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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 58 mal aufgerufen
 1. Weltkrieg
Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

06.07.2016 12:15
Materialschlachten 1916 an der Westfront antworten

Die 100-Jahr-Gedenktage an die Kriegsereignisse von 1916 im ERSTEN WELTKRIEG werden bestimmt durch den Beginn der VERDUN-Schlacht (21.Februar) und der SOMME-Schlacht (01. Juli).

Das Jahr 1916 brachte militärhistorisch gesehen einen Wandel des Verhaltens auf dem Schlachtfeld hervor. Die Zeit des frontalen Anrennens tausender Infanteristen gegen Stellungssysteme ("Büffel-Taktik") wurde wirkungslos im zusammengefaßten Feuer der verschanzten MG-Kompanien. Selbst eine massive, langandauernde Artillerievorbereitung konnte den tief verbauten Bunkerstellungen (bis zu 10 Metern) wenig anhaben. Die beginnenden Luftwaffen vermochten noch keine große Bombenlasten zu tragen, um damit den Erdkampf zu beeinflussen. Die Panzerwaffe ("Tanks") fiel durch technische Schäden mehr aus als durch Feindeinwirkung. Selbst der Einsatz von KAMPFGAS war sehr wetterabhängig und stellte daher oft eine Gefahr für "Freund und Feind" im Frontabschnitt dar.

Ohne beleidigend zu sein, muß auch festgestellt werden, daß die übergroße Mehrheit ALLER Generälität UNFÄHIG war, sich auf die neuen Gegebenheiten in der Waffenentwicklung operativ-taktisch einzustellen. Die letzten "praktischen" Erfahrungen dieser bereits "würdigen" Herren stammten aus Kriegshandlungen zum Ende des 19.Jahrhunderts oder aus den Kolonialkriegen und Strafexpeditionen ihrer jeweiligen Länder.
Der völlig sinnlose "Blutzoll" der beteiligten Landser, mit ihren Unteroffizieren und jungen Offizieren, in den provozierten (!) MATERIALSCHLACHTEN, kann durchaus als KRIEGSVERBRECHEN bewertet werden.

Diese SCHLACHTEREI AM EINFACHEN MANN beförderte bekanntlich die "revolutionäre Situation" in den Streitkräften Deutschlands und Frankreichs und hielt an bis zur Errichtung der europäischen Diktaturen ("Volksgemeinschaften") in den 1920er und 1930er Jahren.

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.786

06.07.2016 16:28
#2 RE: Materialschlachten 1916 an der Westfront antworten

Ein recht gut gelungener Film zu dem Thema ist "Bataillon der Verlorenen" von 1970:

Einem marxistischen Schema folgend (der Film entstand 1970 noch während des Vietnamkriegs und kurz nach „1968“) stellen die Generäle die herrschende Klasse dar, die einfachen Soldaten sind sozusagen die Unterklasse, während die Offiziere die intellektuelle Mittelschicht bilden, die anfangs überzeugt den Generälen folgen, dann die Wahrheit über den Krieg erkennen und die Soldaten gegen ihre Generäle anführen wollen, um so dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn, wie Karl Marx feststellte: Die Ideen der herrschenden Klasse sind die herrschenden Ideen. Am Schluss haben die Generäle wieder alles unter Kontrolle, gegen die Soldaten wird ein blutiges Strafgericht gehalten, die linksgewendeten Offiziere kommen etwas vornehmer vor ein Kriegsgericht und werden standrechtlich erschossen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bataillon_der_Verlorenen
Produktionsland: Italien/Jugoslawien

Dieser Film wurde Ende der 80er Jahre sogar an westdeutschen Schulen behandelt, heute auch noch?

Gruß Alex

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