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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 76 mal aufgerufen
 Die Wiedervereinigung
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

19.03.2014 22:52
Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

Sie kritisierte die zunehmende DDR-Nostalgie. Selbstverständlich habe man auch in der DDR lachen können, es dürfe aber nicht ausgeblendet werden, was geschehen sei. "Dass man das immer noch nicht trennen kann, das persönliche Leben von den Symbolen der DDR, das halte ich für ein beunruhigendes Zeichen", erklärte Neumann-Becker. Wie sie MDR SACHSEN-ANHALT sagte, ärgert sie der Verkauf von Ostprodukten, etwa in einem Shop in Halle, der "NVA-Suppe" vertreibe. Offenbar sei das Diktatorische der DDR noch nicht verstanden worden. Eine Vermarktung von DDR-Symbolen hält Neumann-Becker für falsch. Für ein Verbot sei es jedoch längst zu spät.

Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen zeigte sich aufgeschlossen gegenüber einer Initiative der Regierungskoalition von CDU und SPD in Sachsen-Anhalt. Beide Parteien wollen die Tätigkeitsbezeichnung der Landesbeauftragten ändern und ihre Arbeit auf die Zeit in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) ausweiten. Der Vorschlag der Landesbeauftragten: "Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur".

Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Detlef Gürth nahm den Jahresbericht entgegen. Er mahnte an, dass auch 25 Jahre nach der friedlichen Revolution der Blick auf die Opfer der SED-Diktatur nicht verloren gehen dürfe. Wer ausschließlich nach vorn blicken wolle, blende Tausende Familien aus, die mit den Folgen des Unrechts leben müssten, sagte Gürth am Mittwoch. Er erklärte: "Ich bitte mal, darüber nachzudenken, wenn man jetzt FDJ-Hemden-Parties macht und Symbolik scherzhaft materiell vertreibt, dass das vielleicht nicht bös' gemeint ist und auch nicht Unrecht verklären will, aber dass es eine Ohrfeige für die Opfer ist."

Quelle: mdr.de


Wie seht Ihr die Ostalgiesache? Hat nicht alles seine Ursachen?

Gruß Alex

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Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

20.03.2014 09:00
#2 RE: Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

Das Jahr 2014 ist von der deutschen Bundesregierung zum ERINNERUNGSJAHR DES MAUERFALLS erklärt worden. Schon diese Bezeichnung ist irreführend: Die "Mauer" ist auf Beschluß der SED-Führung und der DDR-Regierung geöffnet worden. "Gestürmt und niedergerissen" hat sie Niemand nirgendwo! Diese Beschluß-Durchführung entwickelte sich zwar chaotisch, entspannte sich dann aber zu einem spontanen Volksfest mit Blumen und Sekt (auch) für die demoralisierten Grenzschützer.

Eigenartig finde ich auch den periodischen Protest der "Opferbeauftragten der SED-Diktatur" in den Medien. Warum legen die wirklichen Opfer des Justizunrechtes in der DDR nicht selber mit Namen und Erlebnisschilderung ihren Widerspruch ein?
So wird die DDR-Ostalgie nur ähnlich "gefördert" wie die NS-Nostalgie - soll das gar beabsichtigt sein?

Die "Entdeckung" der DDR als "Diktatur" wird bekanntlich erst nach (!) dem staatlichen Ende des "Arbeiter-und-Bauern-Staates" konzentriert betrieben.
Vorher sind politische und wirtschaftliche Beziehungen (seit dem UNO-Beitritt 1973) auf "Augenhöhe" unterhalten worden. Höhepunkt der deutsch-deutschen Beziehungen war der Herbst 1987 mit dem Staatsbesuch (offiziell "Arbeitsbesuch") HONECKERS bei KOHL in Bonn.

Die DDR war die Heimat von Millionen deutschen Bürgern in hunderttausenden Familien. Deren Lebenswerk sollte nun nach 1990 entwertet werden, wie die DDR-Mark bereits vor dem Beitritt zur BRD. Das mußte einfach kollektiven Widerstand erzeugen!

Dieser Widerstand wird nicht kleiner, sondern größer. Er hat bereits meßbare Prozente der Enkel-Generation der ehemaligen DDR-Bürger erfaßt und wird sich bei den Urenkeln verstärkt (!) fortsetzen. Es geht um die Ehrgefühle der betroffenen Familien! Die gibt es wirklich - sogar im heutigen Deutschland.
Dieser Trend wird als OSTALGIE verteufelt - erst lächerlich versucht, nun immer mehr verbissen im Sinne der Anwendung des Straftatsbestandes der "Volksverhetzung" durch versuchte Gleichsetzung der DDR-Ära mit der deutschen NS-Zeit.

Standortfeldwebel Offline



Beiträge: 235

30.06.2014 00:33
#3 RE: Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

Je länger etwas vorbei ist, desto milder beurteilt man es im Rückblick.
Nach dem Motto: "Sooo schlecht war´s ja nun auch nicht.
Nur, so ein Forum wie dieses hätt es im Arbeiter und Bauernstaat nicht gegeben.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

30.06.2014 10:14
#4 RE: Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

Ich stimme STANDORTFELDWEBEL zu! Weil die DDR-Führung bis zuletzt Angst vor dem "eigenen" Volk hatte, vertraute sie ausschließlich auf die "Höflinge und Speichellecker" aus ihren Reihen. Diese - zu jeder(!) Zeit - vorhandene Spezies Mensch ging dann (natürlich) zuerst von Bord, als das Staatsschiff zu sinken begann, um sich den neuen Herren anzudienen ...

Geschichtsverklärung würde es kaum geben, wenn die Geschichte ideologiefrei dargestellt werden dürfte! Das trifft in Deutschland sowohl für den Nationalsozialismus (1933-1945) zu als auch für den Staatssozialismus der DDR (1949-1990).
Bei beiden nationalen "Aufarbeitungen" wird seit Jahrzehnten auf der Stelle getreten, weil die Wertungen zumeist einseitig und damit unglaubwürdig erscheinen. Kein Volk der Welt läßt sich für seine individuellen Lebensleistungen pauschal abwerten!

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

14.10.2015 14:25
#5 RE: Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

Frau MERKEL läßt sich in jüngster Zeit öfter in Grundschulen sehen, um als "Zeitzeugin" vor der OSTALGIE zu warnen. Dadurch soll auch ihr Bild als "passive Widerständlerin" zu DDR-Zeiten aufgewertet werden.
Dabei kommen solche Aussagen aus ihrem Munde zustande: "Lieber wäre ich Lehrerin geworden. Doch das war ein ideologisch behafteter Beruf in der DDR. Ich hätte dann Kinder über ihr Zuhause ausfragen müssen. Das wollte ich nicht. Deshalb bin ich Physikerin geworden."

Jeder, der in der DDR aufgewachsen ist, weiß über die "durchdringende" Macht der SED-Ideologie, die in allen Berufen und bei allen Tätigkeiten Bekenntnisse zur DDR und zum Sozialismus abverlangten.
Jeder Abiturient, jeder zum staatlich finanzierten Studium Zugelassene, hatte diese Loyalitätserklärungen zu Staat und System abzugeben. Also auch Frau MERKEL! Ihr "Einser-Abitur" verlangte auch die Noten 1 in Staatsbürgerkunde und in Geschichte.
Frau MERKEL wurden Studienaufenthalte im sozialistischen Ausland (Moskau und Prag) genehmigt. Sie war (gewählte) FDJ-Funktionärin für Agitation und Propagande in ihrer Grundorganisation und Leitungsmitglied der FDJ-Kreisleitung (erforderte die Zustimmung der Kreisdienststelle des MfS) der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Karlshorst.
Leider ist die Doktor-Arbeit von Frau MERKEL nicht einsehbar. Die Formulierungen im sogenannten "gesellschaftspolitischen Teil" dieser Arbeit - ein gewichtiger Pflichtteil - wären doch aus heutiger Sicht hochinteressant. Zumal im Vergleich zu ihren heutigen Wertungen über die "DDR-Diktatur."
Vielleicht bekäme sie dann einen weiteren "Ehrentitel" im Volk, wie etwa "Königin der Wendehälse(?)"

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

21.09.2016 09:41
#6 RE: Birgit Neumann-Becker warnt vor geschichtsverklärender Ostalgie antworten

HEUTE wird der jährliche Bericht zum "Stand der deutschen Einheit dem Kabinett in BERLIN vorgelegt. Im 26. Jahr des BEITRITTS der DDR zur BRD, wird auf "besorgniserregende Zustände bei der Gewährleistung der öffentlichen Ordnung" in den Neu-Ländern verwiesen.
"Die Ausländerfeindlichkeit habe sich verfestigt" und "regierungskritische Tendenzen" fänden breiten Niederschlag. Soll etwa der AUSNAHMEZUSTAND in "Osten" vorbereitet werden? Die Franzosen leben damit ja auch schon länger als ein Jahr. Nun, warten wir erst die Schlußfassung des Berichtes ab!

Jedenfalls bleibt das BEITRITTSGEBIET der politische und wirtschaftliche "Brennpunkt" in Deutschland! PEGIDA existiert weiter, die AfD findet immer mehr Wähler und Parteimitglieder.
Die ELBE scheint erneut zu einer "Kulturgrenze" zwischen Ost und West zu werden! Das "deutschere" Deutschland versammelt sich zwischen Elbe und Oder. Kaum ein "West-Politiker" traut sich dort noch in die Öffentlichkeit!

Jüngstes Beispiel dafür: der OBM von BAUTZEN (ein "Westberliner" Anwalt), zwar parteilos - doch eben "landfremd" empfunden von der "Stamm-"Bevölkerung der sächsischen Sorben.
Die abendliche Diskussion bei ANNE WILL (ARD vom 18.09.2016) zeigte diese "westliche" Arroganz und Hilflosigkeit gegenüber "Ost-Ereignissen" (wieder einmal) deutlich. Zur "Sicherheit" wurde erst gar kein "Oppositioneller" in diese Talk-Runde eingeladen. Den "Vogel" schoß (innerhalb dieser "Gleichgesinnten") die selbstverliebte "Edel-Feder" AUGSTEIN ab. Halb liegend im Sessel - "natürlich relext" - wußte ER natürlich alles "besser" zu dozieren.
WER kann sich da noch über die steigende "Abneigung" der OSSIS wundern?

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