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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 65 mal aufgerufen
 aktuelle Tagespolitik
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

15.03.2015 15:22
Der Linksnationalismus antworten

Bei uns völlig unbekannt ist der Begriff Linksnationalismus.

Der Linksnationalismus umschreibt eine Form des inklusiven Nationalismus, der auf Gleichheit, Volkssouveränität - siehe dazu auch Souveränismus - und der nationalen Selbstbestimmung basiert.

Er hat seine Wurzeln im Jakobinismus der Französischen Revolution von 1789. Der Linksnationalismus umfasst typischerweise auch den Antiimperialismus und steht im Gegensatz zu rechtem exklusiven Nationalismus, obwohl in der Vergangenheit marginale Auswüchse des Linksnationalismus teilweise auch Intoleranz und rassische Vorurteile beinhalteten.

Bekannte linksnationalistische Bewegungen in der Geschichte sind der Indische Nationalkongress (INK), der unter Mahatma Gandhi die Unabhängigkeit Indiens anstrebte, die türkische Republikanische Volkspartei (CHP) unter Deniz Baykal bis 2010, die Sinn Féin während des Irischen Unabhängigkeitskrieges und während des Nordirlandkonflikts, sowie der Afrikanische Nationalkongress (ANC) in Südafrika unter Nelson Mandela, welche gegen die damalige Apartheid ankämpfte.

Der Linksnationalismus erschien aber auch in autoritäreren Formen: Die Arabisch-Sozialistische Baath-Partei in Syrien und dem früheren Irak unterstützte den Panarabismus und den Staatssozialismus. Der Staatschef Josip Broz Tito als Führer von Jugoslawien und der Liga der Kommunisten Jugoslawiens unterstützte einen linksnationalistischen Pan-Südslawismus.

Quelle: Wiki

Ich denke, daß diese Richtung viele Bürger anspricht. Ist/wäre diese Bewegung mit dem Grundgesetz konform?

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

22.03.2015 09:57
#2 RE: Der Linksnationalismus antworten

Der Linksnationalismus trat im Deutschland der 1920er Jahre durchaus bemerkenswert hervor!
Sowohl in der KPD, der NSDAP und sogar bei den bürgerlichen Konservativen. Der deutsche Historiker KARL-HEINZ WEIßMANN vertritt noch heute den Standpunkt, daß der NATIONALSOZIALISMUS (bis zu seinem Wahlsieg 1933) eine linksnationale Bewegung gewesen sei - das "Gegenfeuer" zum Thälmannschen Kurs des internationalen Bolschewismus Leninscher Prägung.

In Deutschland wird die Gefahr der erneuten Bildung solcher "Quer-Fronten" in allen Parteien mit Mißtrauen beobachtet und konsequent bekämpft. Die Begriffe "Nation", "national" oder gar "Nationalismus" sollen möglichst ungenannt bleiben. Darüber herrscht Konsenz!

Solange der Artikel 146 des Grundgesetzes nicht verwirklicht wird, kann es auch keine ernsthafte Diskussion zum Begriff der deutschen Nation in der Gegenwart geben.
Wie "schwammig" die Rechtslage überhaupt ist, erfuhr der erstaunte Bundesbürger mit der aktuellen Aussage (im Zusammenhang mit den Reparationsforderungen Griechenlands an Deutschland): der unterzeichnete "2 + 4 - Vertrag" ist gar kein kein (!) "Friedensvertrag" mit Deutschland gewesen.
In einer TV-Dokumentation zu den "ersten freien Volkskammerwahlen in der DDR" erinnerte sich der Ministerpräsident a.D. LOTHAR DE MAIZIERE dagegen mit stolz daran, einen "Friedensvertrag unterschrieben zu haben." Wußte er wirklich nicht, was er unterschrieben hatte ?

Wir Deutschen leisten uns also weiterhin einen seit 1945 bestehenden "Waffenstillstand" mit ca. 50 Staaten der UNO ! Wer kann unter solchen Bedingungen "souverän" oder "national" sein ?

Interessant auch die jüngste Meldung von SPIEGEL-ONLINE: Genosse OPPERMANN von der SPD lobt Genossen GYSI von der Partei DIE LINKE für den "neuen, konstruktiven Kurs" in Richtung einer möglichen Regierungsbeteiligung auf Bundesebene.
DIE LINKE hat also ihre Spaltung vollzogen. Die "Realos" unter GYSI und BARTSCH konnten sich durchsetzen, die "Fundamentalisten" unter WAGENKNECHT und KIPPING erklärten, mit ihrem Verzicht auf einen angebotenen Fraktionsvorsitz ihrer Partei im Bundestag, praktisch ihre politische Niederlage.

Was ist nur aus dieser (linken) "Alternative für Deutschland" geworden! Sie wollte doch einmal die (linke) "CSU des Ostens" sein - Interessenvertreter von Millionen "Beitritts-Geschädigter." Von einer linksnationalistischen Bewegung zur Wahrung des Erbes sozialen Fortschrittes in der DDR ganz zu schweigen.
Der Jubel des Parteivorstandes im Berliner Karl-Liebknecht-Haus zum Wahlsieg der Genossen in Griechenland wirkt daher aufgesetzt.

Dort - in Griechenland - entstand aus der lebensbedrohlichen Not des Volkes heraus ein Links-Rechts-Bündnis ("Querfront") zur Rettung der Nation!

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

04.09.2016 23:23
#3 RE: Der Linksnationalismus antworten

Interessant im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise ist der Fakt, daß 72% der LINKE-Wähler in MV für eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen ist. Das würde auch auf die Aussagen von Wagenknecht zutreffen. Einzig die Grünen sind dagegen.

Gruß Alex

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Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

09.09.2016 19:07
#4 RE: Der Linksnationalismus antworten

Die jüngeren Wähler (!) DER LINKEN laufen in Scharen zur AfD über. Beinahe ein "Gleichnis" zu Anfang der 1930er Jahre in der WEIMARER REPUBLIK. Damals wechselten viele KPD-Wähler zur NDSDAP über! Gerade im (!) BEITRITTSGEBIET will kein OSSI "neu-westdeutsche" Verhältnisse (mit Flüchtlingen) erleben.

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