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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 56 mal aufgerufen
 Feier- und Gedenktage
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

04.06.2013 16:50
RE: Der 4. Juni auf dem Platz des himmlischen Friedens antworten

Heute vor 24 Jahren jährt sich das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking. Wie viele Länder des "kommunistischen" Blocks 1989, so meinte auch das Volk in China sich Reformen und einen echten Sozilalismus erkämpfen zu können. Im Gegensatz zu den Ländern des WP wurde hier massiv gegen das Volk vorgegangen. Nach Angaben des Roten Kreuzes waren 2700 Tote zu beklagen.
Verwunderlich nur, dass dieses Regime bis heute zu den wichtigesten Handelspartnern Deutschlands gehört, wo man doch sonst sich so für die Menschenrechte und für Sanktionen einsetzt...

Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

05.06.2013 14:10
#2 RE: Der 4. Juni auf dem Platz des himmlischen Friedens antworten

Das "Massaker auf(!)dem Platz des Himmlischen Friedens" hat es nie gegeben. Westliche Medien haben 1989 (in engem Schulterschluß mit den Geheimdiensten) Berichterstattungen "inszeniert", die sie nach Jahren als solche dementiert haben. Richtig ist, daß es bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Chinesischen Volksbefreiungsarmee und Teilen der Pekinger Studentenschaft zu dieser Zeit (03. bis 05. Mai 1989) im Westen der Hauptstadt gab. Die anerkannte Opfer-Vereinigung der "Mütter vom Tian´anmen" zählt heute 150 Mitglieder. Die chinesischen, staatlichen Nachrichten-Agenturen sprachen 1989 von 200 getöten Personen auf beiden Seiten.
Also sind auch etwa 50 Armeeangehörige ums Leben gekommen. Alle anderen Zahlen sind der politisch gewollten Spekulation geschuldet!
Dem Studenten-Aufstand hatten sich nur wenige Arbeiter angeschlossen und die Unruhen blieben auf Peking beschränkt.
Der damalige Führer der chinesischen Kommunisten ZHAO ZIYANG galt als Verbündeter von GORBATSCHOW, der vom 15. bis 20. Mai 1989 als Staatsgast in China weilte. Westlich orientierte Chinesen sahen im Besuch GORBATSCHOWs ein Signal zum Beginn von "Perestroika" und "Glasnost" in China (ähnlich wie im Oktober in der DDR geschehen).

Das international(!)organisierte Kapital nimmt(wie immer) keine Rücksicht auf politische, nationale "Betroffenheiten".
Im Gegenteil, Diktaturen sind besonders willkommen. Verträge mit Diktatoren haben die höchste Stabilität in der Einhaltung der Vertragstreue. Es gibt keine Streiks, keine Konkurse von Zulieferern. Die Staatshaftung ist uneingeschränkt und damit der Gewinn für beide Seiten maximal und garantiert.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

08.06.2013 14:29
#3 RE: Der 4. Juni auf dem Platz des himmlischen Friedens antworten

Die politische Führung war den rebellierenden Studenten entgegengekommen, für chinesische Verhältnisse sogar sehr weit. Man hatte ihre Führer zu einem Gespräch mit dem Staatspräsidenten eingeladen. Dieses Treffen vor laufenden Kameras lief vor kurzem im Rahmen eines Berichtes über China im Fernsehen.
Das Benehmen der Studenten war selbst nach westlichen Maßstäben unter aller Sau. Schlampig gekleidet lümmelten sich diese Bürschlein in den dicken Ledersesseln, die in Asien üblich sind, und verstießen gegen alle Anstandsregeln, was besonders dort extrem streng gesehen wird. Man schrie den Präsidenten an, unterbrach seine Redeanläufe und führte sich insgesamt auf wie die sog. 68er-Chaoten. Es wurden utopische Forderungen gestellt, man wähnte sich auf einem Revolutionstribunal. Dass die Staatsmacht dann zurückschlug und sich dabei der Zustimmung der überwiegenden Mehrheit sicher sein konnte, ist verständlich. Wer sich wie ein Schwein benimmt, wird eben so behandelt. Das gilt in Ostasien, wo auf Umgangsformen extremer Wert gelegt wird, noch mehr als anderswo.

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