Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


logo

Das Forum für Militär, Politik- und Zeitgeschehen





Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 92 mal aufgerufen
 Bewaffnung und Ausrüstung
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

02.03.2013 17:34
RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Die 12,8-cm-PaK 44 war eine schwere Panzerabwehrkanone der Wehrmacht/Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg, wurde 1943 von Krupp entwickelt und ab 1944 in den Kruppschen Berthawerken/Breslau hergestellt. 51 Geschütze wurden gebaut. Die Lebensdauer betrug 1000 bis 2000 Schuss.
Durch die Kreuzlafette war ein 360°-Rundumfeuer möglich.
Neben dem Einbau im Jagdtiger kam diese auch auf Waffenträgern als Selbstfahrlafette zum Einsatz. Günstig in der Herstellung und einmal taktisch gut positioniert ein Albtraum für jeden Gegner.


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

07.03.2013 13:38
#2 RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Die abgebildete Selbstfahrlafette gab es nur auf dem Papier. Es handelt sich um den geplanten Waffenträger 2, der die 15-cm-Haubitze und die 12,8-cm-Kanone aufnehmen sollte. Für beide Gschütze war ein Höhenrichtbereich von 45 Grad vorgesehen; es handelte sich also um Artillerie, nicht um Pak. Das Kaliber 12,8 war das erste Einheitskaliber für alle drei Wehrmachtsteile, wobei Rohr- und Munitionsgleichheit vorgesehen war. Die im Bau befindlichen Zerstörer sollten damit ausgerüstet werden, wodurch die Kriegsmarine zum ersten Mal ein Allzweckgeschütz zur Luft- und Seezielbekämpfung erhalten hätte. Bei der Luftwaffe war die 12,8-cm-Flak bereits im Einsatz, auf den Flaktürmen in Berlin und Hamburg sogar in Zwillingslafette. Für das Heer war die 12,8-cm-Pak geplant. Krupp und Rheinmetall hatten je einen Prototyp vorgestellt. Krupp bekam den Vorzug, weil die Rheinmetalllafette sehr kompliziert war. Die Lafettenproduktion war auch der Engpass bei der Einführung der Kanone. Daher wurden 12,8-cm-Rohre in umgebaute Beutelafetten eingelegt, die der russischen 15,2-cm-Kanonenhaubitze 1937 und der französischen 15,5-cm-Kanone GPF.
Der Waffenträger 2 gleicht den amerikanischen Selbstfahrlafetten M 107 und M 110 wie ein Zwilling, nur dass diese erst der 50er Jahre konstruiert worden sind.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

08.03.2013 09:32
#3 RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Die deutsche 12,8 cm Kanone 44 als schweres "Standardgeschütz" war als PaK im JAGDPANZER VI JAGDTIGER als Hauptwaffe installiert (12,8 cm-PaK 44 L/55).
Dieser "Panzerjäger" wurde in Niederösterreich (St.Valentin) in den berühmten NIBELUNGEN-WERKEN für Panzerbau hergestellt. Interessant ist die Tatsache, daß der JAGDTIGER (fast) ausschließlich von Fremdarbeitern aus Tschechien und Frankreich, russischen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen montiert wurde. Dafür mußten ihnen Arbeitsbedingungen gewährleistet werden, die denen der (ausgedünnten) deutschen Stammbelegschaft entsprachen.

Die Modellbau-Firma TRUMPETER bietet im Maßstab 1:35 den Modellbausatz "12,8 cm PaK 44 auf Waffenträger Krupp 1" an unter der Artikel-Nr. TRU 05523.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

08.03.2013 10:54
#4 RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Stimmt, der Waffenträger 2 hat 2 Laufrollen mehr als die 1. in Serie gegangene Version.
In aller Literatur wird die 12,8-cm-PaK 44 als Panzerabwehrkanone geführt (Was die Bezeichnung PaK ja schon sagt). Der mögliche 45° Höhenrichtbereich macht das indirekte Verschiessen von Sprenggranaten möglich, macht es aber noch nicht zu einem Artillerie/Feldgeschütz/Haubitze. Sonst wäre der Jagdtiger mit der 12,8-cm-PaK 44 auch ein Sturmgeschütz und kein Jagdpanzer. Auch die 8,8-cm-FlaK 18/36/37 blieb immer noch eine Flak, auch wenn man damit auf Panzer schiessen konnte. Das Thema der einzelnen Kanonen- und Geschütztypen hatten wir in einem anderen Thread schon einmal.
War recht interessant.

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

13.03.2013 15:04
#5 RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Es war vorgesehen, die 10-cm-Feldkanone ( 105-mm-L/52 ) durch eine 12,8-cm-Feldkanone zu ersetzen. Den Anstoß hierzu hatte die russische 12,2-cm-Feldkonaone 1937 gegeben, deren Leistung und Munitionswirkung denen der 10-cm-Kanone deutlich überlegen waren.
Zunächst war eine reine Feldkanone geplant. Angesichts der sich ankündigenden schweren Panzer der Alliierten fiel dann die Entscheidung für eine Mehrzweckwaffe. die auch für die Panzerbekämpfung auf große Entfernung verwendbar war. Daher die Kreuzlafette mit 360 Grad Schwenkbereich. Der Höhenrichtbereich betrug -7,85 bis + 45 Grad. Die offizielle Bezeichnung lautete 12,8-cm-Kanone 44. Die Munitionswirkung war vernichtend, Pazerdurchschlag 202 mmm/60 Grad auf 1000 m, d.h. alle bekannten Feindpanzer konnten schon ab 3 000 m bekämpft werden. Erkauft wurde die Leistung mit einer Masse in Feuerstellung von 10 160 kg; zum Vergleich die 7,5-cm-Pak 40 1 425 kg!. Daher war eine Selbstfahrlafette zwingend notwendig. Die aus der anlaufenden Serienfertigung kommenden Rohre wurden in Beutelafetten eingelegt. Mit französischer Lafette als 12,8cm- Kanone 81/1 und 12 197 kg, in russischer Lafette als 12,8-cm-Kanone 81/2 mit 8 302 kg. Seitenrichtbereich allerdings nur 60 bzw. 40 Grad. Beide Typen kamen erstmals bei der Ardennenoffensive zum Einsatz.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

13.03.2013 15:12
#6 RE: Die 12,8-cm-PaK 44 antworten

Der FAMO Sd.Kfz. 9 war dann das Zugmittel der Wahl.
Leider wurden davon nur 2500 Stück gebaut. Wenn man neben einem solchen Fahrzeug steht, wird einem erst bewußt was damit gezogen werden sollte.

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

 Sprung  

Impressum:

Alexander Schrödter
Hauptstr. 38
63911 Klingenberg

Tel: 09372/9475105
Fax: 09372/9475107

USt-IdNr.: DE814828020

alex@futurerent.de

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass wir keinerlei Einfluss auf Gestaltung und Inhalte von Seiten habe, auf die von dieser Homepage hier und in Folge verwiesen wird. Die durch Links auf diesen und nachfolgenden Seiten abrufbaren Informationen und Inhalte spiegeln nicht zwingend unsere Meinung wieder. Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen