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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 67 mal aufgerufen
 Feier- und Gedenktage
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

21.08.2008 18:19
RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 rücken Truppen von fünf Warschauer Pakt Staaten in die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (CSSR) ein. Damit werden die als "Prager Frühling" bezeichneten Reformversuche der kommunistischen Partei der CSSR gewaltsam beendet. Der Erste Sekretär der Partei, Alexander Dubcek, wird mit dem gesamten Politbüro verhaftet und in die Sowjetunion gebracht. Am 26. August 1968 müssen sie im "Moskauer Protokoll" die Rücknahme der eingeleiteten Reformen versprechen. Dubcek wird dann im April 1969 zugunsten eines moskautreuen Nachfolgers abgesetzt.



Nach der Wahl des Reformkommunisten Dubcek zum Parteichef am 5. Januar 1968 werden in der CSSR sogleich politische und wirtschaftliche Reformen eingeleitet. Gewerkschaften und Kulturorganisationen erhalten mehr Autonomie, die Zensur wird aufgehoben. Der Führungsanspruch der kommunistischen Partei bleibt jedoch unangetastet. Den von Dubcek propagierten "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sehen viele Reformkommunisten als Beweis für die Möglichkeit eines Dritten Weges, wonach individuelle Freiheiten auch im Kommunismus gewährt werden könnten.


In den Augen der Sowjetunion stellt der Prager Frühling jedoch eine Gefahr für die Einheitlichkeit des Ostblocks dar. Auch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) attackiert den Kurs der tschechoslowakischen Genossen von Anfang an als konterrevolutionär und friedensgefährdend. Vor allem wird eine Ausbreitung des Prager Reformkommunismus auf die DDR befürchtet. Die SED verteidigt daher die Niederschlagung des Prager Frühlings, an der auch Einheiten der Nationalen Volksarmee (NVA) beteiligt sind. Als es nach dem 21. August 1968 in der DDR zu Demonstrationen und Verteilung von Flugblättern kommt, werden die Proteste durch die Sicherheitsorgane der DDR unterdrückt.

Quelle: DHM

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Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2009 02:29
#2 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

Zitat
Gepostet von C a t e x u s
Die SED verteidigt daher die Niederschlagung des Prager Frühlings, an der auch Einheiten der Nationalen Volksarmee (NVA) beteiligt sind. Als es nach dem 21. August 1968 in der DDR zu Demonstrationen und Verteilung von Flugblättern kommt, werden die Proteste durch die Sicherheitsorgane der DDR unterdrückt.

Quelle: DHM


Hallo,
welche Einheiten der NVA waren denn beteiligt?
Gruss
Rainer

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

08.11.2009 03:06
#3 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

Ich war über den Satz auch etwas verwundert, da mir auch nicht bekannt war, das NVA Truppen beteiligt waren. Es gab aber einige Verbindungsoffiziere der NVA im Stab der CA welche auf dem Gebiet der CSSR operierten. Robert hatte damals glaube ich was dazu geschrieben. Vieleicht hilft er uns weiter.

Gruß Alex

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Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

09.11.2009 02:04
#4 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

Hallo,
es wurde lange angenommen, dass NVA-Einheiten direkt an der Besetzung teilgenommen hätten, aber nach meinem heutigen Kenntnisstand war die Zahl der Soldaten in Wirklichkeit sehr gering. Verbindungsoffiziere sind mir auch bekannt, dann soll noch eine Fernmeldeeinheit beteiligt gewesen sein.
Gruss
Rainer

C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

09.11.2009 02:10
#5 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

Ja, sowas in der Richtung ist mir auch bekannt. Wenn Robert wieder da ist kann er sicher was dazu sagen.

Gruß Alex

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Rainer 48 ( gelöscht )
Beiträge:

28.12.2009 01:21
#6 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

wann kommt denn Robert?

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

23.03.2012 08:58
#7 RE: 21. August 68 Niederschlagung des Prager Frühlings antworten

Auch wenn ich nicht ROBERT bin, kann ich dazu etwas aus persönlicher Erinnerung beitragen. In der Nacht des Einmarsches der Truppen des Warschauer Vertrages war ich als Urlauber in Prag. Dazu möchte ich in einem gesonderten Beitrag berichten.
Im September 1968 war ich bereits Offiziersschüler in Löbau und habe aus Neugierde versucht, "Hintergründe" dieser Militäroperation zu erfahren. Trotz der üblichen Geheimniskrämerei fand ich enttäuschte Stimmen über die "Zurückhaltung unserer Einheiten" an der Grenze zur damaligen CSSR. Offenbar sollte eine Wiederholung des Jahres 1938 vermieden werden. Wer im Detail innerhalb der Parteiführungen des Warschauer Vertrages dafür gesorgt hat, ist mir nicht bekannt. Breshnew muß jedenfalls damit einverstanden gewesen sein.
Verbindungsoffiziere zwischen den Stäben der verbündeten Armee gab es von Gründung an. Es gab auch koordinierte Operationen der Militäraufklärungen. Diese waren bereits im Vorfeld im Einsatz, um Marschstraßen und Unterbringungsräume auf ihren aktuellen Zustand zu überprüfen.
Die NVA wurde also in Reserve gehalten. Vermutlich war dieser Einmarsch auch mit dem Westen abgestimmt, wenn auch nicht so "problemlos" wie beim Mauerbau. Wenig später reagierte die NATO auch militärisch mit dem grenznahen Manöver "Schwarzer Löwe". Bei einer möglichen "Ausuferung" des Konfliktes hätte auch die NVA einmarschieren müssen.

01.09.1939 »»
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