Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


logo

Das Forum für Militär, Politik- und Zeitgeschehen





Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 75 mal aufgerufen
 Warschauer Paktstaaten
C a t e x u s Offline




Beiträge: 2.788

10.10.2016 01:37
Das Flugabwehrsystem S-400 antworten

Aus aktuellem Anlaß stelle ich hier mal das System 400 ein, der Artikel ist 8 Jahre als und das S-400 zwischenzeitlich ausgereift in Serienproduktion!

Das S-400 Triumf (russisch С-400 Триумф, NATO-Codename: SA-21 Growler) ist ein in der Sowjetunion bzw. Russland entwickeltes mobiles allwetterfähiges Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-System zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern in allen Flughöhen. Ebenso können Kurz- und Mittelstreckenraketen abgefangen werden.

Im Jahr 1985 wurden in der Sowjetunion unter Leitung von Alexander Lemanski die ersten Studien zu einem Nachfolgesystem für die im Einsatz stehenden Systeme SA-5 Gammon (S-200) erstellt. Das neue System sollte im Jahr 2003 bei den Luftverteidigungsstreitkräften (PVO) eingeführt werden. Die Entwicklung des Systems übernahm Almas, die Lenkwaffen wurden von der Firma MKB „Fakel“ entwickelt.

Almas arbeitete Mitte der 1980er-Jahre ebenfalls an dem Flugabwehrsystem S-350, welches das System SA-10 Grumble (S-300P) ersetzen sollte. Während der Konzeptionierung erkannten die Entwickler die Ähnlichkeiten der Systeme. Infolge dieser Analyse und erster Tests wurden die ursprünglich für das S-350 vorgesehenen Lenkwaffen in das System S-400 integriert. Durch diese Umstände ist das heutige System S-400 Triumf eine Kombination aus den ursprünglichen Konzepten S-350 und S-400.

Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurden sämtliche Arbeiten am System S-400 gestoppt und auch die Entwicklung der Lenkwaffen geriet in Gefahr. Wegen finanzieller Probleme konnten die Lenkwaffen 40N6 und 9M96 nicht weiterentwickelt werden. So wurde nur die 48N6DM entwickelt, die der beim System S-300PM genutzten 48N6-2 entstammt. Bis 1996 wurde das S-400-System bei beiden Firmen nur sporadisch weiterentwickelt.

Erst im Sommer 1996 erhielt die neugegründete Almas-Antei den Auftrag zur Weiterentwicklung des S-400. Aufgrund finanzieller Probleme wurde das System statt eines kompletten Neuentwurfs auf Basis von Komponenten der bestehenden Systeme S-300P und S-300W aufgebaut. Nach Tests der neuen Lenkwaffen zwischen 1999 und 2003 wurden die Abnahmetests der Staatsbehörden 2005 abgeschlossen. Bei diesen Tests wurden 48N6DM-Lenkwaffen gegen Drohnen abgefeuert.

Am 6. August 2007 wurde die erste mit der SA-21 ausgestattete Batterie in Dienst gestellt. Die Einheit ist bisher nur mit 48N6DM-Lenkwaffen ausgestattet, die neuen 9M96- und 40N6-Lenkwaffen sind noch nicht verfügbar (Stand: Juli 2008).

Das Entwicklungsbüro Almas gab bekannt, dass ab 2008 innerhalb von zwei Jahren ausreichende Tests bei den russischen Streitkräften durchgeführt werden könnten, um ab 2009 mit der Produktion der Exportversionen des S-400 zu beginnen.

Das S-400-System sollte erstmals bei der Übung „Schild der Union-2011“ im September 2011 auf den Truppenübungsplätzen Gorochowezko und Aschuluk mit realen Raketen zum Einsatz kommen.

Mit dem System S-400 ist die effektive Bekämpfung folgender Ziele möglich:

überschallschnelle Kampfflugzeuge in allen Höhenbereichen
hochfliegende und weit entfernte Überwachungsflugzeuge wie AWACS oder JSTARS
Ziele mit kleiner Radarrückstrahlfläche, wie Stealth-Fluggeräte oder UAVs
tieffliegende Marschflugkörper
unter- und überschallschnelle Abstandslenkwaffen
ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen


Die Zielerfassung erfolgt wahlweise mit Radar oder dem passiv arbeitenden Funkmess-Überwachungssystem Koltschuga. Ebenso kann das S-400-System mit Radardaten von Überhorizontradars (OTH) und von dem russischen AWACS-System A-50 Mainstay versorgt werden.

Ziele können auf eine Distanz von bis zu 400 km und in einem Höhenbereich von wenigen Metern über Grund bis zu 27 km bekämpft werden. Durch das leistungsstarke, hochauflösende Phased-Array-Radar soll die Bekämpfung von Stealth-Flugzielen möglich sein. Die Reichweiten und mögliche Ziele hängen von den verschiedenen Lenkwaffen ab.

Dank der hohen Reichweite können viele gegnerische Luftabwehr-Unterdrückungseinheiten (etwa Wild Weasel) neutralisiert werden, bevor diese selbst in Angriffsreichweite kommen. Zudem eignet sich das System als Anti-Raketen-Rakete auch zur Bekämpfung ballistischer Kurz- und Mittelstreckenraketen mit einer Maximalreichweite von 3.500 km. Diese können bis zu einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 4.800 m/s (18.000 km/h) auf eine Distanz von 60 km bekämpft werden.


Der Luftraum in Syrien dürfte in den nächsten Wochen interessant für unsere "Freunde" aus Übersee werden. Es ist ein Unterschied ob man eine 30 Jahre alte Armee einfach nur "platt macht" wie im Irak oder ob man gegen einen echten Gegener operieren muss.

Gruß Alex

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ein Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Kai Guleikoff Offline



Beiträge: 932

11.10.2016 12:00
#2 RE: Das Flugabwehrsystem S-400 antworten

Vermutlich ist das S-400-System auch bereits im IRAN stationiert und hat damit die "Gelüste" der israelischen und US-amerikanischen Luftwaffen erheblich "gedämpft." Die NATO kann bisher kein vergleichbares Luftabwehrsystem entgegenstellen. Das bis jetzt benutzte Patriot-System erscheint dagegen technisch "altertümlich."

 Sprung  

Impressum:

Alexander Schrödter
Hauptstr. 38
63911 Klingenberg

Tel: 09372/9475105
Fax: 09372/9475107

USt-IdNr.: DE814828020

alex@futurerent.de

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass wir keinerlei Einfluss auf Gestaltung und Inhalte von Seiten habe, auf die von dieser Homepage hier und in Folge verwiesen wird. Die durch Links auf diesen und nachfolgenden Seiten abrufbaren Informationen und Inhalte spiegeln nicht zwingend unsere Meinung wieder. Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen