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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 45 mal aufgerufen
 aktuelle Tagespolitik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

03.04.2013 21:27
RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Greenpeace fordert im Zuge der Energiewende einen Ausstieg Deutschlands aus der Kohle-Verstromung. Die Umweltschutzorganisation wirft der Bundesregierung eine Vernachlässigung des Themas vor. Um den politischen Druck zu erhöhen, hat Greenpeace eine umstrittene Studie vorgelegt.

Um den politischen Druck zu erhöhen, haben die Umwelt-Aktivisten eine Studie vorgelegt, die jährlich für über 3000 Menschen in Europa den "Tod aus dem Schlot" errechnet hat. Eine gewagte Prognose, räumt auch Studienleiter Rainer Friedrich von der Uni Stuttgart ein. Denn es gebe große statistische Unsicherheiten. Trotzdem könnten die Schlussfolgerungen gültig bleiben.


Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/greenpeace234.html

Bei solch einer zum Selbstzweck errechneten Statistik kann man nur den Kopf schütteln. Nachdem in absehbarer Zeit der Atomstrom Geschichte sein wird, wird sich aktuell nun offenbar nach einem neuen Schlachtfeld zur Daseinsberechtigung umgeschaut....

Die Herren von Greenpeace sollten mal in beleg- und nachweisbaren Satistiken nachlesen wer in Deutschland die Dreckschleudern in Sachen Feinstaub sind. Nein, nicht die BKW´s auch nicht der Autoverkehr... der von den eigenen Leuten als CO2 neutral hofierte Hausbrand ist es nämlich!

Das verschweigt natürlich diese Studie natürlich völlig.


Während in Ländern weltweit null Rücksicht auf die Umwelt genommen wird, wird hierzulande alles unternommen um Arbeitsplätze zu vernichten. Wenn diese Ziele dann erreicht sind, was ist das Ergebnis? Der CO2 und Feinstaubausstoss wird global gesehen so lächerlich minimert, dass dies kaum ins Gewicht fällt. Italien z.B. ist aus der Atomenergie ausgestiegen. Im Ergebnis stehen die AKW nun kurz nach der Grenze auf Kroatischem Gebiet. Wunderbar. Und genau das wird auch in Deutschland passieren. Hier gibt es dann keine Kraftwerke mehr für die Grundlast, nur noch Windräder oder Solar ohne Speichermöglichkeit. Diese ganze "Energiewende" ist nur eine Verlagerung der Standorte ins Ausland, mehr nicht.

Oder sehe ich da was falsch?

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

04.04.2013 12:00
#2 RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Energiepolitik wird immer von mächtigen Lobby-Gruppen der Wirtschaft gelenkt und begleitet. Während meiner Tätigkeit für die E.ON AG in der Hauptstadt-Repräsentanz Berlin habe ich viel davon mitbekommen. Alle Einladungslisten und Themenschwerpunkte sind über meinen Tisch gegangen. Die hohe Vernetzung zwischen Wirtschaft und Politik war klar erkennbar.

Ich bekenne mich heute noch zur Ernergiegewinnung aus atomaren Brennstoffen, da diese den höchsten Wirkungsgrad aufweist.
Das Problem des "Atom-Mülls" könnte auf eine einfache Weise gelöst werden, die bereits in den 1960er (!) Jahren im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) diskutiert worden ist: die Verbringung mit Raketen von der Erde aus zur "Entsorgung" in den "Sonnen-Ofen" unseres Zentralgestirns.
Doch eine zivile Atom-Industrie trägt die Möglichkeit der militärischen Nutzung in sich. Das wollen die "Atom-Monopolisten" nicht. Sie fürchten um ihr wichtigstes Erpressungs-Potential!

Die Wiederbelebung der Windmühlen-Industrie (diesmal für Energie) liefert uns den stetigen Wetterveränderungen aus und ist verteidigungspolitisch eine Katastrophe. Im möglichen Verteidigungsfall werden solche Wind-Parks von einem Angreifer in wenigen Stunden "abgeschaltet". Atom-Kraftwerke können dagegen militärisch wirksam geschützt werden.

Die jetzt "belagerte" Kohle-Industrie ist vom Rohstoff-Aufschluß her ohnehin ein Auslauf-Modell, zumindestens in der sog. Ersten Welt. Selbst die DDR-Führung, die der damals größten und modernsten Braunkohlegewinnung der Welt vorstand, sah hier bereits zu Anfang der 1980er Jahre die erreichten Grenzen dieser Energieform. In den 1990er Jahren wäre dann die schrittweise Umstellung auf die Atom-Strom-Gewinnung zur Primär-Energie-Erzeugung erfolgt.
Für die Bundesrepublik Deutschland auch der effektivste Weg!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

04.04.2013 17:24
#3 RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Im Prinzip bin ich kein Freund der Atomenergie. Mir sind aber AKW´s in Deutschland 3x lieber als in Frankreich oder im eheml. Ostblock. Da die "deutsche Gründlichkeit" die Wahrscheinlichkeit eines Gaus doch erheblich reduziert.
Was ich nie begreifen werde, daß der einzigste Reaktor in Jülich für die Kernfusion durch die Eenrgiewerke Nord rückgebaut wurde und diese Technologie nicht weiter geführt wurde, denn einige erhebliche Risiken welche bei Druck- oder Siedewasserraektoren auftreten gibt es bei diesem Typ nicht.

Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

11.04.2013 15:29
#4 RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Zunächst eine Anmerkung an Kai Guleikoff: Atomkraftwerke haben mitnichten den höchsten Wirkungsgrad, er liegt bei lediglich etwa 33 bis 35%. Ursache ist die relativ niedrige Dampftemperatur von ca. 330 Grad, die aus technischen Gründen nicht erhöht werden kann. Die hohe Energiedichte zwingt darüberhinaus dazu, AKWs an Flüssen mit ganzjährig ausreichender Wassermenge zu errichten. Der Thorium-Hochtemperaur-Reaktor, der bei Unna stand, hatte einen Wirkungsgrad von 40%. Das extrem heiße Prozessgas, das dort anfiel, sollte zur thermischen Verarbeitung u.a von Kohle sowie zu Heizzwecken verwendet werden. Dieser geniale, weil inhärent sichere und vielseitig einsetzbare Reaktor ist der Siemens-Lobby und unfähigen korrupten Politikern zum Opfer gefallen. Der von Prof. Schulte erdachte Reaktor wurde mit Thorium-Graphit-Kugeln betrieben und passte vom ganzen System her nicht in den von Siemens geplanten Prozess der Wiederaufarbeitung und aufwendigen Endlagerung. So haben Einzelinteressen der deutschen Volkswirtschaft einen immensen Schaden zugefügt.
Kohle ist in Deutschland reichlich vorhanden, vor allem die Braunkohle im rheinischen Revier reicht für Jahrhunderte. Hier ist politischer Dummheit die Energiesicherheit geopfert worden. Zusammen mit den Wahnidee Solar- und Windstrom ist die Axt an die Grundlagen unserer Industrie gelegt. Schon heute haben wir die höchsten Energiepreise aller führenden Industriestaaten, Tendenz stark steigend. Dies nicht aus Marktnotwendigkeit oder zu knappem Angebot, sondern aus politischer Willkür gepaart mit Unwissenheit, Blödheit und Fanatismus. Aktuell, nach einem zwar langen, aber nicht einmal extrem kalten Winter, snd die deutschen Gasspeicher auf historischen Tiefstand leergefahren. Man kann sich ausrechnen, was hier passieren wird, sollte ein richtiger Winter mit konstant tiefen Temperaturen herrschen.
Die Green-Peace-Spinner sind sowieso nicht ernst zu nehmen, da sie ständig neue Horrormeldungen verbreiten, die sich dann als heiße Luft entpuppen. Wenn das als Studie bezeichnete Elaborat nur einen Kern Wahrheit enthielte, müsste die Welt von Polen bis China und anderswo mit Massengräbern von Kraftwerksdreckopfern gespickt sein. Dieselben Dummschwätzer, die diese Parolen verklappen verhindern mit allen möglichen Eskapaden, die ein fehlgeleiteter Staat solchen Chaoten eingeräumt hat, den Neubau modernster und effektivster Kohlekraftwerke. So müssen die alten Blöcke weiterlaufen, die zwar weit besser und sauberer als die meisten ausländischen sind, aber deren Ablösung durch modernste Anlagen erschwert und verzögert wird.
Catexus hat Recht: Der meiste Feinstaub entsteht durch Einzelfeuerungen in Wohnhäusern, vor allem Kamine und Kaminöfen. An der Spitze stehen aber die von den Öko-Wirrköpfen hochgelobten Holz-Pellets-Heizungen. Diese Dreckschleudern müssten normalerweise mit Feinstaubfiltern ausgerüstet werden. Aber Feinstaub kommt ja offizieller Verblödungskampagne vom Auto - de facto sind es max. 5%.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

12.04.2013 13:18
#5 RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Der Wirkungsgrad bei Atomkraftwerken liegt gegenwärtig (!) noch bei 35 Prozent. Moderne Gaskraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 50 Prozent. Die Atomtechnologie ist jedoch weitgehend noch nicht ausgereizt, weil hier massiv von der Politik und den dahinter stehenden konkurrierenden Energie-Lobbygruppen (Öl, Gas, Kohle, "alternative" Energien) gebremst wird. Das inszenierte Theater um die Endlager ist dafür das beste Beispiel. Die (baldige) technische Beherrschung der KERNFUSION in KERNFUSIONS-KRAFTWERKEN kann allein den "Energiehunger" der immer größer werdenden Menschheit befriedigen. Damit hätte PROMETHEUS wirklich das Sonnen-Feuer vom "Himmel" auf die Erde geholt!

[ Editiert von Kai Guleikoff am 12.04.13 13:19 ]

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

13.04.2013 17:29
#6 RE: Greenpeace und ihre umstrittene Studie antworten

Wie oben gesagt, ist es nicht möglich, den Wirkungsgrad von Atomkraftwerken mit wassermodulierten Reaktoren deutlich zu erhöhen. Im Primärkreislauf kann der radioaktive Dampf nicht höher gespannt werden, weil die Strahlung die Rohrleitungen angreift und spröde macht. Modernste Gasturbinenkraftwerke arbeiten mit einem Wirkunsgrad von knapp über 60%, Kohlekraftwerke erreichen maximal 50%. Sie schöpfen das technische Maximum aus; der Carnot-Prozess, der die theoretische Grundlage hierfür bildet, liefert nur theoretisch 100%. In der Praxis wirken sich die Verluste durch Kondensation und Abkühlung so stark aus, dass trotz Dampftemperaturen von 580 Grad keine Steigerung möglich ist.
Die Endlagerung scheitert schlicht an dem Fakt, dass es bisher keine ausreichend sichere Schicht gibt, die den extrem hohen Halbwertzeiten einiger der angefallenen Nukleide dauerhaft und sicher gewachsen wäre.

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