitat
Gepostet von Kai Guleikoff

Die Sowjetarmee der Breshnew-Ära unterhielt verdeckt operierende Raketen-Züge der Strategischen Raketentruppen, die im ständigen Fahrbetrieb waren (zur Erschwerung der Ortung).



Hast Du da nähere Infos dazu(eventl. Bilder)?

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

03.03.2013 09:51
#4 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Im Netz dazu Text und Bilder (SS-24 SCALPEL bzw. RT-23 MOLODETS) unter www.de.wikipedia.org/wiki/ss-24

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

03.03.2013 09:54
#5 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Ergänzung: Wenn die angegebene Seite "nicht vorhanden" ist, dann unter RT-23 bzw. SS-24 suchen.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

03.03.2013 17:40
#6 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Interessant, so im Zug getarnt für den Feind schlecht auszumachen. Die normalen Standorte der Silos dürften sicher bekannt gewesen sein und die mobilen Kräfte durch Sateliten ebenfalls gut auszumachen sind recht leichte Ziele, aber in so einem Zug. In den weiten Sibiriens auf der BAM oder Transsib...

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

04.03.2013 09:46
#7 RE: Das Ende der Panzerzüge antworten

Die Russen sind bekannt als "Meister der tödlichen Fallen"!
Ein weiteres Beispiel der "Tarnung und Täuschung" aus den 1980er Jahren ist die russische AUFKLÄRUNGS-DROHNE DR-3, die als "ziviler Tankwagen" im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sein kann. Der vermeintliche Treibstoffbehälter (äußerlich auch so beschriftet) beinhaltet die Drohne und ist deren Startbehälter. Im Jahre 1984 stellten die Israelis "fremde" Drohnen über ihrem Territorium fest. Lange konnte deren Herkunft nicht ermittelt werden - bis Informanten aus Syrien(!) meldeten, hier seien DR-3-Systeme im Einsatz.

Die engsten Verbündeten der Russen auf dem Balkan sind bekanntlich die Serben. Die militär-technische Zusammenarbeit dieser "slawischen Brüder" ist bis heute sehr eng geblieben. Die Serben entwickelten (ebenfalls) in den 1980er Jahren den MEHRFACH-RAKETENWERFER M-77. Dieser wird als ziviler 10-Tonnen-Lkw "maskiert". Unter der Plane des Verdecks sind 2x 32 Raketen des Kalibers 128 mm verborgen. Dank der Eigenentwicklung einer Nachladeeinrichtung (2- Minuten-Vorgang) können die 64 Raketen in 2x 5 Minuten einzelnd oder in Salve (2x 25 Sekunden) verschossen werden.
Eine Salve überdeckt im Zielgebiet eine elliptische Fläche von 167 x 213 Metern. Die M-91-Raketen-Köpfe sind mit unterschiedlicher Streu-Munition (Selbstzerleger) oder mit Brandmitteln versehen. Solche "Überraschungs-Eier" laden nicht gerade zu einem Bodenkrieg ein!

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