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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 206 mal aufgerufen
 aktuelle Krisenherde
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

16.12.2013 23:24
RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Russland hat eine Aufstellung atomwaffenfähiger Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander" nahe der Grenze zur NATO bestätigt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, dass "Iskander-Raketensysteme in der Militärregion West" stationiert worden seien. Der Militärbezirk umfasst unter anderem die russische Exklave Kaliningrad, aber auch Moskau und St. Petersburg. Im Süden reicht die Zone bis zur Ukraine. Kaliningrad liegt zwischen den NATO-Staaten Polen und Litauen.

Dementsprechend besorgt reagierten Litauen und Polen auf die Raketenstationierung. So warnte der litauische Verteidigungsminister Juozas Olekas, dass eine weitere Militarisierung der Region neue Angst schaffe. Laut dem Außenministerium Polens will sich die Regierung in Warschau in der Angelegenheit mit ihren NATO- und EU-Partnern beraten.

Der russische Zeitung "Iswestia" zufolge wurden die Iskander-Raketen, die im NATO-Jargon "SS-26" heißen, bereits vor gut einem halben Jahr in Kaliningrad aufgestellt. Nach Auffassung des russischen Verteidigungsministeriums verstößt dies nicht gegen internationale Vereinbarungen.

Russland hatte als Reaktion auf NATO-Pläne für einen Raketenschild in Europa mehrfach mit der Verlegung gedroht. Die Regierung in Moskau betrachtet ein mögliches Abwehrsystem als Gefahr für seine Sicherheit. Die "Iskander"-Raketen haben bis zu 500 Kilometer Reichweite.


Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/russland824.html

Wer vor der Haustür Krawall macht muss damit rechnen, daß der Hausherr Geschütze auffährt - oder sehe ich das falsch?

Guß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

17.12.2013 08:33
#2 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

In Abwandlung einer Aussage für Wahlen, kann auch gesagt werden: Nach dem Krieg, ist vor dem Krieg!

Wer im Jahre 1990 an das Märchen vom nun eintretenden "ewigen Frieden" geglaubt hat, wurde bereits ein Jahr später von der Realität eingeholt (Golf-Krieg, Balkan-Krieg).

Da die Überrumpelung der aufgelösten Sowjetunion nicht gelang, wird nun wieder auf WETTRÜSTEN gesetzt. Inzwischen ist auch das kommunistische China zur zweiten Weltmacht aufgestiegen und versucht, den asiatisch-pazifischen Raum mehr und mehr zu beherrschen.
Beste Bedingungen sind damit (wieder) entstanden - für Milliarden-Gewinne der Militär-Industrie-Komplexe der Großmächte.

Auch Moskau bedient sich jetzt einer "groben" Sprache:
"Die Polen brauchen erst gar nicht in ihren Kasernen aufstehen, wenn wir nachts auf den Raketen-Knopf gedrückt haben.
Bevor die angetreten sind, hat sich bereits alles bei denen im Feuer aufgelöst!" (Zitiert nach einer Stellungnahme des Chefs der russischen Raketentruppen vom August 2013).

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

17.12.2013 19:42
#3 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Zum heutigen 54. Jahrestag der Strategischen Raketentruppen Rußlands sollten alle "erhitzten Gemüter" bei RIA NOVOSTI das Kurzvideo "Von R-1 bis Jars" anklicken.
Anschließend hundert Gramm echten und eisgekühlten Wodka darauf - und schon stellt sich die reale Sicht auf unsere Welt ein.

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

18.12.2013 16:24
#4 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Das sind die logischen und notwendigen Folgen, wenn amerikanische Sonderlinge oder Hirnprothetiker mit dem üblichen Pathos zum n-ten Mal den ewigen Frieden beschwören und praktisch gleichzeitig ihre Wahnvorstellungen über den totalen Schutz gegen Angriffe exerzieren. Die dummen Polen und Tschechen, die damls sofort ins US-Horn geblasen haben, dürfen jetzt zum wiederholten Male eine Lektion in Machtpolitik lernen. Allerdings steht zu befürchten, dass diese beiden Völker, die was Politiker angeht, seit jeher mit Hasardeuren, Dummköpfen und Fanatikern gestraft sind, wieder nicht die richtigen Schlüsse ziehen werden.
Jeder Schüler, der eine ballistische Kurve berechnen kann, ist in der Lage nachzuweisen, dass eine Abwehr gegen einen anfliegenden Gefechtskopf nur möglich ist, wenn dieser sehr hoch anfliegt, entsprechend früh geortet wird und Zeit für Gegenmaßnahmen bleibt. Schön, dass diese beiden Staaten nun den Kopf für US-Größenwahn hinhalten dürfen. Dies sollte den anderen europäischen Verantwortlichen eine Lehre sein.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

18.12.2013 16:26
#5 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Interessanter Link

Vor allem der eine Beitrag zum Bild 11: "Laut Raketenkonstrukteuren gibt es derzeit in der Welt kein Raketenabwehrsystem, das eine Jars-Rakete abfangen könnte."

Ich habe kein Problem damit, es wurde auch Zeit, daß endlich wieder ein Gegengpol geschaffen wird. Das Prinzip der Abscheckung hat Jahrzehnte wunderbar funktionieret und am Ende hat immer die Vernunft gesiegt.

Wenn man mal ab 1945 bis heute vergleicht welche Weltmächte Ihren Rüssel irgendwo hineingesteckt haben, so wird sicher jedem schnell klar, von wem die Gefahr für den Weltfrieden ausging und immer noch geht.

Da gab es zu DDR Zeiten mal eine interessante Broschüre:
"Von wo geht die Gefahr für den Frieden aus."
Hier wurden beide Blöcke nebeneinander gestellt und verglichen.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

21.12.2013 19:17
#6 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Ob die ISKANDER als Kurzstreckenrakete abzuwehren ist, bleibt noch ungeklärt.
ISKANDER-Batterien stehen auch bereits in Syrien! Deshalb zeigen sich die USA auch gegenwärtig "sehr einsichtig" in Hinsicht auf die Lösung dieses "Syrien-Problems"...
Immerhin fliegen diese Raketen - auf mobilen Startfahrzeugen - mit siebenfacher Schallgeschwindigkeit (d.h. 2 Kilometer pro Sekunde) und sind bis zum Einschlag hin lenkbar. Der Sprengkopf mit über 700 kg Sprengstoff (in verschiedensten Anwendungs-Varianten)richtet erhebliche Zerstörungen an. Die thermobarische Variante entzieht ca. 500 Meter im Umkreis des Aufschlag- oder Zündungspunktes der Umgebung kurzzeitig jeden Sauerstoff!
Das gibt Anlaß zum Nachdenken - hoffentlich!

stomatophylax Offline



Beiträge: 350

23.12.2013 14:56
#7 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Die hohe Geschwindigkeit besteht nur bis zum Brennschluss, danach stürzt der Gefechtskopf im freien Fall und wird durch die Atmosphäre abgebremst. Die Geschwindigkeit ist notwendig, um die Rakete auf die sehr niedrige Maximalhöhe von 50 km zu bringen, sodass eine sehr flache ballistische Kurve entsteht, was natürlich die Ortung erschwert. Allerdings bleibt der Gefechtskopf dann durch die flachere Flugbahn etwas länger in der Ortung. Dies ist aber vernachlässigbar, wenn eine Abwehrrakete nicht optimal, d.h. praktisch genau von vorn anfliegen kann. Wenn die Iskander dann noch ein Ausweichmanöver hinlegen kann, hat die Abwehrrakete keine Chance mehr.
Zum Vergleich flog die V2 auf 85 km Höhe bei einer Reichweite von etwa 370 km, wobei der Zielanflug mit mehr als Mach 4 erfolgte.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

24.12.2013 07:55
#8 RE: Rußland stationiert SS-26 an Westgrenzen antworten

Die ISKANDER kann Abwehrbewegungungen mit dem Lastvielfachen von 30 g ausführen (zur Erklärung "g-Kraft" s. bei WIKIPEDIA).

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