Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


logo

Das Forum für Militär, Politik- und Zeitgeschehen





Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 118 mal aufgerufen
 Warschauer Paktstaaten
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

10.04.2015 16:57
Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Was bis jetzt an Gerüchten, Bildern und Daten im Netz kursiert, dürfte es sich bei dem Panzer um einen Typen handeln der das Zeug zur Legende hat (ähnlich wie beim T-34).

+ Flach wie immer bei russischen Panzern (keine Scheunentore)
+ Turm ohne Besatzung! Komplett automatisiert.
+ Besatzung in der Wanne, von jeglicher Munition getrennt.
+ Flugabwehr an Bord ähnlich die der Tunguska.

Hat dazu jemand genauere Infos? Um das Teil wird keinerlei Hype gemacht, er wird am 9. Mai aber definitiv über den Roten Platz rollen und das Herr weit über 2000 Stück bekommen.

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

11.04.2015 10:05
#2 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Eindrucksvoll finde ich die YOUTUBE-Videos unter "Armata Panzer", propagandistisch gekonnt das 11-Minuten-Video bei www.de.sputniknews.com/militar.

Der ARMATA T-14 "Nachtgespenst" scheint den russischen Panzerbau erneut an die Weltspitze zu bringen. Vor allem wurde der sonst immer mangelhafte Schutz der Besatzung revolutionär verbessert! Die Kapselung der 3-Mann-Besatzung im härtesten (!) Teil des Panzers soll die "Wiederverwendung" der Crew (nach einem Abschuß) weitgehend ermöglichen.
Allein ihre Verlagerung vom Turm in die Wanne des Panzers erhöht deutlich deren Überlebenschance.

In der Feuerkraft dürfte der ARMATA allen Serien-Kampf-Panzern der Welt weit überlegen sein. Die (üblich gewordene) 125-mm-Glattrohrkanone ermöglicht das Verschießen von raketengetriebener Munition, kombiniert mit der Ladeautomatik, bis zu 8 Projektilen pro Minute. Die Verlagerung der Munition in das (separate) Heckteil des Turmes, entspricht dem internationalen Trend zum Schutz der Besatzung vor Selbstentzündung der Munition nach einem Treffer.
Die Sekundär-Bewaffnung scheint aus einer 30-mm-Maschinenkanone zur Bekämpfung gepanzerter Boden- und Luftangriffsmittel zu bestehen und einer vierläufigen Revolver-Kanone (Gatling-Prinzip) zur Vernichtung anfliegender Raketen- und Artillerie-Munition.

Der Beiname "Nachtgespenst" deutet auf eine besondere Ausrüstung für den Nachtkampf hin. Hier glaubt die russische Militärführung (nach wie vor) den NATO-Armeen voraus zu sein. Im "Schutze der Nacht" zu kämpfen, hatte zu allen Kriegszeiten Erfolge gebracht.
Schon in meiner aktiven "Panzer-Zeit" (Ende 1960er/ Anfang 1970er Jahre) wurde uns dieser operativ-taktische Vorteil theoretisch und praktisch vermittelt.

Der Moskauer Militärparade, anläßlich des 70.Jahrestages des Sieges über Hitler-Deutschland, muß mit Spannung
entgegen gesehen werden.

Matzerath2 Offline



Beiträge: 78

10.05.2015 14:47
#3 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Es dauerte keine 6 Stunden bis bei uns über den neuen Panzer hergezogen wurde. Alles was früher von T-72 bis T-90 bemängelt wurde wurde mit dem T-14 behoben. Aber genau das sei nun ein Manko... Die Besatzung ja nicht schützenswert...die Technik zu anfällig. Und das von den üblichen "Fachleuten" der ÖR´s keine 40 Jahre alt und im Leben noch in keinem Panzer gesessen. Die Airbus fallen reihenweise vom Himmel, Gewehre die nicht schiessen, Hubschrauber die nicht fliegen und überschwere Panzer deren Zeit längst abgelaufen ist... Liebe Medienleute, erst mal selbst die Hausaufgaben machen und dann hetzen ;-)

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

10.05.2015 18:42
#4 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Wenn die Russen eines konnten und können, dann war es Panzer- und Militärtechnik bauen! Was unsere Medien für einen Senf dazu abgeben ist da nicht nur zweitrangig, sondern gänzlich egal.
Das ein Prototyp bei der Generalprobe liegen blieb wurde hochgespielt ohne gleichen, die Amis sind bei Ihrer PR-Tour reihenweise liegengeblieben und das mit regulärem Material, davon kam bei uns null und nichts. Aber es ist halt immer einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen die deutlich besser sind als an sich selber zu feilen.

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

11.05.2015 10:24
#5 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Der "Auftritt" des ARMATA T-14 bei "Putins Military Show" vom 09.Mai 2015 gestaltete sich zum übereinstimmend schmerzlichsten (!) Höhenpunkt für die NATO-Beobachter vor Ort. Das nun einsetzende, fassungslose Gestammele unser "Qualitäts-Medien" unterstreicht nur diese ausgebrochene Kopflosigkeit.

"Spiegel-online" und "Stern" versuchen beruhigend zu wirken: vielleicht nur alles aus "Pappe und Sperrholz" gefertigt, was uns da vorgeführt wird. Dieses "Argument" wurde bereits in den 1960er Jahren "erfolgreich" in den West-Medien verwendet, als Chruschtschows strategische Riesen-Raketen über den Roten Platz rollten: "Kann doch gar nicht sein, bei diesem dumpfen Bauernvolk unter kommunistischer Knute ...!"

Es besteht nunmehr im Kampfpanzerbau ein Rückstand von ca. 10 Jahren gegenüber Rußland! Ein LEOPARD 3 scheint in weitere Ferne verschoben zu sein. Der zu erwartende LEOPARD 2 A 8 soll eine "Zwischenlösung" bringen mit seiner neuen, panzerbrechenden Munition (erhöhter Wolfram-Anteil).

Diesen Ausweg fand zum Ende des Zweiten Weltkrieges bereits der Panzer-Kampfwagen-Bau der Deutschen Wehrmacht. Der Panzer V PANTHER, in der Ausführung G, durchschlug mit seinem 7,5-cm-Langrohr und der Wolfram/(teilweise)Uran-Munition jeden (!) Feind-Panzer und war in der Durchschlagkraft sogar der "8,8" des TIGERS überlegen.

Nun, legendenumwobene deutsche Ingenieurskunst - wo bleiben die neuen (!) Ideen heute?

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

19.05.2015 16:54
#6 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Es gibt Neuigkeiten zum T-14 Armata:

Erstens: Armata (auf Russisch: Армата) ist eine Plattform für eine gesamte Familie gepanzerter Gefechtsfahrzeuge des russischen Herstellers Uralwagonsawod. Kern der Panzerfamilie bildet das an sich unveränderliche Kettenfahrzeug, auch Panzerwanne genannt, auf welches verschiedenste Geschütztürme, wie jener des T-14 Kampfpanzers, aber auch Artillerie- oder Luftabwehrsysteme montiert werden können. Damit lassen sich aus dem Armata-Kettenfahrzeug mehr als ein Dutzend verschiedener, speziell an den jeweils gegebenen Anforderungen ausgerichteter Panzer zusammenstellen.

Zweitens: Der T-14 ist ein Panzer der neuesten Generation und wurde zur Gänze in der heutigen Russischen Föderation und damit in der post-sowjetischen Zeit entwickelt. Somit ist der T-14 der erste seit Ende des Kalten Krieges neu entwickelte Kampfpanzer einer größeren panzerbauenden Nation. Das Design sowie die Produktion einiger entscheidender Elemente des Panzers, wie der Munition oder des Geschützturms, wurden „von Grund auf neu“ konzipiert.

Drittens: Der Armata T-14 verfügt über einen vollautomatisierten und, was bislang kaum ein anderer Panzer hat, unbemannten Geschützturm. Das dürfte der Besatzung ein gehöriges Plus an Sicherheit bescheren, auch wenn dabei ein Stück Spähkapazität verloren geht.

Viertens: In der Tat könnte der T-14 wegen seines hochmodernen Geschützturms sowie seines durch HD-Kameras und Sensoren erweiterten digitalen Sichtfeldes zum ersten unbemannten Kampfpanzer der Welt avancieren. Laut Informationen des russischen Verteidigungsministeriums seien nur wenige Modifikationen notwendig, um den Armata-Panzer in eine “Boden-Drohne” umzubauen.

Fünftens: Demnächst werden alle Armata T-14 mit 152 mm großen Panzerkanonen ausgerüstet, die in der Lage sind, „durch einen Meter dicken Stahls zu schießen“, erläuterte jüngst ein hochrangiger Offizieller aus der Spitze des militärischen Beschaffungswesens.

Sechstens: Das ultra-widerstandsfähige, intelligente Panzerungssystem aus Afghanit bedient sich eines Radars zur Erkennung feindlicher Geschosse und fängt diese automatisch ab. Während Details noch unklar sind, behaupten russische Quellen, dass der Panzer beispielsweise Raketen von einem Apache-Kampfhubschrauber ohne weiteres abwehren kann. US-Militärs glauben, dass sich das System aber vor allem gegen Granaten und Unterkalibergeschosse beweisen werde.

Siebtens: Der russische Panzer ist leichter als seine meisten westlichen Konkurrenz-Modelle. Damit ist der T-14 auch schneller. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, wohingegen der M1A2 Abrams, der Top-Panzer der US-Army, auf gerade mal 67 km/h kommt.

Achtens: Obwohl der T-14 bislang noch nicht in die Massenproduktion ging, soll der Preis des Panzers aller Voraussicht nach nicht die Stückkosten von acht Millionen US-Dollar überschreiten. Damit gehört der russische Panzer international zur oberen Preisklasse, bleibt aber dennoch günstiger als der französische AMX Leclerc und der US-amerikanische Kampfpanzer vom Typ Abrams. Auch wird der T-4 günstiger als andere Panzer der so genannten „Neuen Generation“, etwa der südkoreanische K2 Black Panther.

Neuntens: Das russische Militär unterhält aktuell 20 Prototypen des T-14, doch bereits ab dem nächsten Jahr könnte die Armee jährlich 500 Panzer erhalten. Am Ende will Moskau 2.300 Armata-Panzer in Dienst stellen, was mehr als zwei Drittel des gesamten nationalen Panzerfahrzeug-Bestandes entspricht.

Zehntens: Indien, das Russlands größter Käufer von Rüstungsgütern ist, könnte der erste ausländische Kunde werden, der den ebenfalls russischen Panzer T-90 durch den Armata T-14 ersetzen wird. Indien besitzt mehr als 900 T-90 Panzer. Auch China sowie eine Vielzahl afrikanischer Staaten haben bereits großes Interesse am Armata-Panzer signalisiert.

Quelle: RT

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

20.05.2015 11:26
#7 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Interessant der Hinweis auf die veränderte "Spähkapazität" des Kampfpanzers ARMATA T-14! Das kann durchaus zu einem zeitweiligen Gewöhnungsproblem für die Besatzungen führen.

Mit eigener Erfahrung aus der "Turm-Perspektive" eines Panzers, weiß ich den Vorteil einer Rundumsicht aus der Höhe zu schätzen - nach Möglichkeit aus der geöffneten Kommandantenluke.
Der damalige sowjetische Panzertyp T-55 hatte hierbei den Nachteil bei der Mechanik der Turmluken, daß diese nur nach oben aufklappbar waren. Die Möglichkeit des (zusätzlichen) vertikalen Anhebens der Turmluke auf "Sehschlitz-Breite" war nicht möglich.
Der Wegfall der Turm-Besatzung beim ARMATA T-14 zwingt zum Einsatz zusätzlicher Beobachtungstechnik! Auch die Reduzierung der Besatzung auf 2 Personen, Kommandant/Richtschütze und Fahrer, bringt nicht nur Vorteile auf dem Gefechtsfeld.

Ohne Zweifel stand der israelische Kampfpanzer MERKAVA Pate bei dieser Entwicklung. Aus diesem Vorbild entstand in Weiterentwicklung der Petersburger Prototyp (!) eines T-95 (mit Besatzung im Wannenraum) als konstruktiver Vorschlag.
Endlich hatte der russische Panzerbau den Wert einer gut ausgebildeten Panzerbesatzung erkannt! Sie gilt es weitmöglichst zu schützen und damit einen Abschuß zu überleben. Zuvor hatte der Fahrer allein größere Überlebenschansen bei einem Treffer (außer bei Minen).
Vor allem müssen Besatzung und Munition im modernen Panzerbau durch einen gekammerten Aufbau getrennt werden! So saß noch beim sowjetischen T-72 (der auch im Bestand der NVA der 1980er Jahre war) die Turmbesatzung praktisch auf der Munition ihrer Ladeautomatik. Bei Entzündung der Munition wurden diese bedauernswerten Kameraden dann buchstäblich "gegrillt."

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.789

28.11.2016 06:45
#8 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Seit der Vorführung auf dem Roten Platz am ersten Mai 2015 ist es ruhig um Putins neuen Panzer T-14 Armata geworden. Die Parade löste noch eine Schockwelle durch die westlichen Medien aus, aber schon die Erprobung einer Gruppe von Vorserienmodellen durch die Truppe wurde im Ausland kaum noch wahrgenommen.

Doch die Militärs der Nato-Staaten haben den neuen Panzer nicht vergessen. Dem "Sunday Telegraph" liegt ein internes Papier des Britischen Verteidigungsministeriums vor. In jedem Absatz spürt man den Schrecken, den der T-14 verbreitet. Ein Panzer, der offenbar nicht aufzuhalten ist. Das Papier bezweifelt, dass es möglich sei, in den nächsten 20 Jahren einen ernst zu nehmenden Rivalen zu konstruieren.


weiter dazu:

http://press24.ch/read/news/1819440/1083...panzer-furchten

endlich sind auch mal Bilder aus dem Inneren zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=8G8JmuQeJdg

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

29.11.2016 12:25
#9 RE: Vorstellung am 9. Mai des russischen Panzers T-14 Armata antworten

Ohne Zweifel ist der T-14 von 2015 eine ähnliche "Revolution" im Panzerbau geworden, wie einst der T-34 von 1941. Das allein zeigt vom hohen Entwicklungsstand der russischen Ingenieurwissenschaft. Diese immer komlexer werdenden Waffensysteme erlauben auch die Überwindung (!) der bisherigen Methode des Masseneinsatzes von Menschen und Material im Krieg.
Allein der "besatzungsfreie" Turm ist ein enormer Fortschritt in der Panzertechnologie. Die meisten Verluste an Menschen gab es bekanntlich immer durch Treffer im Turm eines Panzers. Die Verbringung des Besatzungs-Duo in einer besonders gehärteten Kapsel, garantiert eine bisher ungewöhnlich lange "Einsatzmöglichkeit" der hochspezialisierten Panzerleute.

 Sprung  

Impressum:

Alexander Schrödter
Hauptstr. 38
63911 Klingenberg

Tel: 09372/9475105
Fax: 09372/9475107

USt-IdNr.: DE814828020

alex@futurerent.de

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass wir keinerlei Einfluss auf Gestaltung und Inhalte von Seiten habe, auf die von dieser Homepage hier und in Folge verwiesen wird. Die durch Links auf diesen und nachfolgenden Seiten abrufbaren Informationen und Inhalte spiegeln nicht zwingend unsere Meinung wieder. Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen