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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 60 mal aufgerufen
 Die Deutsche Demokratische Republik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

30.09.2014 19:45
Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

Gemeinsam mit SPD und Grünen hat die Linkspartei in Thüringen die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet - damit soll eine Koalition möglich werden. Der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Gysi, ist darüber wenig amüsiert. Der Begriff dürfte nicht verwendet werden.
So bereichtet heute die Tagesschau und titelte in BILD-Manier: Gysi, DDR war kein Unrechtsstaat!

Aber zu den Hintergründen:

"Wir sind uns einig, diese Bezeichnung nicht zu verwenden", sagte Gysi. "Wenn ich die DDR als Unrechtsstaat bezeichne, dann erkläre ich, dass die drei Westmächte das Recht hatten, die Bundesrepublik zu gründen, die Sowjetunion aber als Antwort nicht das Recht hatte, die DDR zu gründen. In Anbetracht von 20 Millionen Toten in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg sei dies indiskutabel. "Allerdings muss betont werden, dass es Unrecht, auch grobes Unrecht, in der DDR gab und dass die Opfer endlich bessergestellt werden müssen."


Was meint Ihr, war die DDR ein Unrechtsstaat? Was meint Gysi? Das Völkerrecht?

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

01.10.2014 09:13
#2 RE: Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

Kompetenter als den "wendigen" Rechtsanwalt GREGOR GYSI halte ich in dieser Frage seinen Fachkollegen PETER-MICHAEL DISTEL.
Herr DISTEL hat in der gestriegen TV-Sendung MENSCHEN BEI MAISCHBERGER den Begriff "Unrechtsstaat DDR" juristisch entkräftet!
Wer Interesse hat, kann sich diese Sendung in der Mediathek der ARD anschauen.

Der gebürtige Hesse RAMELOW in DER LINKEN von Thüringen will nun um jeden (!) Preis seinen "dritten Anlauf" zum Ministerpräsidenten verwirklichen. Sollte dieses Vorhaben (mit der SPD und den GRÜNEN) zum Ziel führen, wird DIE LINKE im gesamten Beitrittsgebiet weiter an Einfluß verlieren (siehe Beispiel Land Brandenburg!).
Frau MAISCHBERGER mußte in ihrer Sendung zugeben, daß gegenwärtig "78 Prozent der Ostdeutschen" sich ihr persönliches Lebenswerk in der DDR nicht absprechen lassen wollen und sich durch derartige "Verurteilungen" diskriminiert fühlen.

fipsel Offline



Beiträge: 44

10.10.2014 08:17
#3 RE: Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

War die DDR ein Rechtsstaat?
Mauerbau, Schießbefehl, Unterdrückung jeder Oposition, e.t.c.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

10.10.2014 09:11
#4 RE: Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

Jeder Staat ist auch ein "Rechtsstaat", weil er sich auf ein Rechtssystems stützen muß. Wie dieses Rechtssystem außerhalb dieses Staates bewertet wird, ist eine Rechtsansicht.
In der Propaganda-Schlacht um das historische Erbe der DDR wurde "Unrechtsstaat" ebenso in Stellung gebracht, wie "Plattenbau" oder "Schießbefehl" u.a.m. Rein juristisch ist dieser Begriff falsch!

Die DDR saß mit der BRD seit 1973 (!) gleichberechtigt als souveräner Staat in der UNO. Erich Honecker wurde 1987 als ein Staatsgast in Bonn von Helmut Kohl empfangen.
Nur zwei Beispiele. Die Bundesrepublik Deutschland hat also vorsätzlich mit einem "Unrechtsstaat" zusammengearbeitet - juristisch gesehen: "Beihilfe" zu dessen Existenz geleistet.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.10.2015 17:34
#5 RE: Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

Schallend lachen musste ich heute bei diesem Artikel hier:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/chem...eitern-101.html

Pünktlich zwischen dem 3. und 7. Oktober wird auf BILD-Niveau solch ein Unsinn geschrieben und im TV gebracht.
Traurig, daß Sendungen wie "Report" zwischenzeitlich so verkommen sind. Ein weiterer Versuch die DDR vom Jargon her dem 3.Reich gleichzusetzen. Was möchte man damit bezwecken? Im Osten glaubt den Nonsens doch ohnehin niemand.

Zwangsarbeiter in der Diktatur der DDR... einige Journalisten sollten mal ein Lexikon aufschlagen und den Begriff Zwangsarbeiter nachlesen.
Dürfte interessant werden wie man das begründen will.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

07.10.2015 08:55
#6 RE: Die DDR ein Unrachtsstaat? antworten

Wer sich 25 Jahre lang vergeblich darum bemüht hat, die DDR zum "Unrechtsstaat" zu erklären, müßte dann auch die Begründung finden, warum seit HONECKER und SCHMIDT immer engere politische und wirtschaftliche ("innerdeutsche") Bindungen geknüpft wurden.
Im Jahre 1987 ist HONECKER von KOHL mit Wachbataillon der Bundeswehr und Intonierung der ("Spalter-")Hymne empfangen worden - wenige Jahre später dann zum "Verbrecher" erklärt worden. Wer verdreht hier nun das "Recht"?

Der Polit-Rummel zu "25 Jahre Deutsche Einheit" hat in Deutschland auch kaum Beachtung gefunden. Die Deutschen bewegen heute andere Probleme, die akut und spürbar ihre Lebenslage verändern werden!

Selbst in der Bundeshauptstadt Berlin hatten nahmhafte Künstler ihre Auftritte auf der "Jubel-Meile" zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule abgesagt. Künstler haben nun einmal eine "feine Antenne" bei der Wahrnehmung sich drehender "Windrichtungen" ...

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