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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 40 mal aufgerufen
 Die Wiedervereinigung
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

20.11.2013 17:11
RE: "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" antworten

Papier ist geduldig

Der heute vorgestellte "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" bewertet die Entwicklung im Osten positiv. Diese Einschätzung liegt am rein westlichen Blickwinkel, erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn:

Läuft doch gut im Osten - so knapp ließe sich aus Sicht der Bundesregierung die Situation in den östlichen Bundesländern wohl zusammenfassen. Diese Einschätzung liegt am rein westlichen Blick mit dem der "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" erstellt ist. Vorab zog man sich bereits an dem Indiz hoch, dass die Abwanderung Ost - West "weitgehend gestoppt" ist.

Papier ist - auch in diesem Fall - geduldig. Die Wirklichkeit im Osten sieht anders aus: Dass nach über 20 Jahren massiver Abwanderung aus dem Osten die Zahl der Abwandernden zurückgeht, ist mathematisch nicht verwunderlich und ändert rein gar nichts daran, dass vorwiegend junge Menschen im Osten keine Perspektive haben und sich früh in Richtung Westen orientieren.

Dass nach über 20 Jahren nur die Lebenshaltungskosten aber nicht die Löhne Westniveau haben, ist nach wie vor ein Skandal. Und es ist absurd, auch nur in Erwägung zu ziehen, einen möglichen gesetzlichen Mindestlohn in Ost und West unterschiedlich anzusetzen. Das geht meilenweit an den Realitäten vorbei, verschärft nur das Gefühl im Osten, abgehängt zu sein.

Dass nach über 20 Jahren eine Rentenangleichung Ost-West noch immer nicht in Sicht ist, ist eine politisch gewollte Abwertung der im Osten vollbrachten Lebensleistung und nicht länger hinnehmbar.

Schöne Autobahnen und Bahntrassen sind wichtig - aber bei weitem nicht alles, wenn es um die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse geht. Dazu gehören zwingend gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Renten und gleiche Perspektiven und Chancen. Daran mangelt es im Osten.

DIE LINKE fordert einen Solidarpakt 3 für die Zeit nach 2019, der die Einheit als Gesamt- und Gemeinschaftswerk begreift, der wirtschafts- und strukturschwache Regionen in Ost wie West fördert und so die neidfreie Gleichwertigkeit schafft.

Quelle: http://www.die-linke.de/nc/presse/presse...r-ist-geduldig/

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

21.11.2013 10:21
#2 RE: "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" antworten

Der auf der BUNDESPRESSEKONFERENZ diskutierte "Bericht" war auch mehr erheiternd als erhellend!
Erheiternd als erneutes Zeugnis des permanenten Versuches, das eigene Volk zu desinformieren.
Der SPD-Politiker WOLFGANG TIEFENSEE kommentierte diesen "Bericht" realistischer: Bei dem gegenwärtigen Tempo der "Angleichung" zwischen Ost und West, wäre dieses Ergebnis im Jahre 2050 zu erwarten. TIEFENSEE, ein sozialisierter DDR-Bürger, war zwischen 2005 und 2009 selber Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Länder. Bei ihm ist ein realistischer Blick auf diesen Problembereich zu erwarten.

Die Wahrheit ist: Das Menschen-Experiment "Aufbau Ost" ist gescheitert! Zwischen 1990 und 2013 (Stand 30.6.)haben die fünf Neuen Bundesländer 4 Millionen ehemalige DDR-Bürger durch Abwanderung verloren (1990: 16,8 Millionen Einwohner / 2013: 12,8 Millionen Einwohner). Die Aufrechterhaltung einer Organisationsstruktur in Politik und Wirtschaft gerät damit zunehmend in Gefahr.

Die Neuen Bundesländer wären klug beraten, einen eigenen(!) Beauftragten zu benennen, der bei der Europäischen Union in Brüssel seinen Sitz haben sollte.
So könnte eine unmittelbare und einheitlich geführte "Sonderwirtschaftszone der EU" geschaffen werden, ähnlich wie die "Region Honkong" auf 99 Jahre (zeitlich auf 1990 als Anfang) begrenzt. Mit weltweit ausgeschriebenen Investitionsanreizen würde eine neue, hochmoderne Großindustrie entstehen, als Kern des Wohlstandes für "Neu-Fünf-Land".
Die Wanderungsbewegung würde sich dann umkehren!

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

22.11.2013 08:36
#3 RE: "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" antworten

Kleiner Nachtrag: Genosse TIEFENSEE soll gar vom Jahre 2100 (!) gesprochen haben, wo die "Angleichung" der Ost- an die Westwirtschaft beendet sein könnte.
Das halte ich nun doch für vermessen. Mit Sicherheit wird es 2100 Deutschland in dieser gegenwärtigen "Gestaltung" nicht mehr geben können!
Erinnert mich auch sehr an "Erich den Letzten": "Die Mauer wird auch in hundert Jahren noch stehen ..."

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