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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 96 mal aufgerufen
 Bewaffnung und Ausrüstung
KpFw Offline




Beiträge: 287

20.08.2008 15:57
RE: Der Jagdtiger antworten

Der Jagdtiger eine Festung auf Ketten

Der schwerste im Truppengebrauch aller Nationen stehende Panzer während des WWII war der Jagdtiger. Allerdings litt der Einsatz der nur 77 fertig gestellten Fahrzeuge vor allem unter technischen Mängeln, mangelhafter Ausbildung der Einheiten und dem zusammenbrechenden Transportwesen.
Der Truppenwunsch nach einem schweren Sturmgeschütz mit 12,8 cm Kanone, das die Infanterie unterstützen und feindliche Panzer auf Entfernungen bis zu 3000 Meter bekämpfen konnte, führte ab Februar 1943 zur Entwicklung des Jagdtigers auf der Basis des geplanten Tiger I Nachfolgers, wobei Krupp für die Bewaffnung und Henschel für das Fahrzeug zuständig waren.

Über 70 Tonneen schwer.
Da eine starke Waffe und guter Panzerschutz bei diesem Konzept wichtiger als die Höchstgeschwindigkeit waren, entstand ein Koloss mit festem Aufbau ohne Drehturm und einem Gewicht von über 70 Tonnen, das noch einige Tonnen über dem des Königstiger lag.
Der Jagdtiger wurde vom Nibelungenwerk in Österreich hergestellt. Das gab dem dort einflussreichen Prof Porsche die gelegenheit, ein billigeres Rollenwagenlaufwerk vorzuschlagen, das stark an jenes des Elefant erinnerte. Allerding sollen dessen Laufeigenschaften so schlecht gewesen sein, dass nur 10 Jagdtiger damit ausgerüstet wurden.

Verspäteter Einsatz......

Die ersten Fahrzeuge waren im Feb.44 fertig, kamen jedoch erst ab Jan.45 bei der schweren Panzerjägerabteilung 653 und ab Mär.45 bei der 512 zum Einsatz. Die einzigartige 12,8cm Kanone war in der Lage jeden gegnerischen Panzer bis auf eine Entfernung von 3500m zu zerstören.
Allerdings musste geteilte Munition verwendet werden, was die Feuergeschwindigkeit verlangsamte. Auch schwere Bunkerbefestigunden waren nicht vor ihm sicher. Allerdings fiel es nicht leicht ihn zum Einsatz zu bringen. Noch mehr als üblich, musste wegen der empfindlichen Mechanik bei Verlegung auf Eisenbahntransporte ausgewichen werden. Der Eisenbahntransport wurde aber nachhaltig durch Jagdbomberangriffe gestört, was schon zu Verlusten auf dem Weg zur Front führte.

.....mit einem würdigen Ende.

Bekannt wurden vor allem die Einsätze des 512. schweren Panzerjägerbataillon, das sich während der Kämpfe um den Ruhrkessel mit seinen wenigen Jagdtiger-Exemplaren Respekt verschafften und den nachdrängenden Gegner einige Male bremsen konnte. Zum Abschluß,am 16.4.1945, gelang es der letzten Kompanie der 512. die Stadt Iserlohn als einzige Stadt im gesamten Ruhrkessel nach anfänglich entschiedener Verteidigung in allen Ehren zu übergeben und damit deren totale Vernichtung zu verhindern.



Technische Daten:

Typ: Schwerer Jagdpanzer
Gefechtsmasse: 71700 kg
Länge: 780 cm, 1065cm mit Geschützrohr
Breite: 363 cm
Höhe: 295 cm
Motor: ein zwölfzylinder-Benzinmotor Maybach HL 230P30
Leistung: 515 kw, gedrosselt 441 kw
Fahrwerk: Kette, Schachtellaufwerk mit neun Laufrollen
Höchstgeschwindigkeit: 41 km/h
Fahrbereich: Straße 170 km, Gelände 120 km
Bewaffnung: eine 12,8 cm Kanone PAK 80L/55, ein 7,92mm MG Typ MG34
Munitionsvorrat: Kanone 38 Schuss, MG 2925 Schuss
Besatzung: 6 Soldaten

Den Spieß sollte man so lange drehen, bis die Sau durch ist.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

20.08.2008 16:13
#2 RE: Der Jagdtiger antworten

Während der ein oder andere Tiger oder Tiger-II doch in Museen gelandet ist, so gibt es meines Wissens nach nur noch 2 Exemplare des Jagdtigers. Einen in den USA und einen in Kubinka in der Nähe von Moskau.

Gruß Alex

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